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Capital

10/2021

"CAPITAL erzählt Wirtschaft aus überraschenden, ungeahnten Perspektiven und versteht Wirtschaft nicht als nationale Angelegenheit, sondern immer als ein globales System. CAPITAL sieht und erklärt das große Ganze und setzt dabei auf ein ästhetisch anspruchsvolles und elegantes Design mit opulenten, kraftvollen Bildern. CAPITAL bestimmt seit über 50 Jahren den Wirtschaftsjournalismus in Deutschland und hat sich mit dem Relaunch im Mai 2013 zum Ziel gesetzt, Wirtschaft anders zu erzählen. Wirtschaft ist vielschichtiger, komplexer geworden und ist mit allen gesellschaftlichen Bereichen verwoben. Es bedarf einer ganzheitlichen, globalen Perspektive auf Wirtschaft. „Wirtschaft ist Gesellschaft“ heißt das Credo von CAPITAL und ist gleichzeitig ein Versprechen an die Leser. CAPITAL berichtet nicht nur über Wirtschaft, sondern durchdringt Wirtschaft."

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
Erscheinungsweise:
Monthly
7,99 €(Inkl. MwSt.)
79,99 €(Inkl. MwSt.)
12 Ausgaben

in dieser ausgabe

3 Min
editorial

Wahlkämpfe und Wahlen sind Prozesse, in denen sich ein Volk verortet. Es entscheidet, ob sich etwas ändern soll oder ob es im Großen und Ganzen so weitergeht. Diese einfache Richtungsentscheidung wird gern überhöht, da geht es um Wenden, Neuanfänge und Aufbruch, um Kontinuität oder eben Stabilität. Wenn Sie das hier lesen, ist der Wahlkampf fast vorbei, die Wahl vielleicht auch, je nachdem, wann Sie dies lesen – die gedruckte Ausgabe von Capital erscheint nur einmal im Monat. Lassen Sie uns noch einmal zurückschauen, um zu verstehen, was vor uns liegt, denn das ist unabhängig von Ergebnissen. Es war ein ganz und gar eigenartiger und widersprüchlicher Wahlkampf, nicht nur, weil zwei von drei Kandidaten nahezu verheizt und verbrannt wurden – und der unwahrscheinlichste von ihnen die erstaunlichste Aufholjagd seit 2002 startete. Vier Paradoxien…

capitalde2110_article_003_01_01
5 Min
betr. capital

ZUM PORTRÄT DES CDU-WIRTSCHAFTSEXPERTEN FRIEDRICH MERZ (09/2021) Der freundliche, überambitionierte Herr ist für so etwas 20 Jahre zu alt. Die Nation braucht unverbrauchte Talente mit weniger sogenannten Beziehungen. Couleur zunächst egal, Hauptsache, innovativ. 40 Jahre schwarze Agonie, unterbrochen von der Ära „Basta“, haben uns in die Mittelmäßigkeit manövriert. BERND FALLDORF, via Facebook ZUM CAPITAL-COVER „WER SOLL DAS BEZAHLEN?“ (09/2021) Das Cover ist der Knaller! CHRISTIAN PROTTE, via Instagram Ein sehr interessantes Titelblatt. Leider finde ich zu diesen Zahlen keine Quellenangaben im Heft. ISABEL HOLZ, per Mail ANTWORT DER REDAKTION: Viele der angegebenen Kosten, etwa für ein mögliches Investitionsprogramm zur Modernisierung der Infrastruktur oder zum Klimaschutz, stammen aus Programmen unterschiedlicher Parteien zur Bundestagswahl und sind sicher nur als grobe Werte zu verstehen. Die Angaben für die Flutkatastrophe orientieren sich an den Beschlüssen der Bundesregierung, ebenso die Kosten für die Coronapandemie.…

