Capital 02/2021

"CAPITAL erzählt Wirtschaft aus überraschenden, ungeahnten Perspektiven und versteht Wirtschaft nicht als nationale Angelegenheit, sondern immer als ein globales System. CAPITAL sieht und erklärt das große Ganze und setzt dabei auf ein ästhetisch anspruchsvolles und elegantes Design mit opulenten, kraftvollen Bildern. CAPITAL bestimmt seit über 50 Jahren den Wirtschaftsjournalismus in Deutschland und hat sich mit dem Relaunch im Mai 2013 zum Ziel gesetzt, Wirtschaft anders zu erzählen. Wirtschaft ist vielschichtiger, komplexer geworden und ist mit allen gesellschaftlichen Bereichen verwoben. Es bedarf einer ganzheitlichen, globalen Perspektive auf Wirtschaft. „Wirtschaft ist Gesellschaft“ heißt das Credo von CAPITAL und ist gleichzeitig ein Versprechen an die Leser. CAPITAL berichtet nicht nur über Wirtschaft, sondern durchdringt Wirtschaft."

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
Erscheinungsweise:
Monthly
7,99 €(Inkl. MwSt.)
79,99 €(Inkl. MwSt.)
12 Ausgaben

in dieser ausgabe

2 Min
editorial

Vor einigen Jahren gab ich einem Freund einen ungewöhnlichen Rat in Bezug auf sein Depot: „Lass lieber deine Frau das alles machen.“ Ich hatte wiederholt mitbekommen, dass sie einige kluge und gut überlegte Investments getätigt hatte. Der Freund wiederum hatte mir einige genervte Whatsapp-Nachrichten mit Screenshots vom Depot geschickt: Er hatte hier und da etwas gemacht und etwas einem Vermögensverwalter gegeben, der natürlich eine Niete war. Der Freund ist Unternehmer, ihn trieb schon nach wenigen Monaten die Ungeduld, warum sich sein Vermögen nicht so entwickelte wie in den bunten Charts prognostiziert. Das sollte doch jetzt eigentlich langsam mal steigen! Ich weiß nicht, ob mein Rat wirklich gut war und ob er befolgt wurde. In einem Punkt indes bin ich mir sicher: Wir brauchen in unseren Beziehungen eine klare Arbeitsteilung und Transparenz…

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5 Min
betr. capital

ZUM BEITRAG „KRANKES SYSTEM“ ÜBER STEIGENDE BEITRÄGE IN DER PRIVATEN KRANKENVERSICHERUNG (12/2020) Es wird erwähnt, dass man mit dem 55. Lebensjahr in der privaten Krankenversicherung festhängt. Das ist nicht richtig. Es gibt diverse Wege, die da rausführen, auch nach dem 55. Lebensjahr. Einige sind aufwendig und kompliziert. Etwas einfacher ist es, wenn man mit jemandem verheiratet ist, der gesetzlich krankenversichert ist. Mein Mann (57 Jahre und selbstständig mit Gewerbe) und ich waren überrascht, wie einfach und unkompliziert das geklappt hat. Wir hatten die Gunst der Stunde nach einem Geschäftsjahr mit sehr geringen zu versteuernden Einnahmen genutzt. Mein Mann ist jetzt in der Familienversicherung in seinem ersten Jahr komplett bei mir versichert. Jeder Fall ist natürlich individuell. Generell aber ist die Familienversicherung in Deutschland explizit altersunabhängig. K. BEGERT, per E-Mail Hier werden für die…

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2 Min
ant plant expansion

Trotz abgesagtem Börsengang arbeitet der chinesische Techkonzern Ant Financial an einer Expansion nach Europa. Nach Informationen von Capital bereitet das Unternehmen einen europäischen Geldtopf vor, um sich künftig verstärkt an hiesigen Finanz-Start-ups zu beteiligen. Die gut vernetzte Managerin Jasmine Zhang sucht in Berlin nach einem Führungsteam für den Fonds. 100 Mio. Dollar sollen laut Brancheninsidern zusammenkommen, einen Teil werde Ant Financial beisteuern, weitere Gelder sollen von anderen Investoren kommen, heißt es. Im Fokus stehen die Blockchain-Technologie und Fintech-Geschäftsmodelle. Ant Financial galt lange als globaler Tech-Superstar, die Firma hat das äußerst erfolgreiche chinesische Bezahlsystem Alipay entwickelt. Ein Rekordbörsengang über 37 Mrd. Dollar stand im vergangenen Jahr kurz bevor, eine Bewertung von 200 Mrd. Dollar war angepeilt – doch die Behörden stoppten den Börsengang. Vorausgegangen war ein Streit zwischen Jack Ma, der den Onlinehändler…

