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AD (D)AD (D)

AD (D) AD Choice 2018

Stil leben! AD ARCHITECTURAL DIGEST ist das Premium-Magazin für Architektur, Wohndesign und Lebensart im deutschsprachigen Raum. Jede Ausgabe fasziniert durch ihr hohes Maß an Qualität und Originalität mit beeindruckenden Bildern und excellent recherchierten Geschichten. Anspruchsvolle Architektur, luxuriöses Interieur, intelligente Wohnkonzepte – zur Vielfalt von AD gehört der ganze Themenkosmos moderner Lebensart. Von Design und Einrichtung über Kunst, Uhren und Schmuck, Autos und Yachten bis zum Reisen – AD informiert, berät und unterhält den anspruchsvollen Leser.

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
Conde Nast Verlag GmbH
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10 Ausgaben

IN DIESER AUSGABE

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editorial

AD-Chefredakteur Oliver Jahn an einem der verwunschensten Orte Münchens: Im späteren Olympiapark baute der russische Eremit Timofei Wassiljewitsch Prochorow, genannt Väterchen Timofei, aus Trümmerschutt eine kleine Kirche, heute bekannt als die Ost-West-Friedenskirche. Auch so eine Geschichte. Man kann es auch übertreiben. Henri de Toulouse-Lautrec jedenfalls, der Maler, war einmal bei Henry van de Velde zu Hause in Brüssel zum Essen eingeladen. In dessen Haus Bloemenwerf war nichts dem Zufall überlassen – die Kleider der Hausherrin waren auf die Farben des Esszimmers abgestimmt, auch die Teller und Speisen waren einer strengen Harmonie unterworfen. Was allerdings nicht durchweg gelang, denn Irritationen wie gelbe Eidotter oder rote Bohnen auf violetten Platten ließen sich nicht ganz vermeiden. Überhaupt, so Toulouse-Lautrec, sei die farbliche Abstimmung deutlich auf Kosten der guten Küche gegangen. Eigentlich…

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aus zeit

Die Dachterrasse mit Pool ist für alle Bewohner von La Muralla Roja frei zugänglich. (Fotos Gregori Civera) Dem Himmel so nah: Schießschartengleich rahmen tiefblaue Wände Ausblicke aufs Meer. „Anfang der Siebziger, als wir La Muralla Roja bauten, träumten wir den Traum von der sozialen Revolution.“ Ricardo Bofill Re. S.: Die Treppen bilden ein elaboriertes Wegenetz, für das M. C. Eschers unmögliche Architekturen Pate standen – das expressive Element der Anlage in kräftigem Rosa. Architekt Ricardo Bofill legte Wert auf die gemeinschaftliche Erfahrung der Anlage – und gestaltete diese als labyrinthischen Komplex, der sich einer allzu systematischen Erschließung verweigert. Nach dem richtigen Weg sollten Besucher ruhig ein wenig suchen müssen. Nur wenigen Apartment-Anlagen sind je Gedichte gewidmet worden. Womöglich bloß dieser einen: der Muralla…

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preußisch-russland

Über die Potsdamer Kolonie wacht die 1829 geweihte Gedächtniskirche . Ein Denkmal der Erinnerung sollte Alexandrowka werden. Friedrich Wilhelm III. gründete die Siedlung 1826, um die Bande der Freundschaft zum verstorbenen Zaren zu zelebrieren – und verpflanzte zwölf russische Soldaten in die Potsdamer Kolonie. Höchstselbst feilte der König an den ersten Plänen der Anlage, die Peter Joseph Lenné in nur zwei Wochen zeichnete, und erfand den hippodromförmigen Grundriss, den ein Andreaskreuz zerteilt. Paarweise stehen sich acht Höfe gegenüber, vier weitere an den Rundungen der Ellipse, mit weitem Grund für jeden. Doch Obacht, hier ist nicht alles Holz, was glänzt: Der Blockbau ist Bretterverschalung auf Fachwerk, die Balkone sind reine Zierde und sogar manche Türen bloße Kulisse. Hinein ins russische Herz geht's – bis heute – an der Seite. ■…

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wo kirschrot auf mint knallt

Einst galt der Victorian Writing Room als meistfotografierter Raum der USA. Der Kamin bildete für Draper das Herz eines jeden Interieurs. Dorothy Draper (1889–1969) …ist „für das Interiordesign, was Chanel für die Mode war“. Mit diesen Worten beschreibt Carleton Varney seine Mentorin, deren erstes offizielles Interiorbüro er 1963 übernahm. Mit schockierenden Farbkontrasten, ausschweifenden Stuckdekorationen und wildem Mustermix revolutionierte Draper nicht nur die Innenausstattung berühmter Hotels und Museen, mit ihrer Zeitungskolumne veränderte sie auch das Designverständnis amerikanischer Vorstadt-Haushalte. beherzte Exotik im Boutique-Bereich und im Spa des „Greenbrier“. The Greenbrier“ im beschaulichen White Sulphur Springs besitzt alle Zutaten einer Hotel-Legende: Tradition (unter den Gästen, die seit 1778 hier logierten, sind 27 US-Präsidenten), Geschichte (während des Kalten Kriegs diente es als streng geheimer Rückzugsort des Kongresses) und viel Drama. Letzteres…

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die weiße garage des kapitals

Beinahe hätten seine Gegner gesiegt. Selbst Kaiser Franz Joseph I. zogen sie auf ihre Seite. Zeitweilig nahmen die Versuche, Otto Wagner am Bauen zu hindern, die Züge eines Kulturkampfes an. Doch der Entwurf für das neue Hauptgebäude des „kaiserlich-königlichen Postsparcassen-Amts“, den der Wiener Architekt im April 1903 in einem viel beachteten Wettbewerb eingereicht hatte, erwies sich als so überragend, dass man einfach nicht an ihm vorbeikam.„In den Protokollen der Jury ist jeder Schritt vermerkt, nur nicht, wann und warum die Entscheidung für Wagner gefallen ist. Der Kaiser wollte ihn definitiv nicht an der Ringstraße bauen lassen, also entschied er sich wohl, ihm dieses Grundstück in der zweiten Reihe zu überlassen“, vermutet Monika Wenzl-Bachmayer. Als Gründerin und bis 2013 Leiterin des in der Postsparkasse ansässigen Museums Wagner:Werk ist sie mit…

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das haus ist die party

Buntes Gebautes: Die „Cholets“ des 1971 geborenen Freddy Mamani verhelfen der Architektur in seiner Heimatstadt El Alto zu neuem Selbstbewusstsein – mit Fassaden Interiors (die Decke eines Tanzsaals) wie aus einem Computerspiel. Eine Kritikerin nannte seinen Stil einmal „psychedelischen Barock“. An die 60 Wohnund Geschäftshäuser hat Freddy Mamani in den letzten Jahren in seiner Heimatstadt El Alto gebaut. Bei den meisten handelt es sich um „Cholets“, eine Umdeutung des Begriffs Chalet. In Cholets gehen die Dinge gern drunter und drüber, zum Baukonzept gehören Läden im Erdgeschoss, Tanzsäle und Restaurants im ersten Stock und darüber Wohnungen. Die Vielstimmigkeit der Nutzung spiegelt sich in den Fassaden. Als habe Mamani bekannte Architekturdetails in einen Teilchenbeschleuniger gesteckt, finden sich dort expressionistische Formen und Neonfarben im Überfluss. Weil er dabei auf traditionelle…

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