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P.M. HISTORYP.M. HISTORY

P.M. HISTORY 02/2019

"P.M. HISTORY ist das vielseitige, lebendige Geschichtsmagazin, das seriös und verständlich informiert, glänzend unterhält und immer wieder überrascht. P. M. HISTORY bietet packende Lesestücke aus allen Epochen – eben die besten Geschichten aus der Geschichte – übersichtlich im Inhaltsverzeichnis in einem Zeitstrahl chronologisch geordnet. P. M. HISTORY konzentriert sich nicht auf ein geschichtliches Thema pro Heft, sondern bietet in jeder Ausgabe eine Fülle von Themen. In jeder Ausgabe von P. M. HISTORY gibt es einen Großen Sonderteil, der sich ausführlich einem geschichtlichen Thema widmet. Das können sowohl historische Persönlichkeiten als auch bestimmte Epochen oder Ereignisse sein. Faszinierende Reportagen, Interviews z.B. mit bekannten Autoren oder Wissenschaftlern sowie Empfehlungsseiten für Bücher und Filme runden das redaktionelle Angebot ab."

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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12 Ausgaben

IN DIESER AUSGABE

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die geschichte war am 1. januar 1939 offener, als wir heute denken

LIEBE LESERIN, LIEBER LESER, 1939 – das ist mehr als eine Jahreszahl. Das ist auch eine Chiffre, die jeder versteht. Ein Symbol für das Versagen der Menschheit, für jenen Moment, als die dünne Decke der Zivilisation zerriss und die Welt nur gut 20 Jahre nach dem letzten großen Krieg in die nächste, noch viel schlimmere Katastrophe stürzte. Wie konnte es so weit kommen? Oder vielmehr: Musste es so weit kommen? Diese Fragen beantworten wir im Schwerpunkt dieser Ausgabe, einer packenden Zeitreise durch ein Schicksalsjahr der Weltgeschichte. Am Kriegswillen Adolf Hitlers besteht natürlich kein Zweifel. Das war der Kern seiner Ideologie. Doch der Diktator war auch ein Taktiker, der auf die günstigste Gelegenheit lauerte. Als er im November 1937 im Kreise hoher Militärs über seine Eroberungspläne sprach, da rechnete er noch mit…

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dunluce

DIREKT AN DER KLIPPE, BESTER BLICK AUFS MEER: Die strategische Lage zwischen der nordirischen Provinz Ulster und den Inneren Hebriden machte Dunluce Castle zu einem wichtigen Stützpunkt, der oft umkämpft war. Ende des 16. Jahrhunderts vertrieb Sorley Boy MacDonnell die bisherigen Bewohner. Der Clan machte die Burg zu seinem Hauptsitz und stattete sie prunkvoll aus. Doch die Schlacht am Boyne 1690 zwischen dem britischen König Wilhelm III. und dessen Vorgänger Jakob II. änderte alles: Die MacDonnells verloren mit Jakob II. den Kampf und hatten danach nicht mehr genug Geld, um die Burg zu halten.…

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die bavaria auf rädern

Ein neues Wahrzeichen, kurz vor der Vollendung: Zum Münchner Oktoberfest 1850 soll eine gigantische Bavaria-Statue, die weltliche Patronin Bayerns, auf der Theresienwiese feierlich eingeweiht werden. Doch die von König Ludwig I. in Auftrag gegebene Figur ist mit ihren 18,52 Metern so kolossal, dass sie nicht in einem Stück gegossen werden kann. Deshalb schafft Erzgießer Ferdinand von Miller ab 1844 erst mal vier Einzelteile aus Bronze: Kopf, Arme, Brust und Unterteil. Zwischen Juni und August 1850 werden die Körperteile auf einen eigens konstruierten Wagen verladen und festgeschnallt. Pferde ziehen sie dann von der Gießerei zur Theresienwiese. Mit dabei ist auch Fotografie-Pionier Alois Löcherer, dem unter anderem diese Aufnahme glückt. Der Transport verläuft reibungslos, sodass die zusammengesetzte Bavaria am 9. Oktober enthüllt wird – und bis heute die Theresienwiese überragt.…

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falsch meldung

NAPOLEON FÜHLT SICH verunglimpft. In der britischen Presse erscheinen immerzu freche Karikaturen über ihn. Die englischen Zeichner haben einfach keinen Respekt. Sie zeigen ihn etwa, wie er an der französischen Küste steht, die Hose heruntergelassen hat und Guillotinen in Richtung England furzt. Mehrmals hat er sich bei der englischen Regierung beschwert. Vergebens. Die bissigste Zeichnung fertigt der Karikaturist James Gillray 1803 an: „Maniac Ravings or Little Boney in a Strong Fit“ (zu Deutsch etwa: „Manische Tobsucht oder Der kleine Boney bei einem heftigen Anfall“; „Boney“ war der Spottname für Napoleon Bonaparte). Gillray stellt den Korsen als tobendes Männlein dar, das alle Möbel um sich herum umgeworfen hat und auf die britischen Errungenschaften schimpft: das Parlament, die Presse, die Handelsgesellschaften. Diese Zeichnung sollte das Bild von einem kleinwüchsigen Napoleon prägen. Fortan schrumpft…

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der phönix

WAS SAGT DIE LEGENDE? Am Ende seines Lebens verbrennt der Vogel Phönix, um aus seiner Asche wiederaufzuerstehen. Alternativ stirbt er einfach und steht aus dem verwesenden Leib wieder auf. Weitere Variante: Er baut ein Nest, wenn er spürt, dass sein Ende naht, legt ein Ei und verbrennt. Aus dem Ei schlüpft ein neuer Phönix. Der Ursprung der Legende liegt im Benu, einem Reiher aus der ägyptischen Mythologie, der alle paar Hundert Jahre erscheint, in der Morgenröte verbrennt und aus seiner Asche verjüngt zurückkehrt. WIE WURDE SIE ÜBERLIEFERT? Die Griechen benannten den Vogel nach den Phöniziern, die sich auf die Herstellung des Purpurfarbstoffs verstanden und den Hellenen geheimnisvoll erschienen. Auch in Rom, Persien, Indien und China verbreitete sich der Mythos – Länder, in denen durchaus mal Flamingos gesichtet werden (siehe rechte Spalte). In der…

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die kot-zähler

Einst war Cahokia die größte Stadt Nordamerikas. In diesem Zentrum der Mississippi-Kultur lebten im 12. Jahrhundert bis zu 40000 Menschen, schätzten Archäologen – bislang. Um die Einwohnerentwicklung besser zu verstehen, testete eine Forschergruppe um A. J. White von der University of California und Carl Lipo von der Binghamton University in New York eine neue Methode: Die Geologen und Anthropologen suchten nach den Exkrementen der Bewohner von Cahokia – und fanden auf dem Grund des nahen Horseshoe Lake Kotreste. Herr White, warum schätzen Sie nicht auf herkömmliche Weise die Einwohnerzahl? Archäologen können die Größe von Gruppen nur indirekt feststellen. Wenn sie die Einwohnerzahl einer Stadt wissen wollen, zählen sie etwa die Häuser darin und rechnen hoch, wie viele Menschen dort wohnten. Auch Friedhöfe eignen sich gut, um die Einwohnerzahl zu schätzen. Doch diese…

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