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Presse Feminine
Flow

Flow 39/2019

"FLOW bietet Inspiration, Einblicke und positive Denkanstöße und steht für bewusstes Leben mit Aufmerksamkeit für den Moment. FLOW ist das Magazin für gebildete, kreative und neugierige Frauen. Es beschäftigt sich nicht mit schnelllebigen Trends, sondern mit Themen, die im Leben wichtig sind. FLOW zeichnet sich durch liebevolle Gestaltung, viele Illustrationen und eine eigene Sprache aus. Dabei besticht es durch sein Papiererlebnis: Aufwendige Ausstattung und Papier-Extras machen das Magazin einzigartig."

Pays:
Germany
Langue:
German
Éditeur:
DPV Deutscher Pressevertrieb
Fréquence:
Bimonthly
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38.93 CHF
8 Numéros

dans ce numéro

2 min.
zeit für pausen

Ein neues Jahr hat begonnen. Wunderbar! Es fühlt sich immer ein bisschen an, als läge ein weißes Blatt Papier vor einem: Man kann völlig frei denken, es neu beschreiben. Wirklich wunderbar? Die meisten von uns haben jetzt viele gute Vorsätze, wollen das alte Jahr abschütteln und mit frischer Energie durchstarten – das weiße Blatt, ja, ja… Wenn ich ehrlich bin, ist mir gerade gar nicht so nach neuem Start, und vor dem weißen Blatt habe ich mich schon oft genug auch gefürchtet. Mein vergangenes Jahr war ziemlich anstrengend. Es hat mich gefordert, als Mutter, Partnerin, Kollegin und als Freundin. Eigentlich brauche ich gerade nichts Neues. Was ich brauche, ist eine Pause. Ich muss erst mal wieder Energie sammeln, bevor ich neue Ideen und Projekte anschieben, bevor ich ambitionierte Vorsätze umsetzen…

1 min.
hinter den kulissen

UM HILFE BITTEN Redakteurin Roxana Wellbrock (31) schreibt sonst vor allem übers Einrichten und Essen. „Wenn ich für Flow arbeite, lerne ich immer auch etwas über mich selbst“, sagt sie. Der Text „Hilfe annehmen“ in dieser Ausgabe hat Roxy besonders angesprochen: „Ich bin sehr selbstständig und frage selten um Hilfe. Manchmal geht es aber nicht ohne Unterstützung. Ich habe mir vorgenommen, doch öfter zu fragen. Eine Freundin bringt mir demnächst Nähen bei.“ TITELGESCHICHTE Wenn Raquel Martin (39) in ihrem Studio zeichnet, kann sie vom Fenster aus dem fröhlichen Treiben auf der Straße zusehen. Sie lebt mit ihrem Mann Sam und drei Kindern auf Menorca. „Am liebsten arbeite ich mit Gouache-Farbe, sie ist so vielseitig und hat eine besondere Textur. Seit ein paar Jahren zeichne ich aber auch digital, um meinen Bildern Details hinzuzufügen.“…

1 min.
die zeit was uns im moment bewegt

Wir bei Flow lieben den Regisseur Wes Anderson. In seinen Filmen wie Grand Budapest Hotel oder Darjeeling Unlimited erschafft er ganz eigene Welten mit viel Retro-Charme, gerne in Zuckerwatte-Farben und mit viel Liebe zum ungewöhnlichen Detail. Sein Markenzeichen ist außerdem die Symmetrie seiner Bilder. Unter dem Hashtag #Accidentally-WesAnderson posten Freizeitfotografen solche Szenen, die sie abseits des Kinos entdeckt haben. So wie Kate Shi, die das Merkur Building in London knipste, das auf dieser Trennerseite zu finden ist.…

12 min.
mein leben verlangsamen

Viel zu oft verbringe ich meine Tage im Laufschritt: Hetze morgens zur Arbeit, habe tagsüber Abgabetermine im Nacken, radele nachmittags rasch nach Hause, um Zeit mit meinem Sohn zu verbringen und Haushaltskram zu machen, und renne abends weiter, weil ich mich mit zwei Freundinnen gemütlich zum Wein verabredet habe. Gemütlich? Klar ist es schön, die beiden zu sehen – aber oft bin in dann schon ausgelaugt. Und den anderen geht es ähnlich. Auch sie haben Tage im gestreckten Galopp hinter sich. Bei manchen Frauen im Bekanntenkreis hinterlässt das getriebene Leben mittlerweile tiefe Spuren. Mehrere sind ernsthaft erschöpft oder krank geworden, brauchen Auszeiten oder Kuren, um wieder auf die Beine zu kommen. Und das, obwohl wir alle uns schon seit Langem mit der Frage beschäftigen, wie wir etwas ruhiger leben, dem…

6 min.
was machst du gerade?

Nadja Bruhn 50 Jahre Hamburg Mit ihren beiden Söhnen Keksdesignerin henkundhenri.de Was machst du gerade? Ich dekoriere meine Keksmanufaktur um, und dafür backen wir jede Menge Kekse. Backstube, Laden und Café sind unter einem Dach, und wenn man zur Tür hereinkommt, taucht man in eine richtige Backwelt ein: Es duftet herrlich, wir kneten Teig, manchmal richten wir Kindergeburtstage aus oder geben Backkurse. Wie wird man Keksdesignerin? Eigentlich bin ich Modedesignerin. Als ich 40 war, wurde mir eine Festanstellung angeboten, ein Hauptgewinn in dieser Branche. Nach zwei Wochen fragte ich mich aber, ob ich das wirklich bis zur Rente machen möchte. Ich nahm all meinen Mut zusammen und entschied mich für die Selbstständigkeit. Jetzt habe ich eine Sechstagewoche und muss mich um die meisten Dinge selbst kümmern. Aber dieser Schritt hat eine unglaubliche Energie in mir…

9 min.
weniger essen, mehr genießen

Drei Stücke Apfelkuchen auf der Geburtstagsfeier meiner Mutter. Zwei Portionen Grünkohl mit Kasseler beim Tafeln mit Freunden. Und nachmittags, weil es so früh dunkel wird, gleich eine ganze Tafel Nussschokolade. Im letzten Winter war bei mir irgendwann ein Punkt erreicht, an dem ich das Gefühl hatte, ständig zu futtern – und ständig zu viel. Mich störte das nicht nur, weil ich mich von dem häufigen Essen müde, träge und schwer fühlte. Mir schmeckte auch nichts mehr richtig: Ob Torte oder Risotto, Weingummis oder Brot, alles war mir zu üppig, alles kam mir wie eine Belastung vor. Es fühlte sich so ähnlich an, wie wenn man vor einem übervollen Kleiderschrank steht und nicht weiß, was man anziehen soll, weil es einfach zu viele Klamotten sind. Aber beim Essen? Ich wünschte mir…