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BaumeisterBaumeister

Baumeister

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BAUMEISTER stellt die komplexe Arbeitswelt von Architekten dar und zeigt Architektur in ihrer ganzen Emotionalität und Faszination. Spannendste Architekturprojekte, herausragende Innenarchitektur und Designinnovationen sowie Interviews mit den wichtigsten Köpfen der Branche. In vor Ort recherchierten Reportagen und exklusiven Essays werden die zentralen Fragen der Architekturwelt thematisiert.

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
Georg D.W. Callwey GmbH & Co. KG
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12 Ausgaben

IN DIESER AUSGABE

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editorial

La France, Frankreich, der alte Nachbar, das uns Deutschen vielleicht nicht „verwandteste“, aber wohl doch das uns am nächsten stehende Land in Europa. Immer wieder denken wir als Deutsche über unseren Nachbarn nach sowie über jenes ominöse „deutsch-französische Verhältnis“, das es wahlweise zu intensivieren, zu kitten oder zu hinterfragen gilt. Auch wir als Baumeister haben schon immer viel über Frankreich publiziert. Explizit ein „Frankreich-Heft“ aber haben wir schon lange nicht mehr gemacht. Warum jetzt? Weil wir den Eindruck haben, dass sich in Frankreich architektonisch derzeit viel tut. Ein Eindruck, den Philip Ursprung mit uns teilt. In seinem Essay erläutert er präzise, weshalb Frankreich momentan eine Architektur hervorbringt, die sehr gut in unsere Zeit passt. Diese Zeit ist turbulent. Alte Modelle des Wohlfahrtsstaates werden abgebaut oder erscheinen manchem von uns auch als…

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ein bild

Wer dieses Jahr die Kunstbiennale in Venedig besucht, sollte sich auch auf den Weg nach Murano machen. Dort werden in einer aufgegebenen Glasbläserei gläserne Kunstwerke von vielen internationalen zeitgenössischen Künstlern wie Ai Weiwei, Tony Cragg, Erwin Wurm oder Thomas Schütte ausgestellt. Die Schau mit dem Namen „Glasstress“ wird seit 2009 jeweils parallel zur Kunstbiennale gezeigt. Ziel des Organisators Adriano Berengo ist es, die traditionelle Kunst der Glasbläserei auf Murano zeitgemäß zu präsentieren. Dieses Jahr wird das zehnjährige Jubiläum der Veranstaltung gefeiert, daher beauftragte Berengo gleich zwei Kuratoren: einerseits den brasilianischen Künstler Vik Muniz – hier waren die Künstler aufgefordert, Glas für die räumliche Wahrnehmung neu zu bestimmen. Andererseits den Belgier Koen Vanmelchelen, der bemerkenswerte Arbeiten aus den vorherigen Ausstellungen versammelt. Die Künstler haben sich teilweise zum ersten Mal mit dem Werkstoff…

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bruch mit der tradition

Die Geschichte von NP2F beginnt im Süden Frankreichs: Nicolas Guerin und Paul Maître-Devallon sind seit ihrer Kindheit in Marseille befreundet. Auch Fabrice Long und François Chas kennen sich aus dem Sandkasten, wachsen aber in Nizza auf. Ihre Wege kreuzen sich an der École d‘architecture in Marseille, wo alle vier ihr Studium beginnen, das sie 2006 an der École nationale supérieure d‘architecture in Paris-Malaquais beenden. Ihre ersten Sporen verdienen sie sich in verschiedenen Büros: Paul bei AUC und Herzog & de Meuron, Nicolas bei Lacaton & Vassal, Fabrice und François bei AUC und Nicolas Michelin. Bald ist ihnen klar, dass sie sich selbstständig machen wollen, und 2009 gründen sie ihr eigenes Büro. Dabei sind die zukünftigen Nutzer ihrer Bauten so etwas wie der gemeinsame Nenner, auf den sich alle vier Büropartner einigen…

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ich bin ein weiblicher brandlhuber

BAUMEISTER: Ihr Büro nennt sich „laboratory for art and architecture“. Woher kommt dieser Name? HEIKE HANADA: Das hat damit zu tun, dass ich sowohl als Künstlerin als auch Architektin arbeite. Nach meinem Studium ging ich nach Japan und begann dort, Kunstprojekte umzusetzen – unter anderem in Zusammenarbeit mit Tatsuo Miyajima, einem japanischen Künstler, der damals ein soziales Kunstprojekt realisierte, an dem ich mit mehreren Workshops beteiligt war. B: Warum sind Sie nach Japan gegangen? H H : Nach dem Diplom hatte ich ein Forschungsstipendium für Tokio beantragt. An der Universität von Tokio habe ich dann viereinhalb Jahre geforscht, um zu untersuchen, wie die natürliche Topografie unser räumliches Denken beeinflusst. Dabei ging es auch um den Vergleich von sakralen Räumen in Japan und Zentraleuropa, die jeweils unterschiedlich topografisch verortet sind. B : Wie kam der…

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der ort

Schwieriger Ort: Das neue Bauhausmuseum grenzt unter anderem an das sogenannte Gauforum – ein Gebäude aus der NS-Zeit. Die Architektin wählte bewusst eine monumentale Geste in Form eines hoch-rechteckigen Baukörpers, der im neoklassizistischen Gewand daherkommt. Den Geländeversprung zum angrenzenden Weimarhallenpark nutzt der Bau, indem sich die Cafeteria im Untergeschoss zum Park hin öffnet. Für das Gebäude gab es viel Kritik von der Presse – unter anderem für seine monumentale Geste, aber auch für die geschlossenen Fassaden. Mehr über das Bauhausmuseum in Weimar erfahren Sie in dieser Baumeisterausgabe:…

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so ziale infra struk tur

„Sie sind Architekt, oder?”, fragt ein Mädchen mit dicker Lesebrille in der Lobby. Die Frage ist natürlich rhetorisch, denn sie wartet erst gar nicht ab, ob ich darauf antworte. Stattdessen schnappt sie sich einen Zettel, um eine Adresse darauf zu notieren. „Wenn Sie sich für die Architektur unseres Viertels interessieren, würde ich Ihnen auch das Kulturzentrum Ken Saro-Wiwa empfehlen, es ist zwar nicht so schön wie unser Haus, liegt aber nur fünf Minuten zu Fuß entfernt“, sagt sie dann. Dass man aufgrund von Verhalten und Kleidung meinen Beruf errät, ist mir schon oft passiert. Was mich aber überrascht, ist von einem Teenager auf ein Kulturzentrum an der Peripherie von Paris angesprochen zu werden – der dann auch noch voller Stolz über die Architektur doziert. Pariser Durcheinander Die Zahl der Menschen, die werktags an…

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