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SO HABEN WIR GETESTET

Für unseren Test haben wir besonders populäre beziehungsweise interessante Anbieter herausgegriffen, das Testfeld aber aus organisatorischen Gründen auf fünf begrenzt. Aus den gleichen Gründen wurde die Zahl der Samples auf vier pro Anbieter beschränkt. Mit dem iPhone 8 und dem Galaxy S8 fiel die Wahl auf zwei populäre Modelle der nach Marktanteil führenden Vertreter im Recommerce-Segment. Für optimale Vergleichbarkeit haben wir jedes Modell in zwei definierten Zuständen gekauft („gebraucht/wie neu“und gebraucht/gut“), mit Ausnahme von Smallbug: Weil das S8 nicht „wie neu“lieferbar war, sind wir auf das P10 als Ersatzgerät ausgewichen. Bestellt haben wir die Modelle im Zeitraum Mai/Juni 2019 und haben den genau dokumentiert. Im selben Atemzug haben wir die Service- und Garantieleistungen erfasst und unter anderem darauf geachtet, ob mehr geboten wird als gesetzlich vorgeschrieben. Außerdem haben wir beurteilt, wie die Website strukturiert ist, wie gut man zu den einzelnen Modellen geführt wird. Eine Rolle spielten natürlich auch Angebotsvielfalt und Infos zu den Modellen und Zuständen auf der Website. Gibt es viele Fotos? Werden technische Basisdaten bereitgestellt? Nach dem Eintreffen der Pakete haben wir alle 20 Modelle ausgepackt und den Zustand schriftlich und mit Fotos dokumentiert. Beantwortet wurde dabei etwa die Frage, ob die Beschreibung des Anbieters der Realität entsprach. Auch die Verpackungen haben wir angeschaut. Passen sie zum Modell? Sind originale Zubehörteile enthalten? Zuletzt folgte ein Funktionstest von Connectivity, Display, Kamera, Lautstärke und Software.

Ein Schwerpunkt neben der Produktqualität war der Preis: Wer bietet die Geräte besonders günstig an? Hier haben wir uns die Differenzen zur UVP und die Preisunterschiede der Anbieter untereinander angeschaut. Die vielen gesammelten Daten erlauben interessante Rückschlüsse und zeigen, dass das Vorurteil, nach dem sich ein niedriger Preis negativ auf die Produktqualität auswirkt, auf Gebrauchthändler nur eingeschränkt zutrifft.

Verpackung

Die meisten Anbieter lieferten in Originalverpackungen, die gerade bei neuwertigen Phones in gutem Zustand waren. Bei Gebrauchtgeräten kann aber auch die Verpackung dementsprechend aussehen und mit Dellen und Kerben versehen sein.

Nur Smallbug und asgoodasnew haben in einen neuen Karton umverpackt. Buyzoxs lieferte ein Gerät auch in einer Plastiktüte aus.

Zubehör

Die Chance auf vollständiges Zubehör ist bei neuwertigen Geräten am höchsten. Originale Ladekabel und Poweradapter fanden wir aber bei allen Geräten in der Schachtel. Am häufigsten fehlten Adapter für Kopfhörer und die Stöpsel selbst. Was bei Letzteren nicht tragisch ist.

Rahmen

Beim Galaxy S8 haben wir wie hier im Bild am Rahmen häufig Stellen entdeckt, an denen der Lack abgeplatzt war.

Gerade bei gebrauchten Phones sieht man am Rahmen deutlich, ob der Vorbesitzer eine Schutzhülle genutzt hat. Die Ober- und Unterseite der Alu-Rahmen sowie die Kanten sind bei Stürzen besonders anfällig – was wir auch bei unseren Geräten beobachtet haben.

Lautsprecher und Anschlüsse

Selten war es so schlimm wie bei diesem iPhone 8: Aber Staub in der Lautsprecheröffnung ist bei gebrauchten Phones oft zu sehen.

Der größte Feind von Lautsprechergrills und Anschlüssen ist Staub in der Hosentasche, der bei gebrauchten Smartphones sehr gern die Öffnungen zusetzt. Eigentlich sollte er sich mit einer professionellen Reinigung entfernen lassen, was leider nicht immer der Fall war.

Display

Dieses Display wurde nicht sehr gepflegt. Bei einigen Anbietern geht diese Menge an Kratzern noch als „gut“durch.

Neuwertige Geräte sollten ein makelloses Display haben und wenn, dann nur äußerst feine Kratzer aufweisen. Gute gebrauchte Phones dürfen Kratzer haben, wenn sie nicht zu tief sind und nur vereinzelt auftreten. Im Test war das teils sehr verschieden.

Rückseite

Dieses Modell würden wir eher in die Kategorie „stark gebraucht“einsortieren. Für einige Anbieter ist dieser Zustand noch „gut“.

Wie beim Display gilt auch hier: Neuwertige Geräte sollten eine neuwertige Rückseite ohne Kratzer haben, was im Test bis auf eine Ausnahme der Fall war. Leichte und wenige Gebrauchsspuren sind bei einem guten Zustand in Ordnung – viele und tiefe Kratzer nicht.

Kamera und Fingerprintsensor

Der Fingerprintsensor des Galaxy S8 ist wohl für Kratzer anfällig, denn bei unseren Gebrauchten waren sie häufig zu finden.

Kratzer auf dem Fingerprintsensor sind in Maßen kein Problem und beeinträchtigen die Funktion nicht. Gleiches gilt für die Kameralinse, wobei man dort besser keine tiefen Scharten findet. Problematisch war im Test eher die oft schlechte Reinigung der Sensoren.

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