Capital 05/2021

"CAPITAL erzählt Wirtschaft aus überraschenden, ungeahnten Perspektiven und versteht Wirtschaft nicht als nationale Angelegenheit, sondern immer als ein globales System. CAPITAL sieht und erklärt das große Ganze und setzt dabei auf ein ästhetisch anspruchsvolles und elegantes Design mit opulenten, kraftvollen Bildern. CAPITAL bestimmt seit über 50 Jahren den Wirtschaftsjournalismus in Deutschland und hat sich mit dem Relaunch im Mai 2013 zum Ziel gesetzt, Wirtschaft anders zu erzählen. Wirtschaft ist vielschichtiger, komplexer geworden und ist mit allen gesellschaftlichen Bereichen verwoben. Es bedarf einer ganzheitlichen, globalen Perspektive auf Wirtschaft. „Wirtschaft ist Gesellschaft“ heißt das Credo von CAPITAL und ist gleichzeitig ein Versprechen an die Leser. CAPITAL berichtet nicht nur über Wirtschaft, sondern durchdringt Wirtschaft."

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
Erscheinungsweise:
Monthly
7,99 €(Inkl. MwSt.)
79,99 €(Inkl. MwSt.)
12 Ausgaben

in dieser ausgabe

2 Min
editorial

Über keine Anlageklasse wurde seit Ausbruch der Pandemie mehr orakelt und philosophiert als über den Immobilienmarkt. Die Aktienmärkte, nun, die waren einfach als Erstes infiziert, erfuhren eine Blitzgenesung und leben seitdem ein wildes, heißes Leben ohne Virus in einer anderen Welt. Die Anleihemärkte blieben, bis auf manche Aussetzer und Eruptionen, langweilig, zuverlässig und machten ihren Job. Gold stieg erst und fiel, Öl fiel stark und stieg dann, der Bitcoin wiederum zieht wilde Kurse wie ein Himmelsschreiber auf Speed. Aber Immobilien! Da werde sich, hieß es bald, viel ändern! Die Preise würden fallen, der Zuzug in Städte stoppen, das Wohnen auf dem Land ganz neu entdeckt. So extrem ist es bei uns nicht gekommen, und dennoch hat sich manches bewegt: Die Menschen hatten viel Zeit zum Nachdenken und sehr viel Zeit zu Hause.…

capitalde2105_article_003_01_01
3 Min
betr. capital

ZU „DIE LANGE LEITUNG DES KREML“ ÜBER DIE GASPIPELINE NORD STREAM 2 (04/2021) Norbert Röttgen hatte recht. Ist die Pipeline erst fertig, ist Deutschland erpressbar, weil wir auf das Gas angewiesen sind. Die Niederlande schalten demnächst ab, Norwegen kann nur begrenzt liefern. Insofern sind wir quasi auf beide Röhren angewiesen, es sei denn, die Energiewende macht einen Sprung nach vorne. Ein Hoffnungsschimmer, aber nur in den verklärten Augen mancher Umweltenthusiasten. CHRISTOPH SCHÖNBERGER, via E-Mail ZUM KOMMENTAR „ES ZÄHLT NUR NOCH EINE ZAHL: 670 000“ ÜBER DIE IMPFSTRATEGIE ( CAPITAL.DE ) Auch wenn es gelingen sollte, 670 000 Personen am Tag zu impfen, finde ich das sehr wenig in einem so großen Land wie Deutschland. Das kleine Dänemark mit knapp sechs Millionen Einwohnern plant ab Mai, 250 000 Personen am Tag zu impfen. Hier zahlt…

capitalde2105_article_006_01_01
5 Min
briefing

START-UPS INVESTMENT IN BLOCKCHAIN Sohn von Dietmar Hopp steigt bei Start-up Immutable Insight ein // Pilotprojekt mit Familienunternehmen Das Grünwalder Blockchain-Startup Immutable Insight erhält ein Millioneninvestment: Neu eingestiegen sind Daniel Hopp und andere nicht genannte deutsche Unternehmerfamilien. Dem Sohn des SAP-Gründers und Milliardärs Dietmar Hopp gehört bisher die Eishockeymannschaft Adler Mannheim. Darüber hinaus investiert der 40-Jährige in Immobilienprojekte und ist an Start-ups wie der Fußball-App Onefootball beteiligt. Sein neuestes Investment, Immutable Insight, setzt zurzeit einen Blockchain-Fonds auf, um die Technologie für mehr professionelle Anleger zugänglich zu machen. Der Fonds soll in den kommenden Wochen starten und bis zu 100 Mio. Euro einsammeln. Zudem arbeitet das Team um Gründerin Katharina Gehra mit Firmen an Blockchain-Projekten. „Ein denkbarer Anwendungsfall ist, dass der Besitzer von einem großen Immobilienportfolio die Häuser durch einen Token handelbar machen kann“, sagt…

