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P.M. HISTORYP.M. HISTORY

P.M. HISTORY

10/2019

"P.M. HISTORY ist das vielseitige, lebendige Geschichtsmagazin, das seriös und verständlich informiert, glänzend unterhält und immer wieder überrascht. P. M. HISTORY bietet packende Lesestücke aus allen Epochen – eben die besten Geschichten aus der Geschichte – übersichtlich im Inhaltsverzeichnis in einem Zeitstrahl chronologisch geordnet. P. M. HISTORY konzentriert sich nicht auf ein geschichtliches Thema pro Heft, sondern bietet in jeder Ausgabe eine Fülle von Themen. In jeder Ausgabe von P. M. HISTORY gibt es einen Großen Sonderteil, der sich ausführlich einem geschichtlichen Thema widmet. Das können sowohl historische Persönlichkeiten als auch bestimmte Epochen oder Ereignisse sein. Faszinierende Reportagen, Interviews z.B. mit bekannten Autoren oder Wissenschaftlern sowie Empfehlungsseiten für Bücher und Filme runden das redaktionelle Angebot ab."

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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12 Ausgaben

IN DIESER AUSGABE

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der deutsche blick nach osten wandelte sich zur besessenheit

LIEBE LESERIN, LIEBER LESER, das Wort „Grenze“ klingt wie ein typisch deutsches Wort – hart, kehlig und nicht besonders melodiös. Vor allem im Ausland sagt man dem Deutschen ja gern nach, dass es den Ohren nicht gerade schmeichelt. Das Problem ist nur: „Grenze“ ist überhaupt kein deutsches Wort, zumindest nicht dem Ursprung nach. Es ist erst im 13. Jahrhundert aus dem Slawischen eingewandert (auf Polnisch heißt die Trennlinie zwischen zwei Staaten noch heute „granica“). Und schon sind wir beim Thema dieses Heftes! Denn es ist natürlich kein Zufall, dass die Deutschen des Hochmittelalters ausgerechnet ein slawisches Wort wählten, um die Idee einer Grenze auf den Begriff zu bringen. Schließlich verlief damals einer der wichtigsten kulturellen Einschnitte zwischen dem deutschsprachigen Westen und dem von Slawen bewohnten Regionen jenseits der Elbe. Doch dann…

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mada’in salih

EINE TOTENSTADT – MITTEN IN DER WÜSTE: 111 Gräber haben die Bewohner von Mada’in Salih, dem antiken Hegra, in die Felsen geschlagen. Prächtige, mit Ornamenten verzierte Portale führen in die Grabkammern. Die Sandstein-Nekropole erstreckt sich über ein 16 Quadratkilometer großes Areal und entstand zwischen dem ersten vorchristlichen und dem ersten nachchristlichen Jahrhundert. Hegra war – nach Petra – die zweitwichtigste Handelsmetropole der Nabatäer, eines Verbundes arabischer Nomadenstämme. Der Legende nach wollte der Prophet Salih die Einwohner von Hegra zum Islam bekehren. Doch die weigerten sich, den Glauben anzunehmen – und zur Strafe zerstörte ein Erdbeben ihre Stadt.…

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umwerfend

Lächeln. Immer weiterlächeln. Diese Schönheitsköniginnen kann nichts erschüttern. Beim Miss-Universe-Wettbewerb 1954 im kalifornischen Long Beach stürzt Moana Manley, Miss Neuseeland, am 17. Juli ohnmächtig zu Boden – und die anderen Kandidatinnen posieren ungerührt weiter. 78 Frauen standen in der gleißenden Sonne am Strand, als die 18-jährige Manley einen Schwächeanfall erlitt. Sekunden nach dem Schnappschuss eilten zwei Polizisten herbei und trugen sie in den Schatten. Manley, eine Profi-Schwimmerin, wurde als erste Maori zur Miss Neuseeland gewählt. Und sie war an jenem Sommertag nicht die Einzige, der die Sonne zu schaffen machte: Drei weitere Anwärterinnen brachen zusammen und wurden mit kalten Kompressen versorgt. Die Wahlen zur Miss Universe finden seit 1952 statt – und sind nicht zu verwechseln mit Miss World, Miss Earth und Miss International. http://hugo.global.intra.guj. com/hugo/_login/dsp_login.cfm?CFID=1702648& CFTOKEN=11925501…

