GEO

12/2021

DIE WELT MIT ANDEREN AUGEN SEHEN GEO war und ist eine unverwechselbare Mischung aus der Kraft und Magie des Bildes und der Nachhaltigkeit gründlich und seriös recherchierter Texte. Ein Magazin, das Reisen in den Blutkreislauf des Menschen genauso spannend macht wie Vorstöße in den Wasserkreislauf des Amazonas. GEO stellt Fragen und gibt Antworten, liefert ungewöhnliche Perspektiven und eröffnet neue Horizonte – mal ausführlich, mal für den schnellen Blick.

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
Erscheinungsweise:
Monthly
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12 Ausgaben

in dieser ausgabe

2 Min
editorial

Liebe Leserin, lieber Leser, der Jazzmusiker Gregory Porter singt in einem seiner Lieder über „Brown Grass“ – braunes Gras. Es ist ein melancholischer Song, der von Reue über eine im Rückblick falsche Lebensentscheidung erzählt. Das sprichwörtliche „Gras auf der anderen Seite“ hatte so viel grüner gewirkt. Aber nach dem Wechsel dorthin stellte sich heraus: alles braun und ausgedörrt. Und der Weg zurück: versperrt. In dem Song geht es ums Liebesleben – aber das Prinzip lässt sich auf viele andere Facetten des Lebens übertragen. Unser Gehirn neigt dazu, mit dem Status quo zu hadern. Und die vielen Möglichkeiten, für die man sich in der Vergangenheit auch hätte entscheiden können, zu überhöhen. Mit jeder der 20 000 Entscheidungen, die wir täglich treffen, entscheiden wir uns auch gegen die anderen Optionen. Und die Sorge,…

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1 Min
unterwegs

Oma ist die Beste Gabriele Galimbertis Großmutter war in Sorge: Isst der Junge auch genug? Als der italienische Fotograf Gabriele Galimberti seiner toskanischen Großmutter Marisa eröffnete, dass er als „Couchsurfer“ die Welt entdecken wolle, galt die Sorge der nonna nicht den Gefahren des Reisens – sondern der Frage: Junge, was wirst du essen? Galimberti antwortete, er sei sicher, dass es überall Großmütter gebe, die zu kochen verstünden, und startete ein Projekt, das ihn um die Welt führen sollte: Er fotografierte nonnas, die ihr liebstes Gericht für ihn kochten. Seite 64 Flughund am Wäschegestell Nachdem 2005 bei Joel Sartores Frau Kathy Brustkrebs diagnostiziert worden war, legte der Fotograf seine Forschungsreisen ad acta und kümmerte sich in Lincoln, Nebraska, um die Kinder des Paares. Und begann dort Tiere, vor allem gefährdete Arten, vor neutralem Hintergrund zu…

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6 Min
resonanz

GEO-AUSGABE OKTOBER 2021 Artenvielfalt All die Themen, Vorschläge und Ideen zur Klimakrise sind ja korrekt und lobenswert. Was leider in allen Foren und Veröffentlichungen fehlt, ist die Hauptursache unserer Krisen: Die Zunahme der Weltbevölkerung. Warum spricht das niemand an? Unserer Erde ginge es gut mit sechs bis maximal sieben Milliarden Einwohnern. THOMAS WEBER, GELTERKINDEN (CH) Auf Seite 6 kündigen Sie den Artikel zum Umweltschutz an mit „Schneeleoparden sind bedrohlich und bedroht zugleich“. Wieso bedrohlich und für wen, wenn es auf Seite 134 dann heißt, „Schneeleoparden sind so scheu, dass Aufnahmen mit ihnen oft nur mithilfe von Fotofallen gelingen“? Es würde mir sehr gefallen, wenn mir in GEO der reißerische Tonfall anderer Medien erspart bleibt, Gendersternchen allein sind kein Gradmesser für journalistische Qualität. SABINE KLINGENBERG, PER E-MAIL Grüne Geldanlage Wohlwollend berichtet GEO über den größten Vermögensverwalter Blackrock (Kapital…

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4 Min
kosmos

AUSTRALIEN Geflohen vor der Hitze An 200 Tagen im Jahr liegt die Temperatur in Marble Bar über 35 Grad – die Siedlung nennt sich deshalb auch die »heißeste Stadt Australiens«. Um sich abzukühlen, baden Nathaniel Corbett und Cameron Whalebone in einem Wasserbecken des nahe gelegenen Flusses Coongan, ein beliebtes Ausflugsziel der 200 Bewohner von Marble Bar. Durch den Klimawandel könnten die Durchschnittstemperaturen in der Region im Nordwesten Australiens sogar noch steigen, warnen Wetterfachleute: um drei bis 4,5 Grad USA Schwebende Schönheiten Bei jedem Tauchgang wurde er an diesem Morgen gestochen. Doch diese Schmerzen nahm Joe Platko im vergangenen Winter in Kauf – zu fasziniert war er von dem Kompassquallenschwarm, den er vor der Küste von Monterey, Kalifornien, entdeckt hatte. Eine Stunde lang schwamm der Fotograf zwischen den pulsierend schwebenden Tieren, dann musste er zurück an…

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2 Min
ein zweites leben für ausgediente corona-masken

Blumentöpfe, Lampenschirme, Karabinerhaken: Bei „Precious Plastic“ sind sie derzeit oft hellblau. Denn die Initiative fertigt sie im Moment häufig aus gebrauchten Mund-Nase-Schutzmasken. Schließlich landen seit Ausbruch der Covid-19-Pandemie jeden Monat weltweit viele Milliarden Masken im Müll – ein Recyclingsystem fehlt. Deshalb wurde „Precious Plastic“ aktiv. Die Bewegung will das Wiederverwerten von Kunststoffen so einfach wie möglich machen. Sie entwirft dafür simple Maschinen, die unkompliziert zu bauen sind, wenig kosten und in jede Garage passen – Schredder zum Beispiel oder Kunststoffpressen. Listen, welche Baumaterialien und Fachkompetenzen benötigt werden, und Montageanleitungen veröffentlicht die Initiative kostenlos im Internet, dazu viele Videotutorials, Designvorschläge und Tipps, etwa, welche Kunststoffarten sich mit den Maschinen besonders gut bearbeiten lassen oder welche Gussformen sich für den Möbelbau eignen. Aus weggeworfenem Plastik können so bunte Sonnenliegen oder Ohrringe entstehen, Raumteiler oder…

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2 Min
zukunft statt holzzeitalter

»Wir würden unseren wichtigsten Helfer in der Klimakrise opfern« Wer Häuser aus Holz baut, hilft dem Klima – logisch, oder? Schließlich ist Holz ein nachwachsender Rohstoff. Verbautes Holz speichert CO2; es kann klimaschädlichen Beton und Stahl ersetzen. Zusätzlich werden neue Bäume aufgeforstet, die wiederum CO2 speichern. Ein Einfamilienhaus soll so zur CO2-Senke werden, also „klimapositiv“. Deswegen fordert etwa der Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber eine solche „Bauwende“: „Mit regenerativer Architektur könnten wir uns quasi aus der Klimakrise herausbauen.“ Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes, unterstützt Schellnhubers Anliegen, ebenso die Bundesvorsitzende der Grünen, Annalena Baerbock. Ein großes Ding also. Ich halte die Idee jedoch für gefährlich. Denn: Wo sollte das Holz für die Bauwende herkommen? Aus Deutschland lieber nicht: Fast 80 Prozent der Bäume hierzulande sind laut Bundeswaldinventur geschädigt. Seit Beginn der Erhebungen im Jahr…

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