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art Magazinart Magazin

art Magazin

06/2019

ART ist Europas größtes Kunstmagazin und Marktführer im Segment der Kunstzeitschriften. Dabei vereint das Magazin die wichtigsten Highlights aus dem klassischen Kunstbereich mit jungen, zeitgenössischen Themen aus Fotografie, Design und Videokunst und führt kompetent durch das aktuelle Kunstangebot. ART inspiriert und versteht Kunst als wichtigen Anreger in unserer Gesellschaft. Die Grenzen der aktuellen Kunst zu Mode, Design, Musik und Architektur sind fließend.

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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12 Ausgaben

IN DIESER AUSGABE

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dinge sind dinge, menschen sind menschen

Ende der Geschichte: Angela Merkel hat sich von Emil Noldes Bild »Brecher« (1936) verabschiedet TIM SOMMER, CHEFREDAKTEUR chefredaktion@art-magazin.de Andere Erbstücke aus Nazizeiten bleiben in Gebrauch: ehemaliges Reichsluftfahrtministerium und das Olympiastadion von 1936 in Berlin LIEBE LESERIN, LIEBER LESER, vermutlich kam die Anfrage dem Kanzleramt ganz gelegen: Für die Ausstellung »Emil Nolde – Eine deutsche Legende. Der Künstler im Nationalsozialismus« im HAMBURGER BAHNHOF (Kritik auf Seite 115) erbat sich die Berliner STIFTUNG PREUSSISCHER KULTURBESITZ das Gemälde Brecher von 1936 zurück, das als Leihgabe über der Sofaecke im Büro der Kanzlerin hing. Mitsamt dem Nolde-Blumenbild hinterm Besprechungstisch wurde die gemalte Woge abgehängt und soll nie wiederkehren. Die Schau, kuratiert von Bernhard Fulda, Christian Ring und Aya Soika, hatte erstmals vollen Zugang zu den lange gesperrten persönlichen Archiven Noldes und zeigt…

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betreff: art

Tiefe Einblicke in die Zukunft: Tanja Beuthien, Achim Hochdörfer, Tim Sommer (von oben nach unten) Galerist Rudolf Zwirner, Autorin Dagrun Hintze, Künstlerin Clemencia Labin und Sammler Rene S. Spiegelberger mit ihren Lieblingsshirts Eine Uraufführung in eigener Sache feierten wir im April auf der ART COLOGNE. An gleich zwei Ständen präsentierten wir nicht nur unser Heft, sondern verkauften ausnahmsweise selbst Kunst. In den Messehallen am Rhein konnten wir die ersten sechs Motive der artShirts vorstellen. Und das Interesse war groß: Sammler und Künstler, Galeristen und Kunstbegeisterte besuchten unsere kleinen, feinen ART-Boutiquen. Sie stöberten, probierten an, fragten nach. Einige waren sofort begeistert, andere mussten noch gewonnen werden. Aber am Ende waren fast alle überzeugt, dass 50 Euro ein verdammt guter Preis ist für ein exklusives, handgedrucktes Künstlershirt, mit dessen Kauf man…

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»es war eine sensation«

ART-Chefredakteur Tim Sommer würdigte die Arbeit der Kuratoren in digitalen Zeiten Der Auktionssaal im neuen Haus von VAN HAM bot den Rahmen für über 100 Gäste aus dem Kunstbetrieb Die Laudatorin: ART-Korrespondentin Almuth Spiegler berichtete vom Glück, 30 Bruegel-Gemälde zusammen in einem Museum zu sehen Alice Hoppe-Harnoncourt, wissenschaftliche Mitarbeiterin am KHM Wien, und Sabine Pénot, Kuratorin am KHM, mit der Preisskulptur des Künstlers Kai Schiemenz Nach der Verleihung: Der Kurator Markus Müller (rechts) im Gespräch mit Ralf Schlüter, stellv. Chefredakteur ART Schon zum vierten Mal perfekte Gastgeber: Karin und Markus Eisenbeis, Renate Goldmann von VAN HAM Als der ART-KURATORENPREIS vor vier Jahren ins Leben gerufen wurde, hatte die Redaktion sich eines auf die Fahnen geschrieben: Nicht nur das geläufige, an Thesen und Tendenzen der Gegenwartskunst orientierte Kuratieren sollte gewürdigt…