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falsch meldung

1822 KURSIERT IN LONDON eine verheißungsvolle Broschüre: „Ein freies und unabhängiges Land“, heißt es über einen Küstenstaat namens Poyais, der nach Investoren sucht, „gelegen an den Bergen der Bucht von Honduras, drei Tage mit dem Schiff von Jamaika entfernt.“ Dann erscheint ein detailreiches Buch über das angebliche Land, verfasst von Kapitän Thomas Strangeways (wahrscheinlich ein Pseudonym). Es klingt nach einem Paradies voller Gold und billiger Arbeitskräfte. Anfang der 1820er-Jahre brummt die britische Wirtschaft, und die reichen Londoner suchen nach Geldanlagen. Vor allem in Südamerika entstehen neue Länder, von denen man bis vor Kurzem nichts gehört hatte. Nirgends lässt sich lukrativer investieren. Da taucht ein Mann namens Gregor MacGregor in London auf, ein redegewandter Sohn aus adligem schottischen Hause, der sich an den Befreiungskämpfen in Südamerika beteiligt hat. In der Neuen Welt,…

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casanova

WAS SAGT DIE LEGENDE? Den Venezianer Giacomo Casanova (1725–1798) hat sein angeblich unersättlicher Sexualtrieb zur Legende gemacht. Casanova kann man sogar sein oder genannt werden: Das ist laut Duden „jemand, der es versteht, auf verführerische Weise die Zuneigung der Frauen zu gewinnen“. Wer dabei scheitert, ist ein „Möchtegerncasanova“. Der laut Friedrich dem Großen „sehr schöne Mann“ steht je nach moralischer Einstellung für unverstellte Sexualität und Sinnlichkeit – oder aber für Schweinkram. WIE WURDE SIE ÜBERLIEFERT? Casanovas Memoiren, „Geschichte meines Lebens“, zählen zu den Klassikern der Weltliteratur und sind in unzähligen Ausgaben, Übersetzungen und Bearbeitungen erschienen. Erotische und offen sexuelle Inhalte wurden dabei oft abgemildert. Der Dresdner Romanist Jean Laforgue hingegen bearbeitete 1825–1831 das französische Original, indem er die erotischen Passagen noch drastischer ausmalte. Spätere Best-of-Ausgaben reduzierten das Casanova-Bild auf den nimmersatten Verführer. WAS IST…

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wo kinder arbeiteten

Das Salzbergwerk im oberösterreichischen Hallstatt ist das älteste Salzbergwerk der Welt. Bereits um 1300 v. Chr. schlugen Bergleute per Hand Stollen in den Berg und holten das Salz aus tiefen Schächten. Der Abbau war Familiensache: In den Stollen haben österreichische Forscher um Hans Reschreiter vom Naturhistorischen Museum Wien Belege dafür gefunden, dass bereits kleine Kinder beim Salzabbau helfen mussten. Sie haben im Salzbergwerk Hinweise auf Kinderarbeit entdeckt. Wie sahen die aus? Dass Kinder um 700 v. Chr. im Salzbergwerk Hallstatt anwesend waren, haben wir schon lange vermutet. Die Funde von mehreren kleinen Schuhen in Schuhgröße 30 bis 34 haben zu diesem Schluss geführt. Durch den Fund einer Fellkappe in über 100 Meter Tiefe, welche für einen winzigen Kopf mit einem Stirnumfang von lediglich 41 Zentimetern bestimmt war, können wir sogar nachweisen, dass…

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