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GEO

10/2019

DIE WELT MIT ANDEREN AUGEN SEHEN GEO war und ist eine unverwechselbare Mischung aus der Kraft und Magie des Bildes und der Nachhaltigkeit gründlich und seriös recherchierter Texte. Ein Magazin, das Reisen in den Blutkreislauf des Menschen genauso spannend macht wie Vorstöße in den Wasserkreislauf des Amazonas. GEO stellt Fragen und gibt Antworten, liefert ungewöhnliche Perspektiven und eröffnet neue Horizonte – mal ausführlich, mal für den schnellen Blick.

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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12 Ausgaben

IN DIESER AUSGABE

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editorial

Liebe Leserin, lieber Leser, unsere Titelgeschichte zum Konflikt zwischen Windenergie und Artenschutz in der August-Ausgabe hat viel Zuspruch erhalten – aber sie hat auch einige von Ihnen geärgert. Sie haben uns gescholten, wir würden das Dilemma in allzu starken Farben malen oder die Belange des Klimaschutzes vernachlässigen. Ein Verband für Windparkbetreiber hat uns gar vorgeworfen, wir seien auf AfD-Propaganda „hereingefallen“ – offenbar halten die Lobbyisten diesen trüben Vorwurf für eine geeignete Form der Missbilligung. Deutschland hat sich ein Jahrtausendprojekt vorgenommen: Die viertgrößte Industrienation will in kürzester Zeit die Energieversorgung von verlässlicher, leicht steuerbarer, aber CO2-intensiver Erzeugung auf wetterabhängige, schwer zu steuernde, aber klimaschonende Methoden umstellen. Das ist ebenso gewagt, da völlig unerprobt, wie bewundernswert. Aber an einer grundlegenden Dekarbonisierung führt kein Weg vorbei. Doch Weltrettung gibt’s nicht zum Nulltarif. Es wäre blauäugig anzunehmen,…

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unterwegs

Schnipseljagd und Puzzlespiel Wort für Wort: Wie lässt sich das neue Deutsch ins Bild setzen? Das Titelthema dieser Ausgabe stellte die GEO-Fotoredaktion vor eine schwierige Aufgabe: Wie lässt sich der Wandel der deutschen Sprache im Bild darstellen? Per Computergrafik? Fotograf David Kern besann sich auf analoge Tugenden: Er druckte Sätze, Phrasen, Kürzel, schnitt sie aus, arrangierte die so entstandenen rund 2000 Papierstreifen millimetergenau (nur die besten fanden am Ende den Weg ins Heft) und fotografierte sie. Zuvor hatten Verifikation und Schlussredaktion alles Wort für Wort gegengelesen – Schreibfehler wären in einem Text über gutes Deutsch schließlich doppelt peinlich. Seite 52 Knietief im Schlamm Als Fotograf Dominic Nahr (r.) und Autor Andreas Weber durch die Sümpfe nahe der ghanaischen Hauptstadt Accra wateten, schützten ihre Gummistiefel sie nicht nur vor nassen Füßen. Das afrikanische Land hat,…

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resonanz

GEO-AUSGABE AUGUST 2019 Windkraft vs. Naturschutz Der Beitrag von Frau Romberg schildert wichtige Aspekte der Windkraftnutzung in Deutschland leider sehr treffend. Naturschutzgebiete wie den Naturpark Arnsberger Wald in industrielle Winderzeugungsgebiete umzuwandeln, scheint in Deutschland kein Problem zu sein. Dabei wird völlig übersehen, dass man den Teufel (CO2-Emissionen) nicht mit dem Beelzebub (Windkraft im Wald) austreiben kann. Der Wildwuchs vergangener Jahrzehnte beim Windkraftausbau muss zukünftig durch einen Ausbau abgelöst werden, der mit Augenmaß agiert. Aber gegenüber den Windkraftlobbyisten sind die früheren Protagonisten der Kernkraft einfach nur Waisenknaben. ALBERT-FRIEDRICH GRÜNE, WARSTEIN »Vielen Dank für Ihren Beitrag zur Windenergie. Dass Windkraftanlagen eine Bedrohung für Vögel darstellen können, war mir bekannt – das Ausmaß nicht!«CHRISTOPH SCHÜRMANN, PER E-MAIL Erfreulich, dass GEO sich des Themas Windkraft und Artenschutz annimmt und beschreibt, wie sich diese miteinander harmonisieren lassen. Erschreckend ist aber,…