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radar

Rauchzeichen über dem SaarlandRoter Rauch quillt aus grauem Schlot in blauen Himmel. Man kann es sich schon denken: Der Qualm ist Kunst! Urheber ist der spanische Künstler SpY, der auf Werke mit Signalwirkung spezialisiert ist. In seiner bizarr verschlungenen, rostenden, rohen Industrieschönheit ist das ehemalige größte saarländische Eisenwerk der ideale Ort für die URBAN-ART-BIENNALE, die dort gerade zum fünften Mal stattfindet. Bis 3. November sind auf 100 000 Quadratmetern 120 internationale Urban-und Street-Art-Werke zu sehen und zum ersten Mal auch Performances. Die VÖLKLINGER HÜTTE wurde 1873 gegründet, 1986 stillgelegt und 1994 Weltkulturerbe. Häkelzwillinge Schauen Sie genau hin! Links sehen Sie Raija mit ihrem Hund, und rechts sehen Sie Raija mit ihrem Hund – Letztere als verblüffend perfekt getroffene Häkelskulptur. Raija wurde von ihrer Nachbarin, der 38-jährigen finnischen Künstlerin Liisa…

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kunst aus dem off

Originalzustand der Statuette, so wie Balthasar Permoser sie 1724 eigens zur Präsentation der Smaragd-stufe geschaffen hatte Die Smaragdstufe von 1581: mit 16 aus einer kolumbianischen Smaragdmine stammenden Steinen besetzter Brocken Einbruchsichere Vitrinen, Alarmanlagen, Kameras, Wachpersonal und eine Sicherheitsschleuse: Das HISTORISCHE GRÜNE GEWÖLBE zu Dresden gleicht einem Hochsicherheitstrakt. Warum also ist eines der kostbarsten Stücke seit April nicht mehr an seinem Platz? Der sogenannte Mohr mit Smaragdstufe strahlt wie damals, als ihn wohl Balthasar Permoser, Hofbildhauer Augusts des Starken, aus Birnbaumholz schnitzte. Seit 1724 trägt die Statuette auf ihren Armen ein funkelndes Wunderwerk der Natur. Der Natur?Die Smaragdstufe aus Rohedelsteinen, die angeblich genau so in einer kolumbianischen Mine gefunden wurde, gelangte 1581 als Geschenk von Kaiser Rudolf II. an den sächsischen Hof. Doch seit April fehlt das Kleinod. Schlagzeilen hat…

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aktuell überschätzt

Ganz gewöhnlicher Abfall. Oder liegt irgendwo da drin ein Bild eines erfolgreichen Künstlers? Der Müll? Überschätzt? Gehört der Müll nicht zu den wenigen Dingen im Leben, die von Überschätzung nun wirklich nicht betroffen sind? Die Antwort lautet: im Prinzip ja – aber nicht, wenn es um den Müll von Künstlern geht!Als Begründer der modernen »Müllologie« gilt der US-amerikanische Schriftsteller und Aktivist A. J. Weberman. Der hatte Ende der sechziger Jahre eine Obsession mit dem Werk und der Person des Sängers Bob Dylan entwickelt. Er studierte jedes Wort in den verrät-selten Texten des Songpoeten und suchte darin nach versteckten Hinweisen. Seine Überzeugung war, dass hinter der poetischen Fassade der Lyrics handfeste Wahrheiten über Krankheiten, Liebschaften und Suchtprobleme des Sängers versteckt waren.Um Belege für seine Thesen zu finden, untersuchte Weberman systematisch…

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