Capital 12/2021

"CAPITAL erzählt Wirtschaft aus überraschenden, ungeahnten Perspektiven und versteht Wirtschaft nicht als nationale Angelegenheit, sondern immer als ein globales System. CAPITAL sieht und erklärt das große Ganze und setzt dabei auf ein ästhetisch anspruchsvolles und elegantes Design mit opulenten, kraftvollen Bildern. CAPITAL bestimmt seit über 50 Jahren den Wirtschaftsjournalismus in Deutschland und hat sich mit dem Relaunch im Mai 2013 zum Ziel gesetzt, Wirtschaft anders zu erzählen. Wirtschaft ist vielschichtiger, komplexer geworden und ist mit allen gesellschaftlichen Bereichen verwoben. Es bedarf einer ganzheitlichen, globalen Perspektive auf Wirtschaft. „Wirtschaft ist Gesellschaft“ heißt das Credo von CAPITAL und ist gleichzeitig ein Versprechen an die Leser. CAPITAL berichtet nicht nur über Wirtschaft, sondern durchdringt Wirtschaft."

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
Erscheinungsweise:
Monthly
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12 Ausgaben

in dieser ausgabe

2 Min
editorial

Seit Ausbruch der Pandemie, in der unser Land mit der vierten Welle ringt, haben wir den Neustart „nach Corona“ in immer neuen Szenarien ersehnt. In diesem Sommer haben wir erfolgreich einen Anlauf genommen – Millionen Menschen konnten dank Massenimpfungen seitdem ein halbwegs normales Leben führen. Einen weiteren Neustart planen wir seit Wochen in Berlin, und er war anfangs gefühlt auch da, in Bildern, Stimmungen und Stil, auch in ersten Entwürfen und Sätzen. Hier wurde ein Land abgesteckt, das die Zukunft endlich anpackt, das mehr investiert, vom Breitband bis zum Offshore-Windpark, das zu neuer Dynamik findet, das in einem großen Wurf in ein Jahrzehnt startet, welches etwas verspätet begonnen hat. Der Koalitionsvertrag war bei Redaktionsschluss noch nicht unterschrieben, weil es noch hakte und knirschte. Aber unabhängig davon zeichnet sich auch hier ab, dass…

capitalde2112_article_005_01_01
5 Min
betr. capital

ZUR TITELGESCHICHTE „DIE GROSSE RECHNUNG“ (09/21) Solange die EZB mit ihren Ankaufprogrammen weiterhin dafür sorgt, dass eine Nachfrage nach deutschen Staatsanleihen immer da sein wird, ist die Ampel für die Bundesregierung permanent auf Grün geschaltet. Nur Schuldenbremse und Maastricht-Regeln könnten die Bundesregierung zwingen, ihre Ausgaben nicht bedarfsgerecht zu erhöhen. Dies wäre allerdings ein politisches Problem, kein ökonomisches. Christine Lagarde hatte letztes Jahr selbst darauf hingewiesen, dass der EZB und den nationalen Notenbanken die Euros nicht ausgehen können und auch eine Insolvenz nicht passieren kann. DIRK EHNTS, via Mail ZUM ESSAY „NEULAND“ NACH DER BUNDESTAGSWAHL (11/21) Der CO₂-Preis ist das Instrument auf dem Weg zur Klimaneutralität, so das Mantra von FDP und auch Geistesgrößen wie Hans Werner Sinn. Aber ich mahne zur Vorsicht vor solch trivialen Gleichungen. Solange grüner Strom bei forcierter Dekarbonisierung rar bleibt…

capitalde2112_article_012_01_06
2 Min
wenig kilometer fürs geld

Der US-Autobauer Tesla schneidet beim Verhältnis von Reichweite und Preis seiner Batteriefahrzeuge deutlich schlechter ab als andere Premiumhersteller. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Neuwagen-Vergleichsportals Carwow für Capital. Dabei landeten die Tesla-Premiummodelle S und X klar im letzten Drittel des Feldes, hinter den Spitzenkarossen von Konkurrenten wie Daimler, BMW und Jaguar. Zwar wiesen die Tesla-Autos oft eine besonders hohe Reichweite auf, allerdings auch zu spürbar höheren Kosten. So blieb auch das Massenmarktfahrzeug Model 3 hinter dem Konkurrenten ID.3 von VW zurück. Die Reichweite spielt für Käufer von Elektroautos in Umfragen nach wie vor eine größere Rolle als bei vergleichbaren Wagen mit Verbrennungsmotor – auch weil noch nicht flächendeckend Ladesäulen verfügbar sind. So gilt in Umfragen die Furcht, es mit einem Auto nicht rechtzeitig zur Ladestation zu schaffen, immer noch als…

