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AD (D)AD (D)

AD (D) Dezember 2016 - Januar 2017

Stil leben! AD ARCHITECTURAL DIGEST ist das Premium-Magazin für Architektur, Wohndesign und Lebensart im deutschsprachigen Raum. Jede Ausgabe fasziniert durch ihr hohes Maß an Qualität und Originalität mit beeindruckenden Bildern und excellent recherchierten Geschichten. Anspruchsvolle Architektur, luxuriöses Interieur, intelligente Wohnkonzepte – zur Vielfalt von AD gehört der ganze Themenkosmos moderner Lebensart. Von Design und Einrichtung über Kunst, Uhren und Schmuck, Autos und Yachten bis zum Reisen – AD informiert, berät und unterhält den anspruchsvollen Leser.

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
Conde Nast Verlag GmbH
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10 Ausgaben

IN DIESER AUSGABE

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editorial

„Es ist beglückend zu erleben, wie lustvoll im Augenblick eine jüngere Generation von Kennern und Liebhabern die Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts wiederentdeckt.“ Johan Christian Clausen Dahl liebte den Himmel. Unzählige Male hat der aus Norwegen stammende Künstler am Fenster seiner Dresdner Dachwohnung gesessen, hinausgeschaut und die Wolken gemalt. Die eilig vorüberziehenden Gebilde am Himmel mit vehementem Malauftrag quasi in Echtzeit festzuhalten lag im wahrsten Wortsinne in der Luft in den 1820er Jahren, als sie alle den Kopf in den Nacken legten und malten, was sie sahen. Auch das Mondlicht hatte es Dahl angetan, wie man auf der nächtlichen Ölskizze (o.) sehen kann, die der wetterfühlige Maler 1839 auf der Durchreise in Swinemünde angefertigt hat und die das Berliner Auktionshaus Grisebach am 30.November im Rahmen seiner hochkarätig bestückten Jubiläums-Auktionen zum 30. Geburtstag anbieten…

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ad stellt vor

Mona Bergers Seit September unterstützt du das Stil-Ressort als Assistentin. Wie darf man sich das vorstellen? Es ist sehr vielfältig, jeder Tag bringt etwas Neues. Ich helfe den Redakteuren bei Recherchen und Anfragen, außerdem packe ich gerade bei der Organisation des AD Awards mit an. Und wo warst du vorher? Ich habe erst in München und Paris Kommunikation und Psychologie studiert und danach einen Master in „Fashion Studies“ in Stockholm gemacht. Und dabei die Welt bereist. Wie unterscheidet sich die Modebranche von der Designszene? Die Modewelt empfinde ich als viel schnelllebiger. Im Designbereich werden die Entscheidungen für längere Zeit getroffen. Meinen Eames Chair habe ich ja auch für die Ewigkeit gekauft. Andrew Montgomery hatte es eilig. In einer einzigen Morgenstunde fotografierte er den Park von Ven House in Somerset. „Diese Verzauberung, die nur der Frost bewirkt, war wie…

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stil

Schneelandschaft bei 900º Die Emailleschalen von Jungmö Kwon und Yunjin Kim für Haäms „Ancient Age“-Serie muten an, als überflöge man im Winter den Krater des Hallasan, Südkoreas höchsten Berg. Die Korpusse sind aus Kupfer, Tombak oder Silber gefertigt, die pittoresken Gletscherspalten resultieren aus Spannungsrissen während des Brennvorgangs. Weiße Weihnacht garantiert! RK In 50 verschiedenen Farben, haam-by.com Hinter einer Wand aus Samt Selbstredend wäre es Sünde, India Mahdavis Möbelentwürfe zu verstecken (li. sitzt die Pariser Designerin auf ihrem „Jelly Pea“-Sofa neben dem Tisch-Trio „Flower“). Und doch braucht es in großen Räumen eben manchmal eine etwas intimere Situation. Vorzügliche Rückzugsmöglichkeiten bietet Mahdavis 180 Zentimeter hoher Paravent „Eclipse“ aus vier Messingpaneelen, deren Elipsen und Kreise mit Samt bezogen sind und so auch die Raumakustik dämpfen. Da wir nun ganz unter uns sind, hier noch –…

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talente

Sayar & Garibeh „Ein bisschen Chaos stiften“ wollten die beiden, als sie ihr Studio in Beirut gründeten und: „herumexperimentieren!“. Etwa damit, den Bruchteil einer Sekunde einzufrieren. Ihre „Droop“-Leuchte (o.) ist von dem Moment inspiriert, „bevor eine Seifenblase platzt und sich im Nichts auflöst“. Während des Blasprozesses manipulieren Stephanie Sayar und Charbel Garibeh das noch weiche Glas durch Druck auf einen Marmorblock, der danach als Stütze dient. Experiment gelungen. sayargaribeh.com Charlotte Juillard Wo besser den Stein des Anstoßes finden – als in einem Steinbruch. Dort, am Fuße des Vesuv, fand Charlotte Juillard die Inspiration für ihre Lavastone-Kollektion (oben Spiegel und Daybed mit Rubelli-Samt): „Ich wollte das rohe Material auf eine weibliche, poetische Art inszenieren.“ charlottejuillard.com Joogii Juliette Mutzke-Felippelli und Diogo Felippelli haben geschafft, woran die meisten scheitern: Sie haben Musik materialisiert. Ihre French Touch Collection (o.…

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neue schreibweise

Hieronymus. Eine leise Stimme im Kopf erinnert an Dürers berühmten Kupferstich „Der heilige Hieronymus im Gehäus“ oder an Hieronymus Bosch. Ein Name wie ein Versprechen oder ein Geheimnis, das gewichtig nachhallt. Treffender kann man ein Unternehmen, das sich der Papeterie und dem geschriebenen Wort widmet, kaum nennen. Doch keine Spur von verstaubtem Ritual oder verschnörkelter Altväter Sitte. Hieronymus zäumt das Pferd von hinten auf. Statt um Legenden geht es dem Schweizer Unternehmen um Innovation, um die Neuentdeckung von Papier, die Wiederfindung des Schreibens und um den mentalen und physischen Raum, in dem Kreativität entsteht. Gerade einmal sechs Jahre ist es her, dass die „Unternehmung Hieronymus“ entstand: „Nicht trotz, sondern als Parallele zur Digitalisierung! Auf Papier zu schreiben oder zu zeichnen ist doch die unmittelbare Verbindung zwischen Kopf, Hand und Idee,…

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coco – am anfang war das wort

Bücher“, vertraut Coco Chanel dem Schriftsteller Paul Morand an, „waren meine besten Freunde.“ Von Kindheit an liest sie, träumt sich in eine andere Welt. Aber anders als Madame Bovary, die tragische Heldin aus Flauberts großem Frauenroman, scheitert Chanel nicht an der Wirklichkeit – sie ersinnt ihr Leben neu, macht sich zur Heldin ihrer eigenen Geschichte. Gabrielle Chasnel ist das Kind eines Hausierers, die Mutter stirbt an Tuberkulose. Mit elf kommt sie ins Kloster nach Aubazine, wird von Nonnen erzogen, strenge Frauen in schwarzen Gewändern, vor deren Allmacht sie verstummt. Zunächst. Denn ihre Fantasie lässt kein Glück, keine Kränkung unkommentiert. Jahre später, längst hat sie es von der Tingeltangel-Sängerin zur Taktgeberin der Mode geschafft, eine Meisterin der Sublimierung, wird das „kleine Schwarze“, zu ihrem Markenzeichen, zum Inbegriff des Chic. Und zum…

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