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Kunst & Architektur
Häuser

Häuser 03/2018

"HÄUSER ist das Premium-Magazin für moderne Architektur und Design. Kein anderes Magazin bietet so viele Hausreportagen mit opulenten Bildstrecken von renommierten Fotografen und mit kenntnisreichen Texten. Dabei widmet sich eine Ausgabe schwerpunktmäßig verschiedenen Themen wie „Umbau“, „Wohnen auf dem Land“ oder „Villen“, ergänzt von weiteren Domizilen, die das ganze Spektrum anspruchsvoller Wohnarchitektur zeigen. Zusätzlich liefert HÄUSER ausführliches Planmaterial, Grundrisse, Detailinformationen über Materialien und Bautechnik – kurz: absolute Kompetenz im Detail. Der Hefteinstieg „Arena“ widmet sich überraschenden und interessanten Meldungen aus dem Bereich Architektur und Design, im „Forum“ werden Trends und neue Produkte vorgestellt aus wechselnden Bereichen wie etwa Bad, Küche, Böden, Licht oder Outdoor. Dabei kommen Experten der Branche zu Wort, werden neue Technologien vorgestellt und Entwicklungen erklärt."

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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6 Ausgaben

In dieser ausgabe

2 Min.
besonders und günstig

Liebe Leserin, lieber Leser, Eine der grundlegenden Erkenntnisse der Betriebswirtschaftslehre lautet folgendermaßen: Wenn die Produktionsmenge steigt, sinken die Produktionskosten pro Stück. Der Ökonom Karl Wilhelm Bücher hat dieses Gesetz der Massenproduktion 1910 formuliert, und man kann verschiedene Schlüsse daraus ziehen. Zum Beispiel, dass Massenware weniger kostet als individuell Gefertigtes. Womit Herr Bücher natürlich grundsätzlich recht hat, gegenwärtig noch viel mehr als vor 108 Jahren, als Handwerk im Verhältnis wesentlich weniger gekostet hat. Dass das Individuelle aber auch heute durchaus erschwinglich sein kann, zeigen wir im Schwerpunkt dieser Ausgabe. Obwohl den Bauherren nur ein begrenztes Budget zur Verfügung stand – jedes der vorgestellten Domizile kommt mit unter 2000 Euro pro Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche aus –, haben sie, mithilfe kluger Architekten, Häuser gebaut, die ganz auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind und ihnen…

2 Min.
ferien auf krokholmen

„WIR WOLLTEN DIE UNBESCHWERTHEIT DES SOMMERS ZEIGEN“ Martin Videgård „DIE FAMILIE WOLLTE ES PFLEGELEICHT“Bolle Tham KROKHOLMEN, das klingt nach Saltkrokan, dem Ferienidyll in Astrid Lindgrens gleichnamiger Sommergeschichte. Und nach langen Tagen und kurzen Nächten im Schärengarten Stockholms. Tatsächlich versteht sich das Ferienhaus von Bolle Tham und Martin Videgård als Beitrag zu einem einfachen heiteren Leben. Dabei besticht es durch seine ungewöhnliche Form. Wie ein Zelt spannt sich das geschwungene Zinkdach über den horizontalen Bau. „Die Silhouette des Hauses knüpft an die Idee an, auf die einfache Art Zeit in der Natur zu verbringen“, erklären die Architekten. „Sie ist aber auch inspiriert von der traditionellen schwedischen Pavillon- und Gartenarchitektur – von leuchtenden Gebäuden, die sorgfältig in der Landschaft platziert sind. Die Ergebnisse haben einen Hauch von unbeschwertem Sommerleben und sind oft überraschend großartig in…

2 Min.
gleicher unter grossen

Sensibilität für den Kontext – das ist es, was Balkrishna Doshis Architektur auszeichnet. Geboren 1927 im indischen Pune, wuchs er in einer traditionellen hinduistischen Familie auf. Nach seinem Studium in Mumbai arbeitete er in Le Corbusiers Pariser Büro, für das er Jahre später an den epochalen Projekten im indischen Chandigarh und Ahmedabad mitwirkte. Auch nach der Gründung des eigenen Architekturbüros Vastushilpa 1956 baute er im Geiste der Moderne weiter. Monumentalität und Bildhaftigkeit prägen etwa das Institute of Indology (Ahmedabad, 1962) und das Indian Institute of Management (Ahmedabad, 1962-74), entstanden in Zusammenarbeit mit Louis Kahn, dem zweiten Ideen-Anstifter Doshis. Raum für Austausch und Entwicklung schafft dagegen das Institute of Management in Bangalore (1977–1992) durch ineinandergreifende Gebäude, Höfe und Galerien. „Meine Arbeiten sind eine Erweiterung meines Lebens, meiner Philosophie und meiner Träume“, erklärt…

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form statt fläche

5| Fast zwei Meter Höhe misst Alain Gilles’ für Ligne Roset geschaffener Spiegel „Geoffrey“; mit Ablageschale ca. 900 Euro.. Fotos: Elias Hassos / ClassiCon, Studio Mierswa-Kluska / Piure, Marc Eggimann / Vitra, Hersteller (3)…

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hdm baut reihenhäuser

Ohne Phantasie werden Luftschlösser zu Reihenhäusern, heißt ein berühmter Satz. Das Basler Architekturbüro Herzog & de Meuron hat im Tessin bewiesen, dass auch der Umkehrschluss stimmt: Mit Phantasie verwandeln sich Reihenhäuser in Villen. Bloß schade, dass der beeindruckende Riegel aus den acht drei- bis viergeschossigen Bauten nur vom Luganer See aus zu sehen ist. Geschickt fügen sich die Bauten mit je 400 bis 1000 Quadratmeter Wohnfläche in die Umgebung ein. Etwa, indem geometrische Fassadeneinschnitte Innen- und Außenräume abwechseln lassen. Und Magnolien, Zypressen sowie Schirmpinien Architektur und Natur rahmen. Ein Arkadien aus Arkaden.…

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formen, die sinn ergeben

Vom Religiösen in der Mathematik sprach Novalis. Vom Geistigen in der Kunst Kandinsky. Der portugiesische Architekt Álvaro Siza Vieira scheint beide Gedanken nun miteinander verbunden zu haben: Durch die Komposition unterschiedlicher geometrischer Volumen schuf er beim Bau seiner Kirche im bretonischen Saint-Jacquesde-la-Lande einen formvollendeten Andachtsraum. Gekrönt wird dieser von einer Art Heiligenschein, der dadurch entsteht, dass eine abgehängte Decke das Licht bündelt – symbolisch wie funktional eine sehr wirkungsvolle Idee. Kraft und Ruhe strahlt die Kirche in Saint-Jacques-dela-Lande aus: Ihre Fassade besteht aus weißem Sichtbeton. Im Innern harmoniert das Holz der Stühle und des Altars mit dem hellen Marmor des Bodens und des unteren Teils der Wände. Fotos: Herzog & de Meuron / Studio Daulte (2), Ana Amado / anaamado.com, Jan Liégeois (2); Porträt: Michael James O‘ Brien…