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Kunst & Architektur
IDEAT

IDEAT

03/2020

IDEAT ist das internationale Magazin für urbanen Lebensstil und zeitgemäßes Design. Das Magazin verknüpft Lifestyle, Design, Einrichtung, Mode, Reise und Kunst in einem Magazin, das für einen besonderen Stil steht.

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
Erscheinungsweise:
Quarterly
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in dieser ausgabe

3 Min.
id-team

VERNE PHOTOGRAPHY Das Fotografenteam Verne erscheint immer im Doppel. Bereits seit knapp 20 Jahren reisen Eugeen Vangroenweghe (links) und Herman van Hoey um die Welt und halten die schönsten Häuser und Interieurs für internationale Magazine in frischen, unprätentiösen Aufnahmen fest. Für IDEAT lichteten die Belgier die Familien-Finca eines Architekten auf Ibiza ab (ab Seite 98) – im gewohnt lässigen Style – ganz Verne eben. Camilla Péus Nicht mehr in Ausstellungen gehen zu können war für die Kunstexpertin und IDEAT-Redakteurin die größte Einbuße in Zeiten des Shutdowns. Also wich sie ins Netz aus und stellte für IDEAT die spannendsten virtuellen Kunsterlebnisse zusammen (Seite 34) – vom Homeoffice aus. Von dort aus betreute sie diese Ausgabe auch als Textchefin, während sie nebenbei versuchte, ihre achtjährige Tochter bei Laune zu halten. Thomas Jean Eigentlich hat sich der Journalist auf…

3 Min.
the eye has to travel

Wie die Welt wohl aussehen mag, wenn Sie diese Ausgabe von IDEAT aufschlagen? Der Shutdown im März und April hat unser Leben nicht nur eingeschränkt, sondern nachhaltig verändert. Wahrscheinlich werden wir mehr zu schätzen und genießen wissen, was wir zuvor als erfreulichen Kalendereintrag registriert hatten: den Kurztrip mit Freunden nach Den Haag, die sonnige Frühlingswoche auf Ibiza … Endlich wieder reisen! Ich hätte kaum für möglich gehalten, wie sehr ich es vermisse, unterwegs zu sein – und sei es auf Geschäftsreise nach Ostwestfalen (andererseits habe ich in den letzten Wochen auch festgestellt, dass man bestimmt die Hälfte aller Businesstrips durch eine Videokonferenz ersetzen kann). Vielleicht sind Sie auch wie ich demütiger geworden in den letzten Wochen. Man kann sich kaum ausmalen, was Klinikpersonal und Supermarktmitarbeiter haben ertragen müssen, während man selbst…

1 Min.
contemporary news was jetzt unsere neugier weckt

»Wir konzipieren Möbel erst mal als Skulpturen. Aus dieser künstlerischen Idee modellieren wir dann ein Objekt.« Jonathan Levien Perfektes Doppel Die Entwürfe des Designerduos Doshi Levien sind die Esszenz seiner Talente: Von Jonathan Levien kommen Präzision und Technikverständnis, von Nipa Doshi, die in Indien aufwuchs, Farbempfinden und ein Faible für altes Handwerk. Enormen Aufwand, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen, betreiben beide: Mit dem gewebten Unikat (Galerie Kreo) und dem Sessel Chandigarh (Moroso, siehe Foto) zitiert das Paar, das sich am Londoner Royal College of Art kennenlernte, Architekturprojekte Le Corbusiers in Punjab. Für die Stoffe Lila and Raas (Kvadrat) mischten sie Hunderte Guachen zu neuen Farbtönen zusammen. Und für ihre kunstvollen Lichtskulpturen Earth to Sky nutzen sie Metallformmaschinen für Jaguar-Karosserien. Well done! doshilevien.com…

2 Min.
story-teller

Porzellan zu entwerfen ist ein bisschen wie Haute Couture«, findet Sacha Walckhoff: »Für jede Form muss man ein eigenes Muster zeichnen!« Viel Aufwand hat der Kreativdirektor von Christian Lacroix getrieben, um für Rosenthal seine erste Kollektion Magic Garden zu entwerfen – und ist auf der Suche nach Inspiration in seinen Kindheitserinnerungen fündig geworden. »Als ich klein war, habe ich in den Bergen stundenlang Insekten und Blumen beobachtet«, erzählt er. »Dort verwendet man viele Heilpflanzen, die man in Frankreich Les Simples, die Einfachen, nennt.« Also entwarf er das Dessin Blossom nur mit Blüten von Kornblumen, Löwenzahn und Kamille. Auch der dreieckige Samen des Annattostrauchs, aus dem sich das grafische Dekor Black Seeds zusammensetzt, ist ein traditionelles Heilmittel. Ebenso prachtvoll wie Walckhoffs florale Dessins ist die Kollektion Heritage von Gianni Cinti, der…

2 Min.
locker schwingen

Mmh, denkt man spontan, als Konstantin Grcic seinen Lounger Citizen auf dem Vitra-Campus in Weil am Rhein zum ersten Mal vorstellt. Irgendwie sehr industriell. Mehr Sitzgerät als Ort zum Ausruhen. Ein Hybrid zwischen Büro- und Wohnzimmersessel. Stahlrohr bildet den Rahmen, darin eingefügt ist die Rückenschale, das Sitzkissen hängt an Stahlseilen – wie man sie bei Liftanlagen in den Bergen verwendet. »Die Konstruktion des Stuhls ist komplett sichtbar«, sagt Grcic, gelernter Möbelschreiner und einer der bedeutendsten Gestalter der Gegenwart. »Mein Anspruch war, mit diesen Elementen zu spielen.« Um die neue Typologie des frei schwingenden, an drei Seilen aufgehängten Sitzes nachvollziehen zu können, ist ein Sprung in die Vergangenheit nötig. Vor acht Jahren hat Grcic einen Gartensessel für Vitra entwickelt, eine Art Hängematte im Metallrahmen. »Kommerziell nicht erfolgreich, aber die Idee war…

2 Min.
go for brazil!

Brasilien. Man denkt an Samba, den Amazonas, kühle Drinks. Und man denkt an die brasilianische Moderne mit ihren legendären Protagonisten wie Sergio Rodrigues, Oscar Niemeyer oder Lina Bo Bardi. Sie haben eine gestalterische Tradition geprägt, die bis ins Jetzt reicht, auch wenn zeitgenössische brasilianische Designer hierzulande nahezu unbekannt sind – von den Campana-Brüdern einmal abgesehen. Völlig zu Unrecht, fanden die Organisatoren der Designmesse Ambiente und widmeten die Sonderausstellung »Focus on Design« in diesem Jahr Brasilien. Die vielleicht größte Entdeckung dort war Brunno Jahara, der zu den Shootingstars des Landes zählt. Er wuchs in Rio de Janeiro auf und studierte Industriedesign, bevor er in Venedig am Instituto Universitario di Architettura ein Diplom erhielt. Zwei Jahre blieb er in Europa, arbeitete in der Designabteilung bei Fabrica und ging dann nach Rio zurück.…