capitalde2112_article_016_01_01
1 Min
„facebook ist nur noch was für eltern und großeltern“

Der Trend ist tatsächlich eindeutig: Die Nutzerzahlen für Facebook steigen oder halten sich nur noch in den Altersgruppen über 30 Jahren, darunter sinken sie rapide. Unter den 30- bis 39-Jährigen gaben in diesem Jahr immerhin 75 Prozent an, regelmäßig das soziale Netzwerk zu nutzen. In der Gruppe der 40- bis 59-Jährigen sind es noch gut 60 Prozent, bei den noch älteren Nutzern immerhin 45 Prozent. Steil bergab aber geht es bei den unter 30-Jährigen: Bei Nutzern zwischen 20 und 29 Jahren sank der Anteil seit 2018 um 15 Prozentpunkte auf jetzt 68 Prozent, bei den 16- bis 19-Jährigen kommt Facebook auf gerade noch 30 Prozent. Neben seinen PR-Schwierigkeiten ist dies auch ein wichtiger Grund für Facebook-Chef Mark Zuckerberg, Facebook weiterzuentwickeln: Die virtuelle Welt des Metaversums soll wieder mehr junge Leute…

2 Min
gericht lässt aktionäre abblitzen

Im Bilanzskandal bei Wirecard sind zahlreiche geprellte Kleinanleger mit ihren Klagen gegen den Abschlussprüfer EY gescheitert. Wie das Landgericht München I auf Anfrage mitteilte, sind bisher rund 115 Verfahren erledigt. In allen bekannten Fällen seien die Klagen gegen EY abgewiesen worden, sagte eine Sprecherin. Insgesamt seien seit Juni 2020 mehr als 600 Klagen eingegangen. EY hatte dem Zahlungsdienstleister über Jahre saubere Bilanzen attestiert – trotz Hinweisen auf Unregelmäßigkeiten. Als im Sommer 2020 aufflog, dass ein angebliches Milliardenvermögen nicht existierte, rutschte Wirecard in die Pleite. Seither ermittelt die Staatsanwaltschaft, auch gegen frühere EY-Prüfer. Seine Entscheidungen begründete das Landgericht unter anderem damit, die Anleger hätten nicht nachweisen können, dass für ihren Kauf von Wirecard-Aktien die Testate von EY ausschlaggebend waren. Zudem sei kein vorsätzliches Handeln der Prüfer feststellbar. EY erklärte dazu, die Urteile bestätigten…

capitalde2112_article_018_01_01
1 Min
aufbrecher

DAS PROBLEM Schätzungsweise 400 000 bis 600 000 Patienten stecken sich jedes Jahr in deutschen Krankenhäusern mit multiresistenten Keimen an. Rund 15 000 sterben daran. Die Erreger werden über die Hände oder häufig berührte Oberflächen wie Türklinken übertragen – sogenannte Schmierinfektionen. DIE LÖSUNG Bäumler hat bei seiner Forschung am Universitätsklinikum Regensburg eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die Bakterien und Viren abtötet. Sie basiert auf dem Wirkprinzip der Photodynamik: Die Farbstoffmoleküle lösen bei Lichteinfall eine Reaktion aus, die vor allem die Zellwände der Erreger zerstört. Einmal aufgetragen, soll die Beschichtung ein Jahr wirken. DER MARKT Aus dem Forschungsprojekt ist das Start-up Dyphox entstanden, das im Corona-Jahr schon 720 000 Euro Umsatz verzeichnete. Neben Krankenhäusern wird der Lack inzwischen auch in öffentlichen Verkehrsmitteln, Großraumbüros und Kitas eingesetzt.…

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