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 / Kunst & Architektur
art Magazin

art Magazin

02/2020

ART ist Europas größtes Kunstmagazin und Marktführer im Segment der Kunstzeitschriften. Dabei vereint das Magazin die wichtigsten Highlights aus dem klassischen Kunstbereich mit jungen, zeitgenössischen Themen aus Fotografie, Design und Videokunst und führt kompetent durch das aktuelle Kunstangebot. ART inspiriert und versteht Kunst als wichtigen Anreger in unserer Gesellschaft. Die Grenzen der aktuellen Kunst zu Mode, Design, Musik und Architektur sind fließend.

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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12 Ausgaben

IN DIESER AUSGABE

2 Min.
die smarten spielverderber von margate

LIEBE LESERIN, LIEBER LESER, als der große Coup gelungen war, offenbarten sich die vier Verschwörer Helen Cammock, Oscar Murillo, Tai Shani und Lawrence Abu Hamdan dem »Guardian«: Es sei ein »considered hijack« gewesen, sagte Cammock der Reporterin, eine »wohlüberlegte Geiselnahme« also. Die Nominierten zum Turner-Preis 2019, der am 3. Dezember verliehen wurde, hatten der Jury vorgeschlagen, sie nicht als Konkurrenten, sondern als Kollektiv zu betrachten. Keiner will sich erinnern können, wer die Idee zum Streik der Gladiatoren bei diesen glanzvollsten Kunstkampfspielen der Neuzeit zuerst äußerte. Aber sie mag gleich in der Luft gelegen haben, als sich die vier dezidiert politischen Künstler in diesem krisengeschüttelten Sommer im Museum des englischen Bades Margate zum ersten Mal trafen: Abu Hamdan, der die Hölle eines syrischen Foltergefängnisses aus den Erinnerungen Inhaftierter rekonstruiert. Shani, die sich…

4 Min.
betreff: art

Dass es zum Küchengespräch mit der Ärztin und Künstlerin Tine Biermann kam, ist einem glücklichen Zufall zu verdanken: Als ART- Redakteurin Barbara Hein eines späten Abends im November auf Facebook surfte, entdeckte sie die Einladung zu Tines allererster Kunstausstellung in einer Hamburger Galerie. Die Ex-Frau von Wolf Biermann hält ihr Leben seit Jahrzehnten in Textilcollagen fest, die ein faszinierender Fall von Outsider Art sind. Lesen Sie das Porträt dieser sehr privaten Frau, die von sich aus nie die Öffentlichkeit gesucht hätte (ab Seite 84)! Als ART-Redakteurin Ute Thon den Szenenbildner Uli Hanisch in Berlin besuchte, war sie zunächst ziemlich irritiert. Hanisch ist verantwortlich für den Look von Babylon Berlin, der erfolgreichen TV-Serie über das wilde Leben im Berlin der zwanziger Jahre. An den Wänden seines Büros in einer ehemaligen Schule in…

2 Min.
bilder+themen des monats

Hüter einer gescheiterten Zukunft Wie ein versteinertes Iglu leuchtet dieser Betonbau im Mondlicht des Nachthimmels über Nordmazedonien. Es ist ein Spomenik, ein unter Tito in den siebziger Jahren erbautes Denkmal für gefallene jugoslawische Partisanen. Diese damals zuhauf errichteten Skulpturen sind die vielleicht irrsten Zeugnisse des sozialistischen Brutalismus. Seit dem Ende der Republik 1991 verfallen die ehemals vor Stolz strotzenden Wallfahrtsorte allerdings unaufhaltsam. Der deutsche Fotograf Laurin Schmidt, 36, ist nicht der Erste, der die Spomeniks als dankbare Motive entdeckt, aber seine bisher unveröffentlichte Serie Titos versteinerte Utopie (2019) ist mit Sicherheit eine der schönsten. Digital-Entschlackung Zu viel Instagram, zu viel Facebook, exzessives Online-Shopping, nächtliche Ebay-Schnäppchenjagd – unserem Digitalkonsum sind keine Grenzen gesetzt. Das Internet kennt weder Öffnungszeiten noch Feiertage, es ist immer da, immer verfügbar und außerordentlich verführerisch. Die in Los Angeles lebende…

