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Capital

10/2019

"CAPITAL erzählt Wirtschaft aus überraschenden, ungeahnten Perspektiven und versteht Wirtschaft nicht als nationale Angelegenheit, sondern immer als ein globales System. CAPITAL sieht und erklärt das große Ganze und setzt dabei auf ein ästhetisch anspruchsvolles und elegantes Design mit opulenten, kraftvollen Bildern. CAPITAL bestimmt seit über 50 Jahren den Wirtschaftsjournalismus in Deutschland und hat sich mit dem Relaunch im Mai 2013 zum Ziel gesetzt, Wirtschaft anders zu erzählen. Wirtschaft ist vielschichtiger, komplexer geworden und ist mit allen gesellschaftlichen Bereichen verwoben. Es bedarf einer ganzheitlichen, globalen Perspektive auf Wirtschaft. „Wirtschaft ist Gesellschaft“ heißt das Credo von CAPITAL und ist gleichzeitig ein Versprechen an die Leser. CAPITAL berichtet nicht nur über Wirtschaft, sondern durchdringt Wirtschaft."

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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12 Ausgaben

IN DIESER AUSGABE

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editorial

Vor Kurzem erzählte mir ein Bekannter, er habe Aktien von Apple. „Wann hast du die gekauft?“, fragte ich. „Als das iPhone eingeführt wurde“, antwortete er: „Da dachte ich, das wird mal groß werden.“ – „Und, wie viel? – „Na ja, die sind heute 50 000 Euro wert.“ Bei solchen Geschichten zischt man kurz durch die Zähne und sagt: „Alles richtig gemacht.“ Und überlegt, warum man nicht selbst so vorausschauend war. Manchmal kontert man auch mit einer Geschichte, mit der man ebenso klug und visionär dasteht. Nach dem Motto: Ich habe Aktien von Wirecard. Oder: Ich bin 2009 bei Amazon eingestiegen. Das Phänomen ist, dass wir in der Regel nur die Raketenstorys hören: den Erfolg, den frühen Einstieg, die kluge Wette. Niemand geht mit seinen Deutsche-Bank-Aktien oder dem Einstieg in deutsche Autowerte vor…

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betr. capital

ZUM EDITORIAL ÜBER POLITISCHE ENTSCHEIDUNGEN (08/2019) Noch nie habe ich die Redakteure von Capital so ratlos erlebt. Warten wir also nun auf Trump, Xi, Putin, den Brexit – oder auf unsere eigene, heillos überforderte Politik? Wahrscheinlich sitzen wir aber nur im Warteraum – beim falschen Arzt. Ich werfe den Politikern jedenfalls nicht vor, dass sie nicht handeln, wozu sie ebenso wie die Mehrzahl ihrer Berater fachlich gar nicht in der Lage sind. Tatsächlich sind wir gerade erst dabei zu verstehen, dass die vierte industrielle Revolution die gesellschaftspolitischen Auswirkungen und wirtschaftlichen Folgen stärker prägen wird als jede disruptive Veränderung zuvor. Wenn wir die immensen Chancen der Digitalisierung und KI auch in Deutschland und Europa nutzen wollen, brauchen wir nun dringend einen Masterplan, sowohl für die Umsetzung als auch für eine völlig neue…

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eine milliarde für rocket

Die Berliner Internetholding Rocket Internet zementiert ihren Status als Europas größter Risikokapitalgeber. Nach Informationen von Capital hat das Unternehmen für seinen zweiten Investmentfonds das Zwischenziel von 1 Mrd. Dollar erreicht. Seit 2018 wirbt CEO Oliver Samwer Kapital für den sogenannten Rocket Internet Capital Partners Fund II ein. Er hofft, nun noch weitere 500 Mio. Dollar einsammeln zu können. Anfang 2016 hatte Samwer den ersten Capital-Partners-Fonds im Umfang von 1 Mrd. Dollar aufgelegt. Er investiert stets an der Seite des Rocket-Investment-Arms Global Founders Capital und finanziert weltweit Start-ups in allen denkbaren Branchen. In den vergangenen Jahren hat sich Rocket vom Inkubator zum normalen Risikokapitalinvestor gewandelt – wenn auch zu einem vergleichsweise großen und aktiven. Die Rocket-Holding selbst verfügt bereits über eine prall gefüllte Kriegskasse: 3,6 Mrd. Euro waren es im Juni. Samwer…

