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 / Kunst & Architektur
AD (D)

AD (D) Oktober 2018

Stil leben! AD ARCHITECTURAL DIGEST ist das Premium-Magazin für Architektur, Wohndesign und Lebensart im deutschsprachigen Raum. Jede Ausgabe fasziniert durch ihr hohes Maß an Qualität und Originalität mit beeindruckenden Bildern und excellent recherchierten Geschichten. Anspruchsvolle Architektur, luxuriöses Interieur, intelligente Wohnkonzepte – zur Vielfalt von AD gehört der ganze Themenkosmos moderner Lebensart. Von Design und Einrichtung über Kunst, Uhren und Schmuck, Autos und Yachten bis zum Reisen – AD informiert, berät und unterhält den anspruchsvollen Leser.

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
Condé Nast Germany GmbH
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10 Ausgaben

IN DIESER AUSGABE

2 Min.
editorial

„Das Bauhaus wird 100! Spazieren Sie mit uns durch die Werkstätten und Meisterhäuser von heute.“ Ob Walter Gropius sich die Augen reiben würde? Spitz zulaufende Ecken, facettierte Erker, asymmetrisch abgeschrägte Fensteröffnungen, mit Schimmerfliesen belegte Fassaden, innen ein Vexierspiel stürzender Linien und waghalsiger Sichtachsen. Nein, kühl zurückgenommene Bauhaus-Kubaturen hatte Daniel Libeskind bei der Konzeption seines Sapphire sicher nicht im Sinn, des ersten Wohnhauses, das der New Yorker Architekt in Berlin realisiert hat. Wie schroffes Basaltgestein türmt sich die scharfkantige Wohnskulptur gegenüber der BND-Zentrale an der Chausseestraße auf, wie ein unbezwingbares Gebirge, hoch oben reckt sich das wuchtige Eck des Penthouse selbstbewusst dem Himmel entgegen. Innen dominieren brauner Marmor und beiger Travertin die Böden, die Wände in mattblaues Indigo getaucht (oben und ab S. 180). Mittendrin eine sieben Meter hohe Wohnhalle, mehr Bühne als…

1 Min.
das ding

Sand strahlte diesen Körper! Die massiven Blöcke des „Dune Stool One“ aus Fichte erhalten ihre markanten Rundungen per Sandstrahlverfahren, das die natürliche Abrasion durch Wind und Wetter imitiert. Dabei tritt der weiche Teil des Holzes zurück und betont die Jahresringe. Die mollige vierteilige Kollektion (zwei Stühle, ein Hocker, eine Bank) ist die Abschlussarbeit der Designerin Lisa Ertel. Preis auf Anfrage. lisaertel.com Foto: Jens Utzt/Studio Condé Nast Produktion Ralph Stieglitz Foto Jens Utzt…

2 Min.
wer, wie, was?

Vier Fragen an … Marion von Osten Sie sind Kuratorin der Ausstellungsreihe „Bauhaus Imaginista“. Was wollen Sie uns zeigen? Es geht darum, die Moderne wieder als eine internationale Bewegung zu verstehen. Das Bauhaus war ein Teil davon. Welches Projekt außerhalb Europas finden Sie in diesem Kontext am spannendsten? Eine Privatschule in Tokio. Sie wurde von dem Architekten und Autor Renshichiro Kawakita gegründet und war von 1931 bis 1936 aktiv. Ihr liebstes Bauhaus-Exponat? Das Farblichtspiel von Kurt Schwerdtfeger aus dem Jahr 1922. Wohin reist die Ausstellung als Nächstes? Nach Moskau und von dort nach São Paulo, bevor sie 2019 nach Berlin kommt und dann nach Bern wandert. Ausstellungen und Festivals 2019 Januar „Reflex Bauhaus. 40 Objects – 5 Conversations“, Die Neue Sammlung, München, 1.1.–31.12. dnstdm.de 100 Jahre Bauhaus: „Eröffnungsfestival“, Akademie der Künste, Berlin, 16.1.–24.1. bauhaus100.de „Kandinsky, Kerkovius, Klee &Co. Bauhaus-Künstler aus der Sammlung des Osthaus Museums…

2 Min.
…im bauhausjahr 2019

Pilgerfahrten zu den Orten der Bauhaus-Moderne …lassen sich, sachkundig angeleitet, mit dem „Bauhaus Reisebuch“ (Prestel, 304 Seiten, 19,95 Euro) planen. Ambitionierte Pläne hat auch der Bauhaus-Verbund 2019: Die „Grand Tour der Moderne“ geleitet an 100 Bauhaus-Orte wie Otto Protts Weingut Kreutzenberger (oben) in Kindenheim von 1929/30. Demnächst mehr unter: grandtourdermoderne.de Zeit des Aufbruchs Das Bauhaus war das Versuchslabor, die Praxis fand unterdessen in Frankfurt statt – und ergriff dort nicht nur das avantgardistisch gesinnte Hochbauamt und die Kunstschule. Selbst die Großbäckerei Ost Hafen geriet in den Sog des radikal Neuen, rechts der Entwurf für eine Reklameuhr von Werner Epstein, um 1927. „Moderne am Main 1923–1933“ im MAK zeigt den rasanten Weg von der Großstadtutopie zur gebauten, umfassend gestalteten Wirklichkeit. 19.1.–14.4.2019 museumangewandtekunst.de Vor der Stunde null Die Moderne fing mit dem Bauhaus an? Falsch, beweist das Bröhan-Museum in…

1 Min.
ad stellt vor

Ulrich Clewing ist ein begeisterungsfähiger Mensch. Ob privat (der Autor wurde gerade von einer Liebe zur Anagama-Keramik gepackt) oder beruflich: „Eine solche Best of Germany-Ausgabe habe ich noch nicht erlebt!“ – so unterschiedlich waren seine Aufträge. Für diese AD interviewte er zwei kunstfertige Teppichmacherinnen, besuchte eine Berliner Bronze-Institution, sprach mit einem Meister der Farbkombinationen und schwärmte für ein virtuos von Annabelle Selldorf neu gestaltetes Mehrgenerationenhaus in Köln. „Und zwar weil jede Generation etwas hinterlässt, womit die nächste umgehen darf. Ein Konzept, das vieles bewahrt und dann neu umsetzt. Wirklich smart!“ Genau wie Clewings Blick darauf. Die Sylt-Reisenden hatten weitaus mehr zu lachen, als das strenge, retroflämische Gruppenporträt rechts nahelegen könnte. Autorin Sally Fuls (vorne links), Fotografin Janne Peters und Photo Director Ralph Stieglitz (hinten stehend) besuchten ein von Interiordesigner Patrick Batek (vorne rechts)…

1 Min.
ästhetische hintertreppe

Ein neues Bauhaus in zehn Werkstätten: Wir läuten das Jubiläumsjahr 2019 mit einer Tour durch die Disziplinen ein, in freier Orientierung an der wegweisenden Gestaltungsschule, aber stets auf einer Stufe mit den Meistern von heute. Baulehre, Tischlerei, Metallwerkstatt – was ist geworden aus der neuen Einheit von Kunst und Technik? Ein Best of Germany der Macher auf der Freitreppe des Stils (o. imaginiert Oskar Schlemmer die „Bauhaustreppe“ in Dessau, 1932). Fotos: © Digital Image, The Museum of Modern Art, New York/Scala, Florence/Oskar Schlemmer (1888–1943): „Bauhaus Stairway“, 1932. New York, Museum of Modern Art (MoMA). Oil on canvas, 162,3x114,3 cm. Gift of Philip Johnson, 597.1942…