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AD (D)AD (D)

AD (D) September 2016

Stil leben! AD ARCHITECTURAL DIGEST ist das Premium-Magazin für Architektur, Wohndesign und Lebensart im deutschsprachigen Raum. Jede Ausgabe fasziniert durch ihr hohes Maß an Qualität und Originalität mit beeindruckenden Bildern und excellent recherchierten Geschichten. Anspruchsvolle Architektur, luxuriöses Interieur, intelligente Wohnkonzepte – zur Vielfalt von AD gehört der ganze Themenkosmos moderner Lebensart. Von Design und Einrichtung über Kunst, Uhren und Schmuck, Autos und Yachten bis zum Reisen – AD informiert, berät und unterhält den anspruchsvollen Leser.

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
Conde Nast Verlag GmbH
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10 Ausgaben

IN DIESER AUSGABE

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editorial

„,Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.‘ Friedrich Schiller hat mit dieser Sentenz den Glutkern der Kreativität benannt: Im regelbefreiten Ausprobieren entsteht Kultur.“ Im Jahr 1738 stellte der französische Maler Jean Siméon Chardin zusammen mit einigen anderen Werken auch das Porträt eines kleinen Jungen aus, der mit konzentriertem Blick an einem Schreibpult steht. Feder, Bücher und Papier hat er allerdings beiseite geschoben, vielmehr gilt seine ganze Aufmerksamkeit einem kleinen Gegenstand. Statt sich mit den pflichtgemäßen Aufgaben seiner Erziehung zu beschäftigen, ist der Junge gebannt von einem kleinen Kreisel, der sich auf der freien Platte dreht. „Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt“, sollte Friedrich Schiller Ende desselben Jahrhunderts in seinen Briefen über…

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ad stellt vor

Ragnar Schmuck Was war besonders bei Ihrem Fotoshooting für unser Extraheft Bad? Mein Studio hatte sich in einen Blätterwald verwandelt. Das kommt zwar auf den Bildern nicht so rüber, aber wo man nur hinschaute, waren Pflanzen. Haben Sie so eine grüne Produktion zuvor schon mal erlebt? Nein, normalerweise laufen sie sehr technisch ab, ohne Seerosen und Lotosblumen. Es herrschte eine spezielle Atmosphäre, klappte aber reibungslos. Würden Sie gerne ein Stück behalten? Das Marmor-Ei. Wenn ich das entsprechende Haus dazu hätte. Extraheft Bad Laura Weißmüller hatte schon vor dem Interview mit dem 91-jährigen Harry Gesner ein Faible für alte Menschen. „Er war wehmütig, dass er nicht mehr surfen kann.“ Die Architekturkritikerin der „Süddeutschen Zeitung“ würde gerne in eines von Gesners Häuser einziehen. „Sie sehen aus wie Vogelnester.“ S. 90 Karin Kohlberg brach vorzeitig das üppige Crew-Frühstück beim Shooting im New Yorker…

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neuheiten

Sprühfarbe aufs Bouquet Mit Spray gefärbte Blumen? Plastik zu Pfingstrosen? Wem sich jetzt die Nackenhaare sträuben, dem sei der florale Designer Joan Xapelli Bornay ans Herz gelegt, der vor nichts zurückschreckt, um schwelgerische Gebinde (li.) zu schaffen. Liebstes Stilmittel: die Sukkulente Graptopetalum, skulptural im bunten Strauß. US bornay.ws Die Halbedelsteine an den Griffen des Bestecks „Meteorite“ von Roberto Baciocchi (S. 162) fallen zwar nicht vom Himmel, machen sein Design (hier mit Amazonit) aber überirdisch schön. FW nilufar.com West-östlicher Zauber Paravents setzen ein Spiel aus Verbergen und Offenbaren in Gang. Vielleicht der Grund, warum Coco Chanel sie so leidenschaftlich sammelte. Nun haben die britischen Tapisserie-Künstler von de Gournay Chanels berühmte „Coromandel“-Screens (antike Lackarbeiten aus China) reproduziert: Auf Edo-Xuan-Reispapier und unter Lack schillert ein handgemaltes Kaleidoskop aus Pfauen, Phönixen und Päonien. „Coco Coromandel“ ist ein Modell…

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zeugen der zeit

Schwärmerei: Mit über 60 Jahren zieht George Nelsons „Flock of Butterflies“ aus Aluminium (61 cm) immer noch alle Blicke auf sich, 699 Euro. vitra.com Spiel, Satz, Sieg! Der springende Punkt auf der „Dotty Clock“ von Alessi ist nicht der Ball, sondern die Zeitangabe. Auch in Weiß und Türkis, 80 Euro. alessi.com Sternstunde: Normann Copenhagens „Watch Me“ aus Aluminium, jetzt auch in Petrol, 48 Euro. normann-copenhagen.com Es ist fünf vor zwölf! Die „Qlocktwo“ von Biegert & Funk zeigt die Uhrzeit in Worten an (22 Sprachen möglich) . Diverse Farben, 1185 Euro. FW qlocktwo.com…

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stahlrohrstuhl

Bis zur Erfindung des Stahlrohrstuhls im frühen 20.Jahrhundert ist der Stuhl ein (hölzernes) Sitzmöbel mit festem Aufbau: Vier Beine tragen eine Sitzfläche, wobei meist das hintere Paar in die Rückenlehne übergeht. Das Stahlrohr schafft plötzlich neue architektonische Möglichkeiten, die Statik des Sitzens zu definieren. Bei den Bauhaus-Freischwingern etwa lastet das Körpergewicht nur noch auf den vorderen Trägern. Für „Ming’s Heart“ (li., ab 2750 Euro) von Poltrona Frau geht der Taiwanese Shi-Chieh Lu einen dritten, extrem grafischen Weg, der an den Brückenbau erinnert. Die lederne Sitzschale hängt schwebend an Arm- und Rückenlehnen, entfernt verwandt dem „Hardoy“ bzw. „Fledermausstuhl“ der Fünfziger. Dessen Nachteil, den Hintern à la longue zu strapazieren, umgehen die maestri della pelle mit bestem Sattelleder – und einer unsichtbaren Schicht Polyurethan. poltronafrau.com…

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talente

Avo: Brit Kleinman „denkt mit den Händen“. Und weil sich die beim Berühren kalter Kacheln grämen, entwarf die New Yorkerin eine Kollektion Wandfliesen – aus handgefärbtem Leder. „Die Details eines Interiors sollten miteinander sprechen. Sonores Leder macht daraus eine warme, leise Konversation.“ avoavo.com mpgmb Gefragt nach ihrem Arbeitsstil, antworten Marie-Pier Guilmain (u. re.) und Maud Beauchamp: „intuitiv“. Für ihr Stoneware-Set hieß das, „die Form so simpel und elegant wie möglich zu halten“, wodurch die tiefschwarze Glasur umso mehr glühen kann. Die Kanadierinnen wollten „die Einfachheit des Moments feiern, in dem man mit Freunden eine Tasse Tee trinkt“. Well done, Bauchgefühl. mpgmb.com Vera Panichewskaja Mein erster Entwurf war ein Schwein aus Pappmaché. Es war blau mit weißen Blümchen und hatte zwei starrende Augen. Das ist 25 Jahre her – und ich liebe es noch immer. Meine…

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