Frau Zweig, Algorithmen bestimmen, welche Suchergebnisse wir bei Google kriegen, sie berechnen für das Navi die beste Route, sie erkennen Bilder. Was sehen Sie da kritisch?
KATHARINA ZWEIG: Das meiste sehe ich nicht kritisch. Es ist kein Problem, einen Algorithmus – was ja nur eine Handlungsanweisung für den Computer ist – zu gestalten, der die schnellste Route von A nach B findet, und das ist dann auch die schnellste Route. Etwas komplizierter ist es bei selbstlernenden Systemen. Auch das ist nicht grundsätzlich kritisch: Man kann einem Computer beibringen, was eine kaputte Schraube ist, indem man ihm viele Beispiele von „kaputt“ zeigt, und wenn er dann doch mal eine nicht erkennt, ist das nicht so schlimm. Aber wenn Algorithmen oder Verfahren des maschinellen Lernens versuchen, aus Daten der Vergangenheit rauszukriegen, wie…