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kosmos

DEUTSCHLAND Boden gut machen Am 22. Juni 2019 brechen Protestler aus einem friedlichen Demonstrationszug bei Hochneukirch im Rheinland und stürmen die Abbruchkante des Tagebaus Garzweiler hinunter: Sie blockieren ein ganzes Wochenende lang die Braunkohleförderung des Konzerns RWE. Europas Jugend ist umweltpolitisch elektrisiert: Hunderttausende ziehen durch die Städte, in Deutschland fordern sie vor allem einen zügigen Kohleausstieg SALOMONEN Zu neuen Ufern aufbrechen Lachend lässt sich Jessica von ihrer Tante Ella Keahi die Unterarme einschmieren: Die Frauen leben auf dem Ontong-Java-Atoll im Pazifik und bemalen sich zu Hochzeiten und traditionellen Festen mit zerstäubtem Kurkuma. Die ältere Generation befürchtet, dass diese Bräuche verloren gehen: Seit den 1970er Jahren ziehen viele Bewohner auf höher gelegene Inseln, wachsen mit veränderten Sitten und anderen Sprachen auf – ohne Verbindung zu den Heimatinseln. Denn diese versinken: Der Ozean verschluckt das Atoll. Der…

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visite unterm akazienbaum

Kurz wird es ganz still im Auto: Die Männer und Frauen sammeln sich, senken den Blick und falten ihre Hände. Dann murmeln sie ein kurzes Gebet: ihr Ritual vor jedem Einsatz, auch wenn sie verschiedene Götter verehren. Gemeinsam bitten sie um Kraft für die bevorstehende Reise. Und um die Chance, möglichst vielen kranken Menschen helfen zu können. Denn die „Travelling Doctors“ nehmen abenteuerliche Wege auf sich, um Patienten in Tansanias abgelegensten Regionen zu besuchen. Sie überqueren Bergketten, wandern durch die Hitze der Serengeti oder paddeln in Booten über Flüsse. Die Mediziner kümmern sich um Kranke, die weitab von jeder ärztlichen Versorgung leben. „No one should be left behind“, niemand soll zurückgelassen werden, lautet das Motto der acht Männer und Frauen, die seit mehr als einem Jahr in Tansania aktiv sind. Bei…

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stabile plastikstraße

Müll pflastert seit wenigen Wochen einen Straßenabschnitt in Zermatt: Dem Asphalt dort sind geschredderte Plastikabfälle beigemengt. Die Schweizer Gemeinde will so ihre Müllberge reduzieren – und hofft außerdem, ihre Straßen mit dem neuen Belag länger vor Schlaglöchern und Rissen im Asphalt schützen zu können. Denn Plastikstraßen sind stabiler als herkömmliche Verkehrswege: Der Kunststoff verleiht dem Material Geschmeidigkeit, sodass es wahrscheinlich Temperaturschwankungen besser verträgt. Die Alpenregion sei daher eine „spannende Testregion“, so der Entwickler des schweizerischen Plastikasphalts, das schottische Unternehmen MacRebur: In Zermatt herrschen winters Temperaturen bis minus 15 Grad, sommers steigen sie auf bis zu 30 Grad. Wie in der Schweiz setzen weltweit bereits etliche Gemeinden auf solche Asphaltmischungen. In Indien wurden bis dato schon mehr als 100 000 Kilometer Plastikstraße verlegt, auch in Australien und Großbritannien, Uganda und Bhutan versuchen…

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