capitalde2105_article_010_01_01
3 Min
markenmoment

1970ER-JAHRE Collonil entwickelt ein neuartiges Schuhglanzmittel – unter anderem in Sprayform 1981 Mit der wasserabweisenden Creme „Waterstop“ erobert Collonil den Schuhhandel 2021 Collonil baut ein neues Standbein auf: Pflege für Böden und andere Flächen aus Stein Es gibt nicht viele, für die der neue Hauptstadtflughafen BER bislang ein Erfolg ist. Doch Frank Becker, geschäftsführender Gesellschafter des Schuhpflegespezialisten Collonil, verbindet mit dem pannen- und verlustreichen Airport große Hoffnungen. Denn ausgerechnet aus einer Kooperation mit dem BER entstand ein neuer Geschäftsbereich, der die Abhängigkeit der Traditionsmarke von ihrem kriselnden Stammgeschäft reduzieren könnte. Früher lebte Collonil davon, dass die Schuhverkäufer in den Läden ihren Kunden noch ein paar Zusatzprodukte wie Lederpflege oder Imprägniersprays verkauften. Doch dieses Geschäft schrumpft, und das schon seit Jahren. Im stationären Schuhhandel gebe es „eine wahnsinnige Entlaubung“, sagt Becker. Durch den monatelangen Lockdown…

capitalde2105_article_012_01_03
2 Min
crashkurs

WER BEHERRSCHT DIE WELT? Clyde Prestowitz THE WORLD TURNED UPSIDE DOWN Das Buch liest sich wie eine To-do­Liste für den neuen US-Präsidenten Joe Biden. Clyde Prestowitz, der einst die erste US-Handelsmission in Peking leitete, fordert statt des kleinlichen Handelsgerangels der letzten Jahre eine ausgefeiltere Strategie gegenüber China. Das Weiße Haus müsse deutlich machen, dass die Interessen der USA schwerer wiegen als die der multinationalen Konzerne und Investmentbanken – denn der Kalte Krieg mit der Sowjetunion war nur ein Aufwärmspiel für das jetzt anstehende Hauptmatch. Ein Mustread für 2021. Kishore Mahbubani HAS CHINA WON? Der Wettbewerb zwischen den Supermächten ist noch nicht entschieden, sagt Kishore Mahbubani. Ein überraschender Befund, denn der singapurische Diplomat und Ex-Präsident des UN-Sicherheitsrats schreibt sonst wie am Fließband Bücher über den Aufstieg Asiens und den Abstieg des Westens. Seine Mahnung zielt hier in…

capitalde2105_article_016_01_01
1 Min
wiedervorlage

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer gibt gerne den Radlerfreund. Stolz präsentierte er die StVO-Novelle, die am 1. April 2020 in Kraft trat, um Radfahrer besser zu schützen: höhere Strafen für das Parken auf Radwegen, strengere Abstandsregeln für Autofahrer beim Überholen und für Lkw beim Rechtsabbiegen. Dazu härtere Sanktionen fürs Rasen: Wer im Ort 21 oder außerorts 26 km/h zu schnell fährt, soll für einen Monat den Führerschein abgeben. Bereits im Juli 2020 aber wurde ein Formfehler im Gesetz entdeckt. In der Folge wandten die meisten Bundesländer die neuen Bußgelder nicht mehr an, es galten wieder die alten Regeln. Tausende Fahrverbote mussten aufgehoben werden, auch die Strafen für Radwegparker wurden ausgesetzt. Statt nun einfach den Formfehler zu beheben, kündigte Scheuer überraschend an, die Strafen für Raser wieder absenken zu wollen. Das aber lehnten die Landesregierungen…