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Schöner Wohnen

AUSSER DER REIHE

BACK TO BLACK? Nur in Form von Fenster- und Bilderrahmen! Amy Winehouse scheint von ihrem Foto übers gemütliche Wohn-Ess-Zimmer zu blicken. Die verspiegelte Rückwand der offenen Küche reflektiert das Tageslicht

THEKENDIENST Durch Glasbausteine in der Decke fällt Licht auf den Küchentresen. Lederbezogene Barstühle zeigen ihren schönen Rücken

KUNST & KERAMIK Vasen, eine Leuchte mit Steinfuß und eine Drahtskulptur als Stillleben

SCHICKER STAURAUM Die in die Treppe integrierten Schränke harmonieren dank ihres sandfarbenen Anstrichs mit der Backsteinwand dahinter

STAMMPLATZ Kerrie-Ann und Tochter Poppy kuscheln gern auf dem gemütlichen Sofa im Wohnzimmer. Ihr Lieblingsstück, den Couchtisch aus Travertin, hat die Stylistin durch Zufall auf einem Online-Marktplatz entdeckt

»Im Wohnzimmer haben wir als Familie die schönsten Momente erlebt«
KERRIE-ANN JONES

GUT GETROFFEN Das Bett unterm Deko-Pfeil mit Federn im Elternschlafzimmer stammt von Ikea. Sein helles Holz, die rostrote Bettwäsche und ein dickes Wollplaid stimmen schon mal auf den Herbst ein

»Ich habe Jahre gebraucht, um meinen persönlichen Wohnstil zu entwickeln«
KERRIE-ANN JONES

Erst mal einziehen – und dann weitersehen: Als die Interiorstylistin Kerrie-Ann Jones und ihr Mann Andrew ihr Reihenhaus in Sydneys Stadtteil Darlinghurst kauften, beließen sie zunächst alles so, wie es war. „Wir wollten nichts überstürzen und ein Gefühl dafür bekommen, wie wir dieses Haus überhaupt nutzen und was uns eventuell fehlt“, erzählt Kerrie-Ann. „Und ehrlich gesagt musste ich meinen eigenen Wohnstil noch finden. Als Stylistin von Wohngeschichten für Magazine bekomme ich viele toll gestaltete Häuser zu sehen, habe täglich mit Trends und Einrichtungsideen zu tun – da war ich teilweise ganz schön hin- und hergerissen, was mir persönlich am besten gefällt“, gesteht sie.

ZWEISAMKEIT Poppy und ihr kleiner Bruder teilen sich ein Zimmer. Auch hier geben zarte Farben und viele Bilder den Ton an

HÜHNCHEN IM KORB Artig? Nur fürs Foto. Normalerweise werden aus dem großen Rattansessel Burgen gebaut

Doch nach dreieinhalb Jahren im neuen Zuhause war es dann so weit. Tochter Poppy, heute viereinhalb, war noch klein und Kerrie-Ann wieder schwanger, als sie und ihr Mann die Renovierung in Angriff nahmen. Neben dem Ausbau des Dachgeschosses sind es vor allem die neuen Fenster, Türen und das Treppengeländer, die dem schmalen Häuschen seinen besonderen Look geben. „Sie alle haben eine Rahmenkonstruktion aus schwarz gespritztem Stahl. Das ermöglichte es uns, auf der Rückseite des Hauses raumhohe und -breite Fenster einzuziehen, durch die jetzt schön viel Tageslicht fällt“, erklärt die Stylistin. Den Zementboden im Erdgeschoss und die Eichendielen in den oberen Stockwerken behielt das Paar, auch die Schränke der offenen Küche durften bleiben, wurden nur frisch gestrichen und mit neuen Griffen bestückt. Die verspiegelte Rückwand der Küchenzeile reflektiert das Licht, das durch die Terrassentüren fällt.

Stahl, Zement, Spiegel und überall weiße Wände – damit das nicht zu kalt wirkt, hat Kerrie-Ann gegengesteuert: mit viel Holz, sanften Creme-, Sand-, Grau- und Blautönen sowie einem warmen Rostrot, das man überall im Haus in Form von Kissen, Bettwäsche und der Leinenhussen über den Sesseln im Wohnzimmer antrifft. „Die habe ich extra anfertigen lassen – sie sind waschbar, nicht unwichtig bei zwei kleinen Kindern, und ich kann sie problemlos austauschen, wenn mir die Farbe nicht mehr gefällt“, so die Stylistin. Weitere Wärmespender (neben der Fußbodenheizung im Erdgeschoss, die bereits die Vorbesitzer einbauen ließen) sind große Teppiche in jedem Raum, kleine, persönliche Stillleben aus Leuchten, Kunst und Kerrie-Anns Keramiksammlung – und die vielen Bilder und Fotografien des Paares, die sogar die Wand des Kinderzimmers von Poppy und Brüderchen Ari schmücken. „Bei den Bildern hat sich unser Geschmack ebenfalls über die Jahre verändert“, erzählt Kerrie-Ann. Bis sie alle richtig hingen, hat’s auch hier ein bisschen gedauert.

KLEINES GRAUES Dass Haus und Auto farblich zusammenpassen, ist für Kerrie-Ann zwar kein Muss, macht sich aber durchaus gut

SCHLICHT-SCHÖN sollte ihr Badezimmer sein, beschloss die Stylistin, und legte Marmorfliesen unter die Wanne

FOTOS MAREE HOMER/LIVING INSIDE STYLING KERRIE-ANN JONES TEXTRECHERCHE FRANCESCA WALLACE

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