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BaumeisterBaumeister

Baumeister 3/19

BAUMEISTER stellt die komplexe Arbeitswelt von Architekten dar und zeigt Architektur in ihrer ganzen Emotionalität und Faszination. Spannendste Architekturprojekte, herausragende Innenarchitektur und Designinnovationen sowie Interviews mit den wichtigsten Köpfen der Branche. In vor Ort recherchierten Reportagen und exklusiven Essays werden die zentralen Fragen der Architekturwelt thematisiert.

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
Georg D.W. Callwey GmbH & Co. KG
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12 Ausgaben

IN DIESER AUSGABE

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editorial

Wie Sie sehen, geschätzte Leserinnen und Leser, sehen Sie nicht viel. Auf unserem Titel, meine ich. Zumindest sehen Sie weder ein symbolträchtiges Gebäude noch einen opulent fotografierten Stararchitekten. Beides nämlich gibt es in dieser Ausgabe auch nicht zu zeigen. Um junge Architekten in Europa soll es gehen. Und da haben wir den Salat. Das Thema Europa lässt sich nämlich nicht mit einem Symbolbau zusammenfassen, der die Vitalität des Kontinents und die Stärke der europäischen Idee repräsentieren könnte. Das ist ja auch das Problem der europäischen „Hauptstadt“ Brüssel: Architektonisch herausragend sind die Gebäude der EU dort eben nicht. Und das Thema Stararchitekt? Das ist die zweite Leerstelle: Es gibt ihn nämlich nicht unter den ganz jungen Architekten. Nicht nur führen die Nachwuchsbaumeister keine Großbüros und pflegen keine Dauerpräsenz in der Publikumspresse. Darüber…

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ein bild

Konfetti in der Luft, große Fahnen und barocke Kirchenarchitektur im Mittelmeerlicht – das kann ja eigentlich nur eine religiöse Veranstaltung in Südeuropa sein. Schaut man allerdings genauer hin, merkt man, dass da irgendwas nicht stimmt. Die Heiligen auf den Fahnen zum Beispiel: Am Fuß der Heiligenfigur ganz links sitzt ein Affe. Die Heiligenfigur in der Mitte hat eine blaue Haut. Und die ganz rechts? Hat ein Bananenblatt in der Hand. Eine klassische Prozession ist das wohl eher nicht. Aber was soll es sonst sein? Ganz einfach: Kunst! Für die Eröffnung der Kunstbiennale Manifesta hat die Mailänderin Matilde Cassani letzten Sommer eine Performance in Palermo inszeniert. Inspiriert vom Fest der heiligen Rosalia, der Stadtpatronin, interpretierte die Architektin die Tradition der katholischen Straßenfeste neu. Palermo, das seit jeher ein Schmelztiegel der Kulturen ist, beherbergt heute…

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europa bauen

Architekten sind seit jeher Grenzüberschreiter. Das zeigt sich nicht nur an dem ein oder anderen spektakulären Gebäude, sondern auch am geografischen Tätigkeitsfeld: Architekten arbeiten dort, wo es etwas zu bauen gibt, das ist schon seit den Bauhütten des Mittelalters so. Damals war man noch sehr weit entfernt von einem Europa der offenen Grenzen und des kulturellen Austauschs – Dinge, die für uns heute selbstverständlich geworden sind. Allerdings war diese Idee seit Gründung der Europäischen Union im Jahr 1992 selten so in Gefahr wie heute. Aber was bedeutet das für die Architektur? Was bewegt eine junge europäische Architektengeneration, die mit Erasmus und der Möglichkeit, international zu arbeiten, aufgewachsen ist? Auf den folgenden Seiten zeigen wir, wie junge Architekturbüros den Möglichkeitsraum Europa für sich interpretieren, und porträtieren Institutionen oder Vereine, die sich…

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dhooge & meganck, be

BAUMEISTER: Wie kam es zu eurer Bürogründung? DAVID DHOOGE: Die ersten Jahre nach meinem Abschluss habe ich zusammen mit Jo Taillieu von De Vylder Vinck Taillieu in einem Büro gearbeitet, das Stéphane Beel und Xaveer De Geyter kurzzeitig führten. Danach war ich dann zwölf Jahre lang bei Stéphane Beel. Dort war ich einer der leitenden Projektarchitekten und habe eine Menge großer Projekte betreut, zum Beispiel einen großmaßstäblichen Masterplan für die alten Hafenanlagen in Ghent mit über 400 Wohneinheiten. Mittlerweile hatte Saar ein eigenes Büro, deshalb saß ich zwischen zwei Stühlen. SAAR MEGANCK: Als David für Xaveer De Geyter und Stéphane Beel arbeitete, haben wir schon ein paar kleinere Projekte zusammen gemacht. Dabei haben wir gemerkt, dass unsere Zusammenarbeit zu interessanten Ergebnissen führen kann. Nach ein paar Jahren haben wir dann entschieden, unser…

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senffabrik ( 2018 )

Eine Fabrik für Senf, saure Gurken, eingelegtes Gemüse und Essig im Kirchenformat: die sogenannte „Contemporary Abbey for the production of mustard, pickles, pickled vegetables and vinegar“. Die Anordnung des Volumens folgt dabei dem vertikalen Produktionsprozess. Das „Hauptschiff“ der Kirche beinhaltet zum Beispiel die Silos mit den Senfkörnern. Aufgrund der Hygienevorschriften ist das Gebäude in eine „Hygiene“- und eine „Nicht-Hygienezone“ unterteilt. Eine Treppe in Form einer Doppelhelix dient als Haupterschließung, die dieser Unterteilung folgt und beide Bereiche zoniert. Der Produktionsprozess findet dabei nicht als hermetisch abgeschlossener Vorgang statt, sondern kann bei der Begehung des Gebäudes unmittelbar erlebt werden. Vor der Senffabrik befindet sich ein kreisrunder Platz, der sich am Wenderadius der Lkws orientiert, die Fassade mit Gesims ist mit Betonplatten verkleidet. Die Architekten ließen sich beim Entwurf von Claude-Nicolas Ledoux und…

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set architects, it

Seit fast zwei Jahren haben Set Architects jetzt eine eigene Adresse: In einem achtgeschossigen Wohnturm aus den 1970er-Jahren im Norden von Rom haben sie eine kleine Wohnung gemietet, die als Atelier und Arbeitsplatz dient. Die Wohnung gehört einem Bekannten, mit dem sich Lorenzo Catena, Onorato di Manno und Andrea Tanci die ehemaligen Wohnräume teilen. Dadurch bleiben die Mietkosten überschaubar für das junge Büro. Die enge Küche dient als Besprechungsraum. Dort sitzen sie und schwärmen von ihren Anfängen, die eigentlich noch gar nicht so lange zurückliegen: 2017 und nach zwei Wettbewerbsgewinnen fühlte sich das Trio bereit, den entscheidenden Schritt zu tun. Ein Denkmal in Bologna und ein Pavillon in Mailand hatten für mediale Aufmerksamkeit gesorgt, was dazu führte, dass sie von heute auf morgen zu allerlei Workshops und Vorträgen eingeladen oder mit…

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