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科学
P.M. Magazin

P.M. Magazin

12/2020

"P.M. berichtet informationstief und gedankenscharf über die spannendsten Ereignisse der Wissenschaft in einer ganz besonders unterhaltenden Art und Weise. P.M. erzählt aus den Werkstätten der Zukunft. Faszinierend und begeisternd. P.M. bietet emotionalen Mehrwert, denn P.M. ist das einzige seriöse Magazin im Wissenssegment, das nicht nur verständlich sondern auch unterhaltsam ist. Die Artikel gehen den Dingen auf den Grund und vermittelt Wissen leidenschaftlich – immer auf Augenhöhe mit seinen Lesern und stets aus überraschender Perspektive. Dabei liefert das Magazin immer wieder neues Wissen, spannende und außergewöhnliche Geschichten und gibt Antworten auf die großen Fragen unserer Zeit. Der Claim ""Neugierig auf morgen"" spiegelt sowohl das Interesse der Leser als auch den Antrieb der Redaktion perfekt wider."

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国家:
Germany
语言:
German
出版商:
DPV Deutscher Pressevertrieb
出版周期:
Monthly
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12 期号

本期

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menschen sind ultrasozial

Liebe Leserin, lieber Leser, »Das Größte in der Welt ist, sich selbst gehören zu können«, schrieb Michel de Montaigne, der berühmte französische Philosoph, in seinem Essay »Von der Einsamkeit«. Das Alleinsein als Rückzugsraum für die Seele – im 16. Jahrhundert waren das enorm moderne Gedanken. Denn damals lebten die Menschen, wie seit Urzeiten, im Verbund: eigene Betten, eigene Zimmer, gar »Single-Haushalte«? Das hätten die meisten Menschen damals sehr merkwürdig gefunden. Schon als Frühmenschen der Art Homo heidelbergensis auf die Jagd nach Mammuts gingen, erkannten sie: In der Gruppe ist man erfolgreicher – Einzelne hätten mit ihren Speeren nie im Leben ein Mammut zur Strecke gebracht. Bis heute gilt: Wenn wir uns als verlässliche Partner erweisen, bringen wir es in der Gesellschaft mittelfristig weiter und finden Anerkennung und Respekt. Die Evolution hat das Bedürfnis…

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zitate

»Wissenschaft ist wie Sex. Manchmal kommt etwas Sinnvolles dabei heraus, das ist aber nicht der Grund, warum wir es tun.« RICHARD FEYNMAN (1918–1988), US-amerikanischer Physiker Eingesandt von Paul Pagels, Soest »Ein Mensch kann einsam sein, obwohl er von vielen geliebt wird, wenn er nicht für einen Menschen ›der Liebste‹ ist.« ANNE FRANK (1929–1945), deutsch-niederländische Autorin und Holocaust-Opfer Eingesandt von Viola Bauer, Gelsenkirchen »Erwarte nichts. Heute: Das ist dein Leben. « KURT TUCHOLSKY (1890–1935), deutscher Journalist und Schriftsteller Eingesandt von Christel Kramer, per E-Mail »Das Glück besteht nicht darin, dass du tun kannst, was du willst, sondern darin, dass du immer willst, was du tust.« LEW NIKOLAJEWITSCH TOLSTOI (1828–1910), russischer Schriftsteller Eingesandt von Sylvia Schreitmüller, Ahrensburg »Menschen, die immer daran denken, was andere von ihnen halten, wären sehr überrascht, wenn sie wüssten, wie wenig die anderen über sie nachdenken.« BERTRAND…

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reaktion

P.M. 10/2020 Ideen Moderne Fischzucht Im Artikel wird beschrieben, dass die Deutschen keine Karpfen essen wollen und stattdessen Lachs, Seelachs und Thunfisch bevorzugen. Warum werden die heimischen Süßwasserfische dann nicht in praktisch filetierten Portionen angeboten? Der Karpfen ist für kleine Haushalte von der Größe her denkbar unattraktiv. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Lust auf Karpfen oder Forelle größer wird, wenn diese als Filets in den Läden liegen und als Alternative zu den überfischten Sorten beworben werden. Kristina Mauthe, Edemissen P.M. 10/2020 Technik Schwer unter Strom Bereits Ende der 1950er­Jahre gab es Elektro-Lkw mit riesigen und schweren Säurebatterien. Diese Lkw kamen von den deutschen Firmen Lloyd und Still. Mein Vater fuhr solche Lkw bei den britischen Streitkräften in Bad Oeynhausen. Freddy Lang, Rommerskirchen Der Güterfernverkehr gehört auf die Eisenbahn, auf der Langstrecke sind Lkw nur in Ausnahmefällen sinnvoll. Dazu…

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geisterflug

AERODYNAMIK Unheimlich wirkt dieses Szenario, doch unheimlich sind auch die aktuellen Zeiten, in denen Gefahr ausgeht von winzig kleinen, nicht sichtbaren Aerosolpartikeln, die Viren wie SARS-CoV-2 transportieren. Das Göttinger Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik erforscht daher, wie sich Aerosole in Flugzeugkabinen ausbreiten. Dazu nutzt es Dummys, die Öltröpfchen ausatmen – die Wolken werden dank eines Lasers sichtbar. Mit ihnen lassen sich die Infektionswege nachverfolgen. Aktuell gilt die Gefahr einer Ansteckung in Flugzeugkabinen als geringer als in Büroräumen oder Supermärkten, da die Klimaanlagen im Flugzeug die meisten Tröpfchen aufsaugen, bevor sie sich in der Kabine verteilen.…

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zurück in der zukunft: part-time scientists

RAUMFAHRT 20 Millionen US-Dollar verspricht Google 2007 mit dem Lunar X Prize dem, der als Erster die private Landung eines Fahrzeugs auf dem Mond zustande bringt. Der Aufgabe stellt sich 2009 auch eine Gruppe von Deutschen. Die »Part-Time Scientists« (»Teilzeitwissenschaftler«) arbeiten zunächst in ihrer Freizeit, später immer professioneller an dem ehrgeizigen Ziel. Unterstützt werden sie vom deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. 2011 berichtet P.M. über sie. Auch nach dem Bericht geht es erfolgreich weiter. 2015 erhalten sie einen Teil des Preisgelds, 750 000 Dollar, weil sie zwei Etappenziele erreichen. Sie finden immer mehr Sponsoren, darunter Audi und Vodafone. Die sind auch nötig, denn die Mondlandung müssen die Teilnehmer des Wettbewerbs schon selbst finanzieren. Als 2018 die Frist des Lunar X Prize verstreicht, ohne dass eines der Teams den Erdtrabanten erreicht hat,…

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warum hast du so große augen?

BIOLOGIE Nicht Eulen, nicht Koboldmakis, nein: Frösche haben unter den Wirbeltieren die größten Augen in Relation zur Körpergröße. Zu dem Ergebnis kommen Forscher um Katie Thomas vom Natural History Museum in London. Sie vermaßen erstmals systematisch die Augäpfel und Hornhäute von 220 Froscharten, deren Vertreter in naturkundlichen Sammlungen konserviert sind. Die statistische Auswertung zeigte außerdem: Der Lebensraum eines Froschs beeinflusst die Größe seiner Augen. Arten, die sich hauptsächlich unter der Erde oder in trübem Wasser aufhalten, kommen meist mit Knopfaugen aus. Die Forscher vermuten: Wo selbst mit großen Glupschern wenig zu sehen ist, stellen die empfindlichen Organe ein unnötiges Verletzungsrisiko dar. FOTOS: ALAMY STOCK PHOTO, SLAC,JACQUELINE ORRELL / SLAC…