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11 Freunde11 Freunde

11 Freunde

217/2019

"11FREUNDE steht für eine andere Art des Fußballjournalismus – weg von bloßen Spielberichten und Tabellen, hin zu Reportagen und exklusiven Hintergrundberichten mit großem Mehrwert. Ob Anhänger von Arminia Bielefeld, Fortuna Düsseldorf oder Bayern München – der Verein ist nicht entscheidend, auf die Leidenschaft kommt es an. 11FREUNDE blickt aus der Kurve aufs Spielfeld und bezieht dabei Position. Für die Fans und für das Spiel. Das Magazin für Fußballkultur bietet dabei stets eine ungewöhnliche Themenaufbereitung, einen unkonventionellen und innovativen Schreibstil, neue Themen der anerkannt besten Fußballautoren gepaart mit qualitativ hochwertigen Fotos und eigenem Look."

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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12 Ausgaben

IN DIESER AUSGABE

1 Min.
editorial

Gibt ja unzählige Gründe, um sich vom Fußball in seiner aktuellen Verfassung angeödet zu fühlen: Videobeweis, zersplitterte Spieltage, Clemens Tönnies. Aber verbitterter Zynismus ist auf die Dauer keine Option und so sind wir auf die Suche gegangen nach den Dingen, die wir trotzdem und immer noch am Fußball lieben. Und die uns sicher auch noch in zwanzig, dreißig Jahren am Wochenende ins Stadion oder vors Radio zwingen. Unsere Autoren erzählen von zugigen Amateursportplätzen, von alleine verbrachten Abenden mit dem VfL Bochum vor dem Fernseher, von Familientreffen auf der Dortmunder Südkurve und von der Bundesliga, die einen alten Mann jede Woche aufs Neue in der Gegenwart hält. Es sind Geschichten, die vom Fußball erzählen, viel mehr noch aber von uns und davon, was der Fußball in all den Jahren für uns…

3 Min.
stillstand statt aufbruch

Was haben Fortuna Sachsenross Hannover, SC Poppenbüttel, SC Klinge Seckach und TuS Binzen gemeinsam? Diese Klubs waren im Jahre 1990 allesamt Gründungsmitglieder der Frauen-Bundesliga und haben heute entweder ihre Abteilungen aufgelöst, sind in anderen Vereinen aufgegangen oder kicken in unteren Ligen. Man kann diesen Schwund als Verlust von Vielfalt bedauern oder ihn als eindrucksvolles Zeichen werten, welch große Entwicklung der Frauenfußball in den letzten dreißig Jahren genommen hat. Aus einer oft rührend provinziellen Randsportart ist Spitzensport geworden, statt auf rumpeligen Dorfsportplätzen wird inzwischen in richtigen Fußballstadien gespielt. Waren die Spielerinnen damals blutige Amateure, so können inzwischen viele gut vom Fußballspielen leben; das durchschnittliche Bundesliga-Gehalt betrug im letzten Jahr 38766 Euro. Und war 1990 der FC Bayern der einzige Klub, der auch bei den Männern in der Bundesliga kickte, sind es…

1 Min.
best of liveticker

Beide Mannschaften wie ein verbittertes Ehepaar beim 24.Weihnachten. Schenken sich wirklich nichts. Dortmund – Gladbach 2:1 | 13. Flutlicht-Probleme in Bochum, ein kompletter Mast fällt aus. Mit den elf Bayern-Spielern also insgesamt schon der 12. Totalausfall in dieser Partie! Bochum – Bayern 1:2 | 47. Die Ereignisse überschlagen sich schneller als Neymar nach einem herkömmlichen Zweikampf. Bochum – Bayern 1:2 | 90. + 1 Aber klar, für Schalke geht es natürlich auch darum, noch möglichst viele Punkte zu sammeln, bevor Clemens Tönnies’ Sperre abgelaufen ist. Schalke – Dortmund 0:0 | 52. Buschi und Loddar begrüßen uns so, wie ein deutsches Mittvierziger Ehepaar den Schottlandurlaub auf Facebook präsentiert: Grinsend und im schicken beigen Funktionsjacken-Partnerlook. Union – Hertha | 1:0 | 18:23 Uhr Kleine Erkenntnis zwischendurch. Ich kenne mehr Menschen als Leverkusen-Fans, die: - noch Telefonzellen benutzen. - tatsächlich irgendwas von Peter…

2 Min.
einlaufsenioren

Wenn immer mehr Senioren aus den Stadien verschwinden, ist es an den Vereinen, die ältesten Fans wieder mehr mit einzubeziehen. Das dachte sich zumindest der VfB Oldenburg und tauschte beim Regionalligaderby gegen den SSV Jeddeloh II die Einlaufkinder aus – statt Nachwuchskickern begleitete eine Rentnergruppe die Teams auf den Rasen. In der fußballverrückten Seniorenresidenz im nahen Garrel verfolgten die Bewohner schon länger die Oldenburger Spiele, für ihren großen Tag gründeten sie eigens einen Fanklub. Dora Weise, eine Initiatorin des Fanklubs, kommt aus einer fußballbegeisterten Familie: „Mein Vater und ich sind früher zu jedem Spiel in Oberfranken gefahren. Jetzt hatte ich die Möglichkeit, in meinem Alter sogar noch einmal bei einer Profipartie mit einzulaufen. Eine tolle Idee“, sagt die 80-Jährige. Das Alter der anderen Senioren variiert zwischen 70 und 90 Jahren,…

1 Min.
meine traumelf

Würde es nur um die Qualität gehen, würde bei mir links hinten Roberto Carlos auflaufen. Und in der Mitte, neben Niklas Süle, noch Virgil van Dijk. Aber als Trainer war ich nun mal weder bei Real Madrid noch bei Liverpool. Wobei ich, zumindest was Liverpool angeht, recht gut im Thema bin. Weil ich mir wegen Roberto viele Spiele anschaue und er mich auch mal zu sich eingeladen hat. Als ich nach Hoffenheim kam, saß er nur auf der Tribüne, es hieß, er könne keinen Abstiegskampf. Aber das war Quatsch. Ihn musste ich nur von der Leine lassen. –Wenn man sich beim Merchandising des FC Arsenal gefragt haben sollte, zu welcher Gelegenheit wohl der rote Gunners-Bademantel getragen wird, gab es im Stadion die Antwort: als wärmende Jacke bei Minustemperaturen. –In Brasilien wird…

3 Min.
„mein banner hängt bei thomas tuchel im büro“

Uwe Hardy Hufenbach, wissen Sie eigentlich, dass Sie ständig in den Medien auftauchen? Ich bekomme gelegentlich von Freunden und Bekannten den Hinweis, dass sie mich im Fernsehen, im Internet oder in einem Printprodukt gesehen haben. Ich weiß, dass Bilder von mir schon im „Focus“ und im „Kicker“, im „Stern“ und in der „Times“ waren. Sie sind so allgegenwärtig, weil Sie immer Schilder mit Botschaften hochhalten. Wann fing das an? Ich glaube, es war um 2013. Ich habe ein Grafikbüro, deswegen kann ich die Banner selbst herstellen. Inzwischen mache ich zu fast jedem Heimspiel zwei Schilder mit Motivationsmotiven, lustigen Aussagen oder witzigen Illustrationen. Das Ganze ist aber keine Werbeaktion, oder? Nein, ich mache das nur aus Liebe zum Fußball und zum Verein. Meine Frau sagt immer, ich wäre verrückt, aber mir macht das…