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Presse Feminine
Flow

Flow 01/2020

"FLOW bietet Inspiration, Einblicke und positive Denkanstöße und steht für bewusstes Leben mit Aufmerksamkeit für den Moment. FLOW ist das Magazin für gebildete, kreative und neugierige Frauen. Es beschäftigt sich nicht mit schnelllebigen Trends, sondern mit Themen, die im Leben wichtig sind. FLOW zeichnet sich durch liebevolle Gestaltung, viele Illustrationen und eine eigene Sprache aus. Dabei besticht es durch sein Papiererlebnis: Aufwendige Ausstattung und Papier-Extras machen das Magazin einzigartig."

Pays:
Germany
Langue:
German
Éditeur:
DPV Deutscher Pressevertrieb
Fréquence:
Bimonthly
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8 Numéros

dans ce numéro

2 min.
was warten kann

Können wir uns noch einmal vertagen? Das frage ich häufig meine Freundinnen, meine Familie oder meine Kollegen. Ich plane und plane und dann wird doch die Zeit knapp und ich muss etwas aufschieben. Oft sind es Dinge, die nicht unbedingt nötig scheinen: Der Kinoabend mit einer Freundin muss für die Steuererklärung warten, der Waldspaziergang mit der Familie wird fürs Kelleraufräumen geopfert und die Fahrt zu den Eltern wegen der Präsentation verschoben, die ich unter der Woche nicht geschafft habe. Es ist eine Mischung aus Pflichtgefühl und unendlichen To-do-Listen, die mir dazwischenkommen. Und manchmal bin ich auch einfach zu erschöpft von all den To-dos, kann mich nicht mehr vom Sofa aufraffen. Aber welchen Preis hat das? In letzter Zeit musste ich sehr oft an einen Kollegen denken. Ich mochte ihn sehr, wir…

1 min.
hinter den kulissen

STILLE FINDEN Künstlerin Galya Popova (40) aus Bonn hat die Bilder für den Text Wo die Stille wohnt (ab S. 30) gezeichnet. Mit ihrem Studio hat sie so einen Ort gefunden: „Dort versinke ich in meiner Arbeit und fühle mich friedlich und ruhig“, sagt Galya. Gegen Stress und Termindruck helfen ihr Spaziergänge am Rheinufer: „Es tut gut, die Natur zu betrachten und ihr zu lauschen.“ Du kannst Galya auf Instagram folgen: @galyapopova21 LEBENSLAUFINTERVIEW Schauspielerin Marianne Säge-brecht für diese Flow zu treffen war ein besonderes Erlebnis, sagt Autorin Oda Albers (42): „Ihre Sicht auf das Leben ist gleichermaßen inspirierend wie beruhigend. Den Spitznamen bayerisches Kraftwerk hat sie sich absolut verdient.“ In dem mehrstündigen Interview an der Hamburger Elbe sprachen die zwei über das bewegte Leben des Hollywood-Stars. Zum Schluss haben sie sich in den…

1 min.
die zeit

Alles fing damit an, dass die Designerin Ina Kerkhoff, die die Trennerseiten dieser Ausgabe bestückt hat, auf dem Heimweg von ihrer Führerscheinprüfung eine Orange auf dem Wochenmarkt kaufte. „Als ich zu Hause das Papier abmachte und glatt strich, sah ich, dass darauf neben dem Struwwelpeter auch noch lauter Verkehrszeichen abgebildet waren. „Für Ina war das ein Zeichen, die Papiere fortan nicht mehr unbesehen wegzuwerfen, sondern zu sammeln. Denn jedes Motiv erzählt bei genauerem Hinsehen eine eigene Geschichte. Das Papier auf der Vorderseite stammt aus Sizilien. In den 50er- und 60er-Jahren wurden dort die Orangen noch mit Eselskarren zum Markt transportiert. ILLUSTRATION (VORDERSEITE) ORANGENPAPIER AUS DER SAMMLUNG VON INA KERKHOFF, WWW.APFELSINA.DE…

12 min.
neue wege gehen

Mache ich eigentlich noch das, was ich wirklich will? In den letzten Jahren stellte ich mir die Frage immer mal wieder. Mir geht es dabei nicht darum, alles über den Haufen zu werfen, denn ich liebe meinen Beruf als Journalistin und meine Familie. Aber manchmal denke ich, dass mir etwas fehlt, weil das viele Sitzen am Computer auch oft eintönig und belastend ist. Dann würde ich gern noch etwas anderes, Zusätzliches, Neues machen. Ich denke etwa oft, dass es schön wäre, in Teilzeit zu unterrichten, anderen etwas zu vermitteln. Und ich würde gern Zeichenunterricht nehmen und mehr Sport machen. Und genau da beginnt mein Problem: Ich interessiere mich für so vieles! Auch die Frage, ob ich noch ein drittes Kind bekommen sollte, steht manchmal im Raum. Das ist bei mir…

5 min.
was machst du gerade?

Dagmar Henze „BEI MIR ZU HAUSE STEHT IMMER EINE VASE MIT GETROCKNETEN HORTENSIEN.“ 49 Jahre Potsdam mit Mann und zwei Kindern in einer gemütlichen Altbauwohnung Kinderbuchillustratorin Was machst du gerade? Ich warte darauf, dass ein paar neue Stühle für meine Miniatur-Wohnkästen trocknen. Damit das Material, aus dem sie entstanden sind, nicht durchscheint, muss ich sie zuerst in mehreren Schichten weiß streichen, bevor sie ihre endgültige Farbe bekommen. In der Zwischenzeit schnitze ich Stempel, mit denen ich später Geschenkpapier verzieren kann. Für wen sind die Kästen? Hauptsächlich für meine Freunde. Die Idee kam mir, als eine enge Freundin vor acht Jahren in die Schweiz ziehen wollte und dort zuerst nur in provisorisch möblierten WG-Zimmern lebte. Ich bin ein sehr häuslicher Mensch und mir tat es weh, dass sie keine feste Bleibe hatte. Also baute ich ihr eine…

9 min.
wo die stille wohnt

Wäre mein Leben ein Musikstück, dann wäre es ein Heavy-Metal-Song: Das Rattern der U-Bahn und der Straßenlärm sind die Drums, das Klingeln meines Telefons legt sich wie ein Gitarrenriff darüber. Dazu wütende Lyrics – der lärmende Fernseher, der Streit mit meiner Nachbarin. Das Hämmern der Handwerker, die Tag für Tag schon am frühen Morgen in meinem Haus renovieren. Ich mag Heavy Metal, aber in letzter Zeit höre ich zu viel davon. Es fühlt sich an, als würde die Welt mich anschreien. Und zwar ohne Unterbrechung. Der Geräuschpegel macht mich dünnhäutig, gereizt, unruhig. Einen Song kann man leiser drehen oder abschalten. Das Leben um mich herum nicht, auch wenn ich mir das manchmal wirklich wünsche. In einer besonders lauten Woche voller Streit, unnötiger Anrufe und Gebrüll in der Straßenbahn fällt mir ein…