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Presse Feminine
Flow

Flow 35/2018

"FLOW bietet Inspiration, Einblicke und positive Denkanstöße und steht für bewusstes Leben mit Aufmerksamkeit für den Moment. FLOW ist das Magazin für gebildete, kreative und neugierige Frauen. Es beschäftigt sich nicht mit schnelllebigen Trends, sondern mit Themen, die im Leben wichtig sind. FLOW zeichnet sich durch liebevolle Gestaltung, viele Illustrationen und eine eigene Sprache aus. Dabei besticht es durch sein Papiererlebnis: Aufwendige Ausstattung und Papier-Extras machen das Magazin einzigartig."

Pays:
Germany
Langue:
German
Éditeur:
DPV Deutscher Pressevertrieb
Fréquence:
Bimonthly
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38.93 CHF
8 Numéros

dans ce numéro

2 min.
einfach machen

Moment, ich mache noch eben die Betten, schreibe kurz die Mail zu Ende, räume nur schnell das Geschirr in die Spülmaschine... Ich sage solche Sätze oft. Besonders wenn wir am Sonntag loswollen zu einem Ausflug. Oder ich im Job eigentlich Feierabend machen will. Noch eben etwas erledigen, dann kann es losgehen. Dabei ist es völlig egal, ob der Tisch abgeräumt ist, wenn wir sonntags eh unterwegs sind. Oder die Mail erst am nächsten Morgen rausgeht. Trotzdem habe ich diesen Erledigungszwang, bevor ich mein Zuhause oder das Büro verlasse. Warum das so ist? Ich sehne mich danach, fertig zu werden. Egal mit was: endlich eine komplett aufgeräumte Wohnung haben, alle To-dos im Job abgearbeitet. Aber das ist natürlich absurd. Ich werde nie fertig mit Aufräumen oder dem Beantworten meiner Mails. So ist…

2 min.
gesichter dieser ausgabe

Rezepte, Seite 106 Redakteurin Nina Faecke (35) betreut seit Kurzem die kulinarischen Themen in Flow. Wann immer sie ein neues Kochbuch oder ein spannendes Foodblog entdeckt, zieht es sie in ihre Hamburger Altbauküche. Dort gibt es zwei Dinge, die ihr besonders am Herzen liegen: einen großen Vorratsschrank und einen Bistro-tisch mit zwei Stühlen. „Der Schrank ist immer bis oben hin gefüllt mit Lebensmitteln – das beruhigt mich irgendwie“, sagt Nina. „An dem Tischchen nehmen Freunde Platz, während ich für uns koche. Schnippeln und Vorbereiten mache ich am liebsten alleine, das ist für mich wie ein Ritual. Aber ich finde es schön, mich dabei die ganze Zeit zu unterhalten. Kochen und reden lassen sich wunderbar verbinden.“ Bücher meines Lebens, Seite 76 An ihre erste Kamera erinnert sich Fotografin Andrea Diefenbach (44) noch genau, es…

11 min.
das bulligefühl

Als ich zum ersten Mal mit meiner Familie in einem VW-Bus in den Urlaub fuhr, musste ich an den Film Little Miss Sunshine denken. Alle gemeinsam unterwegs in einer alten Klapperkiste Richtung Sonne – ein echter Roadtrip. Den Bus hatten wir geliehen; es war ein restaurierter Oldtimer, ein T1 für Kenner, und unsere Route wählten wir Tag für Tag spontan. Es war ein toller Urlaub! Wir fühlten uns frei und unabhängig. Und das, obwohl schon ziemlich bald die Batterie den Geist aufgab, sodass wir nur weiterfahren konnten, wenn genügend Leute da waren, die uns anschoben. Das Gute daran war, dass wir überall begeistert verabschiedet wurden, nachdem wir genug Helfer um uns versammelt hatten. Gemeinsam einen Bus anschieben, bis er anspringt, das verbindet. Und eine solche Szene gibt es tatsächlich auch…

3 min.
feel connected

Die Illustrationen auf den Trennerseiten dieser Ausgabe stammen aus der „Fruit & Line“-Serie der Künstlerin Marisol Ortega (32). Solche reduzierten Stillleben zeichnet sie am liebsten. „Für diese Serie fing ich mit ein paar Birnen an. Dann zeichnete ich nach und nach alle Früchte, die ich am liebsten mag. Das hat mir so viel Spaß gemacht, dass mehr als 40 Bilder entstanden sind“, sagt sie. Illustratorin Katy Pillinger (34) lebt in einem kleinen Häuschen in Cornwall an der Südwestspitze Englands. Zusammen mit ihrem Freund unternimmt sie gern Radtouren in der Natur. „Wir lieben es, entlang der alten Straßenbahnschienen bei uns in der Gegend zu radeln und den Wasservögeln zu lauschen. Unsere gemeinsamen Abenteuer haben mich zu dieser Zeichnung inspiriert. Es ist schön zu wissen, dass, was auch immer das Leben für dich…

5 min.
was machst du gerade?

Donna Wilson LEBT IN LONDON MIT MANN, ZWEI SÖHNEN UND VIER KATZEN DESIGNERIN DONNAWILSON.COM Was machst du gerade? Ich habe zwei neue Kollektionen mit Geschirrtüchern, Bettwäsche, Kissen, die wie Bücher aussehen, und Strickfiguren von bedrohten Tieren entworfen. Es ist mir wichtig, dass ich die Menschen berühre – vielleicht durch ein Gefühl von Nostalgie, Sentimentalität, Glück oder einfach durch ein Lächeln. Wie entstehen deine Decken, Kissen und Figuren? Ich war schon als Kind am glücklichsten mit einem Bleistift in der Hand. Bis heute arbeite ich sehr analog. Normalerweise fange ich mit Skizzen in einem Notizbuch an. Sie sehen oft aus wie kleine Cartoons. Meine Figuren haben winzige Körper mit großen Köpfen. Nach dem Zeichnen stricke ich sie. Meistens gelingt es mir, dass sie den Zeichnungen ziemlich ähneln. Ich glaube, wir verbringen so viel Zeit vor Bildschirmen,…

10 min.
sinn ist wichtiger als glück

„Hauptsache, man ist glücklich.“ Wie oft habe ich diesen Satz zu meinen Kindern gesagt? Jetzt, wo sie kurz davor sind, das elterliche Nest zu verlassen, scheint es mir manchmal, als sei das letztlich kein guter Rat gewesen. Dennoch bin ich sicher, dass ich nicht die einzige Mutter bin, die ihn an ihre Kinder weitergibt. Denn das Streben nach Glück ist weit verbreitet. Alles im Leben scheint heute machbar, jeder ist seines Glückes Schmied. Und wenn es nicht hinhaut, ist man selbst verantwortlich. Glück ist quasi zu einer Art Pflicht geworden – und das erzeugt ganz schön viel Druck und Stress. Denn schließlich ist kein Mensch immer glücklich. An meinen Kindern und ihren Freunden sehe ich, wozu es führt, wenn man etwas anderes erwartet: zu großer Unsicherheit und Sorgen um die…