capitalde2110_article_006_01_06
2 Min
horrende verluste

Neuer Ärger für die Bahn: Der Staatskonzern gerät unter Druck, weil sich mehr als ein Viertel des Rekordverlustes von 5,7 Mrd. Euro im Coronajahr 2020 nicht allein mit den besonderen Umständen der Pandemie erklären lässt. Im Bereich „Beteiligungen/Sonstige“ gab es einen Verlust von 690 Mio. Euro, den die Bahn mit Kosten für zentrale Dienstleistungen für den Gesamtkonzern erklärt, etwa für Finanzen und Technik. Im Bereich „Sonstige/Konsolidierung“ weist die Bilanz ein Minus von 832 Mio. Euro aus, das durch Umsatzkonsolidierung zwischen den Einzelunternehmen des Konzerns zu erklären sei. In beiden Bereichen sind die Verluste deutlich höher als in den Jahren zuvor. Den Rekordverlust von 5,7 Mrd. Euro im vergangenen Jahr hatte die Bahn bereits im Frühjahr bekannt gegeben und zur Begründung vor allem auf die besonderen Lasten durch die Pandemie verwiesen. Der…

capitalde2110_article_010_01_01
2 Min
tu münchen ist grösste gründerschmiede

Keine andere deutsche Hochschule bringt so viele Gründungen hervor wie die Technische Universität München. 67 der 500 erfolgreichsten deutschen Start-ups haben dort ihren Ursprung, darunter die Softwarefirma Celonis, das HR-Start-up Personio und das Flugtaxi-Unternehmen Lilium. Die TU liegt damit weit vor der LMU München, die mit 52 Startups den zweiten Platz im Ranking der führenden Gründerunis belegt. Auf Rang drei folgt die WHU – Otto Beisheim School of Management mit insgesamt 48 Gründungen. Das zeigt eine Studie der TU München und des Frühphaseninvestors Blockrocket. Gemessen an der Anzahl der Gründungen haben die großen staatlichen Universitäten im Ranking die Nase vorne. Anders verhält es sich bei der Gründungsdichte: Die meisten Start-ups pro 1 000 Studenten bringen in der Regel private Business-Schools hervor. Platz eins belegt hier die WHU, wo auf 1 000…

capitalde2110_article_012_01_01
1 Min
aufbrecher

HANNE HORVATH findet, dass unsere geistige Gesundheit oft zu kurz kommt. Ihr Start-up Hellobetter bietet deshalb psychologische Hilfe per App an DAS PROBLEM Deutschland hat eine Versorgungslücke bei psychischen Erkrankungen. Patienten warten teils drei bis neun Monate auf einen Behandlungsplatz. Viele trauen sich auch erst gar nicht zum Arzt. Die Pandemie hat die Belastung weiter verschärft. DIE LÖSUNG Horvaths Unternehmen Hellobetter entwickelt Onlinekurse gegen Depressionen, Stress, Schlafstörungen und andere psychische Erkrankungen. Übungen per App sollen Betroffenen schnell und niedrigschwellig helfen. Die Idee entstand bei einem Forschungsprojekt an der Universität Lüneburg. Einige Krankenkassen wie Barmer und Allianz übernehmen die Kosten bereits. DER MARKT Hellobetter will sich bis 2022 als „App auf Rezept“ qualifizieren. Rund 73 Millionen gesetzlich Versicherte hätten dann einen Anspruch auf Kostenübernahme der Onlinekurse. Langfristig peilt das Start-up auch die USA und andere Märkte an. Fotos: Florian…

capitalde2110_article_012_02_01
3 Min
markenmoment

1958 Hohes C bringt den ersten trinkfertigen Orangensaft in Flaschen auf den Markt 1985 Der Orangensaft-Absatz wächst – auch dank der neuen Saftpäckchen für unterwegs 2013 Die Linie Hohes C Plus startet: Säfte mit zusätzlichen Vitaminen und Nährstoffen 2021 Hohes C steigt in den boomenden Markt für Vitaminshots ein Zuletzt hat Philipp Hemmer eine Menge Vitamindrinks getrunken – nicht nur privat zum Start in den Tag, sondern auch im Job. Hemmer ist Marketingchef des Saftherstellers Eckes-Granini, der für seine Marke Hohes C zwei neue Getränke entwickelt hat: hochkonzentrierte Fruchtsäfte in kleinen Flaschen, gemeinhin Shots genannt. Im Unternehmen haben sie deshalb viele solcher Drinks getestet – aus dem eigenen Entwicklungslabor und von der Konkurrenz. Seit August sind die neuen Hohes-C-Produkte im Handel. Für die Traditionsmarke sei der Einstieg in den Markt für sogenannte Health-Shots ein „logischer…

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