3 Min.
kunst für eine bessere welt

Als Claudia Andujar 1971 zum ersten Mal das Volk der Yanomami im brasilianischen Amazonas-Dschungel besuchte, konnte sie noch nicht ahnen, hier ihre Lebensaufgabe gefunden zu haben. Eigentlich wollte sie nur für die brasilianische Zeitschrift »Realidade« eine Fotoreportage über das von der Außenwelt isolierte indigene Volk im Grenzgebiet zu Venezuela machen. Wegen ihrer künstlerischen Herangehensweise war Andujar allerdings seinerzeit schon eine international gefragte Fotoreporterin. In den USA hatte die gebürtige Schweizerin für die »New York Times« und das MOMA gearbeitet, bevor sie 1955 nach São Paulo zog. Aus dem Besuch wurde mehr als nur eine Auftragsarbeit. Andujar war fasziniert von der Lebensweise der Yanomami. Und gleichzeitig zeigte sie sich erschüttert: Bergarbeiter und Holzfäller bedrohten die Ureinwohner und ihren Regenwald mithilfe der brasilianischen Militärdiktatur, die eine Überlandstraße durch den Amazonas schlagen wollte. Es…

2 Min.
kunst aus dem off

Zwei kleine Kreise sind mit weißer Kreide auf eine schwarze Tafel gezeichnet – einer als Ring, der andere ist ausgemalt. Auf letzteren deutet ein Pfeil mit der Beschriftung: »ceci est un point NOIR« (dies ist ein SCHWARZER Punkt). Das Merkwürdige: Der Punkt ist weiß ausgemalt. »BLANC«, also WEISS, steht wiederum unter dem Kringel, dessen Inneres eindeutig schwarz ist. Seltsam. Unweigerlich fühlt man sich an René Magrittes berühmtes Bild erinnert, das eine Pfeife mit dem Schriftzug Ceci n’est pas une pipe (Dies ist keine Pfeife) zeigt. Geht es um Wahrnehmungspsychologie? Um die Differenz zwischen Zeichen und Bezeichnetem? Die Fotografie stammt aus der Serie Do Not Erase, für die die US-Amerikanerin Jessica Wynne beschriftete Tafeln in Universitäten rund um die Welt fotografiert hat. Professoren und Dozenten haben hier ihre Gedankengänge illustriert – mal…

3 Min.
aktuell überschätzt

Die jüngere Kunstgeschichte kennt viele Künstlerinnen und Künstler, in deren Werk Wände und Mauern eine Rolle spielen. Da ist der österreichisch-US-amerikanische Bildhauer Erwin Hauer, der in den fünfziger Jahren mit durchbrochenen reliefartig-modularen Wänden, Architectural Screens, bekannt wurde. Die Wände filterten das Licht und machten Räume zu Lichtbehältnissen. Institutionskritisch gewendet findet sich das Thema Mauer Ende der sechziger Jahre beim US-Konzeptkünstler Michael Asher. Er ließ die Ausstellungswände des SAN FRANCISCO ART INSTITUTE leer und arrangierte sie stattdessen zu einer elf Meter langen Wand, die den Raum in zwei Abschnitte teilte. So machte er die Ausstellungsinfrastruktur selbst zum inhaltlichen Objekt der Betrachtung. Ein paar Jahre später wiederum ließ Asher die Trennwand zwischen dem Ausstellungsraum und dem Büro einer privaten Galerie entfernen, um den weihevollen White Cube zu entmystifizieren. Die Schweizer Künstlerin Heidi Bucher,…