Es dauert fünf Minuten, und man überlegt, im nächsten Leben wie er zu werden. Ron Wood, 72, redet, als wäre er 27. Haare wie dunkles Schilfgras, das in alle Richtungen sprießt, bunte Jacke, Beine wie aus Gummi, Lebensbatterie voll, fast unkaputtbar. Sind es der Rock ’n’Roll, die Musik und dieses Leben als ewiger Pirat, drei Frauen, sechs Kinder und ein Haufen gesundheitlicher Sünden, die so einen nicht alt werden lassen? Großartig.
Aber dann dauert es noch mal fünf Minuten, und viele Sätze von Wood über sein Gitarrenspiel, über Chuck Berry, dem er jetzt eine ganze Platte gewidmet hat, über die Platten seiner Jugend, und man überlegt, ob es doch keine gute Idee ist, wie er alt zu werden. Und ob das „Still crazy after all these years“, wie es Paul…