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2 Min
steigenberger investiert in china

Die Tourismusindustrie weltweit steckt in einer schweren Krise, doch die Hotelkette Deutsche Hospitality, Mutterkonzern von Marken wie Steigenberger und Intercityhotel, forciert einen ambitionierten Wachstumskurs. Allein in Asien werden nach Capital-Informationen in den nächsten Monaten acht neue Hotelkomplexe gebaut. „Auch dort werden wir stark wachsen, sogar mit Luxuskonzepten, die sich in Europa nicht durchsetzen würden“, sagte der neue Unternehmenschef Marcus Bernhardt im Capital-Interview. Zu drei neu geplanten Häusern der Luxusmarke Steigenberger in China kommen zwei Neubauten im mittleren Preissegment sowie drei weitere Luxushäuser in Indien. Deutsche Hospitality ist in beiden Märkten, die eine zunehmend reisefreudige, kaufkräftige Kundschaft verzeichnen, bisher nicht präsent. „Den Weg hat auch unser neuer asiatischer Investor geebnet“, sagte Bernhardt, der Anfang November auf den Chefposten gerückt war. Der chinesische Huazhu-Konzern, mit fast 7 000 Hotels weltweit die Nummer neun der…

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3 Min
markenmoment

Als Michael Ohlendorf vor zwei Jahren zur oberbayerischen Privatmolkerei Bauer kam, stand die Marke vor allem für ein Produkt: den „Großen Bauer“, den das Familienunternehmen in den 70er-Jahren in die Supermärkte gebracht hatte. Rund 130 Millionen der 250-Gramm-Becher verkauft Bauer jedes Jahr – und gehört damit neben Müller, Zott und Ehrmann zu den führenden Joghurtmarken in deutschen Kühlregalen. „Der ,Große Bauer‘ ist unser Flaggschiff“, sagt Ohlendorf. Doch in den vergangenen Jahren seien die Investitionen in die Marke zu kurz gekommen – zumal der in Deutschland rund 1,3 Mrd. Euro große Markt für Fruchtjoghurt von einem harten Preiswettbewerb geprägt ist und jahrelang bestenfalls stagnierte. Nachdem Ohlendorf vom Sojagetränke-Spezialisten Alpro zu Bauer wechselte, gab er eine neue Strategie aus: Das Unternehmen müsse die Marke Bauer mit neuen „Kompetenzen“ jenseits des Geschäfts mit klassischem…

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1 Min
crashkurs

BWL FÜR ALLE „BWL IST MEHR ALS EIN PAAR CASESTUDIES“ B. Schwenker, S. Albers, W. Ballwieser, T. Raffel, B. Weißenberger: Erfolgsfaktor Betriebswirtschaftslehre Burkhard Schwenker und seine vier renommierten Co-Autoren analysieren auf straffen 166 Seiten, was BWL leistet – ohne dabei an Kritik zu sparen. Ihr Tenor: Es braucht bessere Studien- und Lehrbedingungen, neue Methoden und die Einbeziehung von Themen wie Geopolitik, Ethik und Globalisierung. Herr Schwenker, warum braucht die Welt noch ein Buch über BWL? Weil BWL wichtig ist! Unsere Gesellschaft braucht gute Unternehmer, die Innovationen schaffen, und ein unternehmerisches Umfeld, in dem sich Menschen entfalten können. Gute BWL-Fähigkeiten sind dafür eine wichtige Voraussetzung. Im Buch schreiben Sie von „guter“ BWL. Was zeichnet die aus? Exzellenz. Mehr Theorie. Mehr Interdisziplinarität. Weniger Studierende. Relevanz. Und kluge Corporate-Governance-Systeme, die einen Fall wie Wirecard verhindern. Nun gilt BWL manchen gar nicht…

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