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P.M. HISTORYP.M. HISTORY

P.M. HISTORY 08/2019

"P.M. HISTORY ist das vielseitige, lebendige Geschichtsmagazin, das seriös und verständlich informiert, glänzend unterhält und immer wieder überrascht. P. M. HISTORY bietet packende Lesestücke aus allen Epochen – eben die besten Geschichten aus der Geschichte – übersichtlich im Inhaltsverzeichnis in einem Zeitstrahl chronologisch geordnet. P. M. HISTORY konzentriert sich nicht auf ein geschichtliches Thema pro Heft, sondern bietet in jeder Ausgabe eine Fülle von Themen. In jeder Ausgabe von P. M. HISTORY gibt es einen Großen Sonderteil, der sich ausführlich einem geschichtlichen Thema widmet. Das können sowohl historische Persönlichkeiten als auch bestimmte Epochen oder Ereignisse sein. Faszinierende Reportagen, Interviews z.B. mit bekannten Autoren oder Wissenschaftlern sowie Empfehlungsseiten für Bücher und Filme runden das redaktionelle Angebot ab."

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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12 Ausgaben

IN DIESER AUSGABE

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die türkenkriege haben europa geformt

LIEBE LESERIN, LIEBER LESER, als ich neulich mit dem Fahrrad in die Redaktion fuhr, musste ich unterwegs – wie so oft – kurz abbremsen, um ein Auto ausparken zu lassen. Ich hatte genug Zeit, mir das Symbol einzuprägen, das auf dessen Heckscheibe klebte. Wenn ich nicht gerade an diesem Heft gearbeitet hätte, hätte ich nicht gewusst, womit ich es zu tun hatte. Es war eine „Tughra“ – der kunstvoll geschriebene Namenszug eines osmanischen Sultans. Von welchem genau? Erwarten Sie nicht zu viel von mir. Das spielt auch keine Rolle. Entscheidend ist: Der Fahrer identifizierte sich offenbar so sehr mit diesem Teil der türkischen Geschichte, dass er es überall zeigen wollte. Er ist nicht allein. Die knapp fünf Jahrhunderte, in denen die Christenheit mit den Osmanen rang, üben noch immer eine besondere…

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giverny

KOMMT IHNEN DIESES MOTIV irgendwie bekannt vor? Die japanische Brücke, die Seerosen? Genau, sie zieren zahlreiche Gemälde des großen Impressionisten Claude Monet (1840–1926). Die Idylle, die er immer wieder malte, gibt es auch in echt: im Garten von Monet in Giverny. Der Künstler – und leidenschaftliche Gärtner – lebte ab 1883 in dem ruhigen Dorf in der Normandie, später ließ er hier den Teich samt exotischen Pflanzen und Brücke anlegen. Der Garten entwickelte sich zu einer wichtigen Inspirations- und Kraftquelle. Heute besuchen jedes Jahr Hunderttausende Touristen das Anwesen – und tauchen in Monets Kunstwerke ein.…

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schieß doch!

Mord? Duell? Hinrichtung? Weit gefehlt. Das vermeintliche Opfer, die Arme lässig hinter dem Rücken verschränkt, grinst sogar ein bisschen. Selbst als das Gegenüber mit der Waffe aus kurzer Distanz auf seine Brust zielt und abdrückt, bleibt es unbeeindruckt. Und tatsächlich: Der Mann überlebt den Schuss, wie von allen Beteiligten beabsichtigt. Es handelt sich nämlich um eine Werbeaktion. W.H. Murphy ist ein Verkäufer der New Yorker Protective Garment Corporation – und will 1923 kugelsichere Westen an den Mann bringen, in diesem Fall an die Polizei in Frederick County. Deshalb drückt er dem Polizisten Charles W. Smith eine Waffe in die Hand und gibt sich, werbewirksam, selbst zum Abschuss frei. Neu sind solche Schutzwesten 1923 nicht: Die ersten werden bereits um 1900 verkauft. Da neue Waffen aber auch die Durchschlagskraft der Projektile…

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falsch meldung

DIE URSPRÜNGE DER SLAWEN: Anfang des 19. Jahrhunderts formiert sich die tschechische Nationalbewegung gegen die Herrschaft der Habsburger. Die Patrioten fordern mehr politische Autonomie und suchen nach möglichst alten Quellen, um eine eigene, weit zurückreichende Kultur belegen zu können. Sie finden zwar ein paar Chroniken, aber nichts, was einem richtigen Heldenepos wie dem Nibelungenlied nahekäme. Da entdeckt der Sprachwissenschaftler Václav Hanka im September 1817 in einer Kirche in Königinhof an der Elbe die heiß ersehnten Beweise: zwölf Pergamentblätter und zwei Streifen mit kryptischen Texten. Er datiert den Fund auf das 13. Jahrhundert. Es geht um den Sieg der Tschechen über die Polen 1004 und die Niederlage der Tataren bei Olmütz 1241. Diese Königinhofer Handschrift wird schnell als großartiges altslawisches Zeugnis gefeiert – und Hanka berühmt. Ein Jahr später erhält das Nationalmuseum…

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gordischer knoten

WAS SAGT DIE LEGENDE? Wer den Gordischen Knoten durchschlägt, löst ein vertracktes Problem auf unkonventionelle Art. So wie Alexander der Große in Gordion (in der Nähe des heutigen Ankara). Am Streitwagen von König Gordios verband ein großer Knoten Deichsel und Zugjoch. Niemand konnte ihn öffnen. Laut Orakel würde derjenige, dem es gelänge, über Asien herrschen. Alexander durchtrennte ihn mit dem Schwert (Variante: Er zog den Pflock heraus, an dem er befestigt war). Und trat seinen Siegeszug bis nach Indien an. WIE WURDE SIE ÜBERLIEFERT? Der griechische Schriftsteller Plutarch (45–125 n. Chr.) und sein Zeitgenosse, der römische Historiker Quintus Curtius Rufus, Verfasser einer großen Alexander-Biografie, beschreiben die Anekdote, die sich 334 oder 333 v. Chr. auf Alexanders Zug nach Persien zugetragen haben soll. Die Variante mit dem gezogenen Pflock, die mehr auf Schläue setzt,…

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tiere vor gericht

Sie sind über die Ernte hergefallen oder haben Menschen verletzt: Über Jahrhunderte wurde widerspenstigen Schweinen, Eseln oder auch Insekten der Prozess gemacht, teils mit fürchterlichen Folgen für die Tiere. Der Historiker Sebastian Huncke hat zahlreiche Gerichtsakten und Chroniken ausgewertet und untersucht, welche gesellschaftlichen Phänomene hinter den Tierprozessen stecken. Im Jahr 1520 mussten sich im französischen Mamirolle ein paar Holzwürmer vor Gericht verantworten. Was wurde ihnen vorgeworfen? Nichts Geringeres als ein Anschlag auf das christliche Abendland. Die Holzwürmer hatten nämlich in einer Kirche den Holzstuhl des Bischofs angenagt, woraufhin dieser samt Stuhl umfiel. Die Stadtbewohner befürchteten, dass der Teufel seine Finger im Spiel hatte. Zumal der Bischof nach dem Sturz „in den Stand der Blödigkeit“ fiel, wie es in den Quellen heißt. Jedenfalls kam ein Gerichtsbote in die Kirche und las den Würmern…

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