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BaumeisterBaumeister

Baumeister

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BAUMEISTER stellt die komplexe Arbeitswelt von Architekten dar und zeigt Architektur in ihrer ganzen Emotionalität und Faszination. Spannendste Architekturprojekte, herausragende Innenarchitektur und Designinnovationen sowie Interviews mit den wichtigsten Köpfen der Branche. In vor Ort recherchierten Reportagen und exklusiven Essays werden die zentralen Fragen der Architekturwelt thematisiert.

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
Georg D.W. Callwey GmbH & Co. KG
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12 Ausgaben

IN DIESER AUSGABE

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editorial

Auf unserem Coverfoto tummeln sich Mitglieder der Bühnenwerkstatt auf dem Dach des Bauhauses. Die Fotografie (oben das Original) aus dem Jahr 1928 stammt wohl von Irene Bayer, der Entwurf der Figurinen von Oskar Schlemmer. Das Bild wurde von uns nachkoloriert, um die Szene in die Gegenwart zu versetzen. Jurysitzungen gehören zum Standardrepertoire dessen, was man als Architekturjournalist zu leisten hat. Das Schöne: Mitunter lernt man bei ihnen etwas über die Gesellschaft, in der man lebt und in der Architektur entsteht. Gestern begutachteten wir bei uns im Verlag die diesjährigen „Häuser des Jahres“. Wer gewonnen hat, verrate ich natürlich noch nicht. Aber ich verrate Ihnen etwas anderes: dass nämlich wieder massenhaft Villen eingereicht wurden, die mit weißen Fassaden und opulenten Fensterfronten einen Anklang an eine „Bauhaus-Ästhetik“ nehmen…

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ein bild

Wer kennt sie nicht, die raumplastischen Figurinen des Triadischen Balletts, visionäre Verkörperungen der neuen Bauhaus-Menschen der Maschinenära? Das „Totale Tanz Theater“ verpasst dem Werk von Schlemmer und Gropius ein digitales Upgrade und reimaginiert das maschinenmenschliche Tanzerlebnis innerhalb einer virtuell-immersiven Installation. In der Choreografie von Richard Siegal verschmelzen Tanz, Musik, Kostümdesign und Bühnenbild mit digitaler Technologie zu einem interaktiven Erlebnis. Mehrere User können gleichzeitig in den virtuellen Raum der Installation eintauchen. In der realen Welt werden sie von einem Gaze-Ring umfasst, auf dessen Oberfläche das Spiel mit der „Tanzmaschine“ projiziert wird. Wo ist es zu sehen? Informationen finden Sie hier: www.dastotaletanztheater.com …

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real existierendes bauhaus

BAUMEISTER: Frau Kirsten-Collein, Ihr Vater, der ehemalige DDR-Stadtplaner Edmund Collein, und Ihre Mutter, Lotte Gerson-Collein, studierten Architektur am Bauhaus. In diesem Kontext taucht der Name Ihres Vaters häufig in Verbindung mit dem Medium der Fotografie auf. Wie kam es dazu? URSULA KIRSTEN-COLLEIN: Mir scheint es so, als würden insbesondere fotografische Arbeiten mit dem Namen Collein verbunden, da es keine überlieferten Entwürfe oder Gegenstände von meinen Eltern gibt. In all den Büchern sehe ich auch immer wieder dieselben Fotografien abgelichtet. Wenn es hochkommt, dann sind es Fotografien von Arbeiten aus dem Vorkurs, aber sonst ist es meistens das gleiche Bild [siehe Seite 12: Studierende in den Materialschränken des Bauateliers Gropius, um 1927]. Ich habe die Fotografie am Bauhaus immer so verstanden, dass man neben dem eigentlichen Hauptstrang,…

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ursula kirsten-collein

ist die Tochter des ehemaligen Bauhausstudenten und DDR-Stadtplaners Edmund Collein sowie der ehemaligen Bauhausstudentin Lotte Gerson-Collein. Sie wurde 1932 in Wien geboren und studierte in Berlin klassischen Tanz bei Tatjana Gsovsky, die sie 1950 in das Ballett der Staatsoper Berlin engagierte. Von 1953 bis 58 absolvierte sie ihr Studium am choreografischen Institut im heutigen St. Petersburg. Nach der Rückkehr nach Berlin wirkte sie als Solistin, Trainingsmeisterin und Repetitorin an der Staatsoper Unter den Linden und war als Pädagogin für den Aufbau der Staatlichen Ballettschule Berlin maßgeblich verantwortlich. …

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im postfaktischen bauhaus

Neulich in Deutschland, wir erinnern uns: Ein öffentlich-rechtlicher Fernsehkanal nutzte Räume des weltweit bekannten und zur Architekturikone gewordenen Bauhausgebäudes in Dessau für die Übertragung von Musikveranstaltungen. Als ein Konzert der Band „Feine Sahne Fischfilet“ anstand, verlangte die Leitung der Stiftung Bauhaus Dessau, das Konzert abzusagen. Der Grund wurde auf irritierende Weise kommuniziert und noch irritierender begründet. Die Bedrohung durch Agitatoren von rechts war durchaus real. Die Sorge davor schien zunächst die Ursache zu sein, die das Konzert platzen ließ. Dann wurde nachgeladen: Man wolle „politischen Extremisten“ keine Plattform bieten. Denn der ausgeladenen Band mit ihrer linkspolitischen Gesinnung wurde ein extremistischer Charakter unterstellt. Und dann die Zuspitzung: Das Konzert sollte nicht stattfinden, weil das Bauhaus von jeher ein unpolitischer Ort gewesen sei. Letztere Darstellung wurde zugegebenermaßen von der Stiftung…

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augsburger moderne

Das senkrechte, überraumhohe Fenster am Eingang konnte erst mit dem Wiederaufbau nach einer Brandbombe und neuen technischen Möglichkeiten in der heutigen Form umgesetzt werden. Der weiße Fassadenanstrich und die rot gestrichenen Fenster und Eingangstür stehen im bewussten Kontrast zu den Jugendstilfassaden in der Umgebung. Lichtdurchflutet öffnet sich der Eingangsbereich für den Besucher, der als Verteiler für die privaten Wohnräume sowie das Architekturbüro diente. Auf der Rückseite (siehe auch Seite 20) öffnet sich der kubische Baukörper mit einem verglasten Erker, der zugleich einen Zugang zum Garten schafft. Als Zeitzeugen dienen nicht nur die noch existierenden Pläne, sondern auch punktuelle Überprüfungen der gut erhaltenen Bausubstanz. Das Rundfenster im obersten Geschoss setzt nicht nur einen symbolischen Schlusspunkt im Haus. …

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