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teure rüstungspleite bei der bundeswehr

Die Bundeswehr kämpft mit einer erneuten Rüstungspanne. Wie ein vertraulicher Prüfbericht des Bundesrechnungshofs belegt, haben die neuen Panzerabwehrraketen für den Kampfhubschrauber Tiger massive Defizite. Die Raketen namens PARS 3 LR, von denen die Truppe 680 Stück für 418,8 Mio. Euro bestellt hat, seien „technisch veraltet“ und „wenig treffsicher“, heißt es in dem Bericht vom April, der Capital vorliegt. Daher empfiehlt der Rechnungshof, die Lenkwaffen zu „verwerten“ – also zu verschrotten. Die Entwicklung der sensorgesteuerten Luft-Boden-Rakete geht zurück bis in die 80er-Jahre. Schon vor der Grundsatzentscheidung im Jahr 2006, PARS 3 zu beschaffen, hatte die Prüfbehörde vor den Risiken gewarnt und zum Kauf von Raketen geraten, die es schon auf dem Markt gab. Ihr jüngster Bericht rügt nun, dass das Wehrressort trotz Kritik an PARS 3 aus der Truppe sogar auf eine…

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deutschland digital

GEISTERGARAGE DIE LAGE Abstellflächen für Autos verschlingen viel Platz in den Städten – auch in Parkhäusern. Ein Problem: Es muss immer genug Raum geben, damit Fahrer und Beifahrer auch aus dem Auto aussteigen können. Zwar arbeiten viele Hersteller an autonom fahrenden Autos, die sich enger nebeneinander stellen könnten, sobald der Fahrer ausgestiegen ist. Die Technik ist aber noch lange nicht ausgereift. DAS KONZEPT Der Autozulieferer Bosch hat das Parkhaus des Mercedes­Benz-Museums in Stuttgart so ausgerüstet, dass eine speziell ausgerüstete Flotte von Pilotfahrzeugen darin allein einparken kann. Dabei werden die Autos von Dutzenden im Gebäude verteilten Sensoren geleitet. Nach Angaben der Hersteller lässt sich auf diese Weise 20 Prozent mehr Platz gewinnen. Im Juli 2019 erteilten die Behörden für das System eine offizielle Betriebsgenehmigung. Welche Autos sind denn überhaupt für Ihr System geeignet? Die Fahrzeuge brauchen ein…

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markenmoment

Wenn er wollte, könnte Reinhard Schneider in seinen Flaschen aus recyceltem Plastikmüll sogar Mineralwasser verkaufen – zumindest in den USA, wo auch die strenge Lebensmittelbehörde die neu entwickelten Behälter zugelassen hat. Schneider ist Inhaber der Putzmittelmarke Frosch. Zusammen mit Partnern wie dem Grünen Punkt hat er für seine Produkte die ersten Verpackungen aufgelegt, die zu 100 Prozent aus Altplastik produziert werden, ohne Rohöl. Die Unterschiede zu neuen Kunststoffverpackungen müsse man „mit der Lupe suchen“, sagt der Chef des Familienunternehmens Werner & Mertz, zu dem Frosch gehört. Seit Frosch 1986 seine ersten Putzmittel verkaufte, hat sich die Marke mit Rezepturen aus rein natürlichen Wirkstoffen in der Ökonische positioniert. Anfangs mussten umweltbewusste Kunden noch Abstriche bei der Leistungsfähigkeit hinnehmen. Inzwischen seien die Frosch-Reiniger chemischen Produkten „ebenbürtig“, sagt Schneider. Der Weltmarktführer für Bio-Reinigungsmittel zählt…

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