ENTDECKENBIBLIOTHEK
searchclose
shopping_cart_outlined
exit_to_app
category_outlined / Kultur & Literatur
P.M. HISTORYP.M. HISTORY

P.M. HISTORY 09/2019

"P.M. HISTORY ist das vielseitige, lebendige Geschichtsmagazin, das seriös und verständlich informiert, glänzend unterhält und immer wieder überrascht. P. M. HISTORY bietet packende Lesestücke aus allen Epochen – eben die besten Geschichten aus der Geschichte – übersichtlich im Inhaltsverzeichnis in einem Zeitstrahl chronologisch geordnet. P. M. HISTORY konzentriert sich nicht auf ein geschichtliches Thema pro Heft, sondern bietet in jeder Ausgabe eine Fülle von Themen. In jeder Ausgabe von P. M. HISTORY gibt es einen Großen Sonderteil, der sich ausführlich einem geschichtlichen Thema widmet. Das können sowohl historische Persönlichkeiten als auch bestimmte Epochen oder Ereignisse sein. Faszinierende Reportagen, Interviews z.B. mit bekannten Autoren oder Wissenschaftlern sowie Empfehlungsseiten für Bücher und Filme runden das redaktionelle Angebot ab."

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
Mehr lesenkeyboard_arrow_down
Angebot: Sparen Sie 40% des Abopreises mit dem Code BIG40
AUSGABE KAUFEN
3,99 €(Inkl. MwSt.)
ABONNIEREN
44,99 €(Inkl. MwSt.)
12 Ausgaben

IN DIESER AUSGABE

access_time2 Min.
werden wir die wiedervereinigung koreas noch erleben?

LIEBE LESERIN, LIEBER LESER, es ist ein verführerischer Vergleich: eine gespaltene Nation, getrennt durch eine tödliche Grenze, an der die Systeme aufeinanderprallen. Demokratie und Diktatur, Kapitalismus und Kommunismus. Eine Front im Kalten Krieg. Auf den ersten Blick wirkt Korea tatsächlich wie das ostasiatische Spiegelbild von Nachkriegsdeutschland. Doch je länger ich mich mit der koreanischen Geschichte beschäftigt habe, desto mehr ist mir bewusst geworden, dass diese Parallele nur einer oberflächlichen Betrachtung standhält. Sicher, der Grund für die Teilung – die Konkurrenz der Supermächte – war derselbe, aber anders als die Deutschen, die mit dem Zweiten Weltkrieg das Unheil selbst heraufbeschworen hatten, waren die Koreaner Opfer. Nach 40 Jahren japanischer Fremdherrschaft hätten sie es 1945 eigentlich verdient gehabt, vereint und frei zu leben. Es kam anders. Was oft vergessen wird: Auch im Süden regierten…

access_time1 Min.
herkules

LICHT AN, WASSER MARSCH: Über Steintreppen und Felsformationen stürzen die Wassermassen vom Kasseler Herkules 80 Meter in die Tiefe und schlängeln sich zum Tal weiter. Der Bergpark Wilhelmshöhe gehört mit seinen Wasserspielen zum UNESCO-Weltkulturerbe – ein Sinnbild für fürstliche Machtrepräsentation in Zeiten des Absolutismus. Dafür steht auch der monumentale achteckige Herkules-Bau samt Pyramide. Auf ihrer Spitze thront eine 8,30 Meter hohe Kupferstatue, die Landgraf Karl von Hessen-Kassel 1713 in Auftrag gab. Der Held aus der griechischen Antike verkörpert Kraft, Mut und Klugheit. Tugenden, mit denen sich offenbar auch Karl identifizierte.…

access_time1 Min.
und jetzt brüllen, bitte!

Die Mähne: gekämmt. Die Pose: herrschaftlich. Fehlt nur noch ein kräftiges „Roaar!“. Denn „Leo der Löwe“ ist nicht nur der König der Tiere – sondern auch der Kinofilme. Als Maskottchen der Produktionsfirma Metro-Goldwyn-Mayer brüllt er noch heute im Vorspann aller MGM-Streifen (z. B. „James Bond“). Streng genommen setzte das Studio seit 1924 mehrere Löwen ein, die – von der aktuellen Raubkatze abgesehen – nie wirklich Leo hießen. Auf diesem Foto vom 28. Dezember 1928 steht Jackie vor der Kamera. Er war der Erste, der für den Tontechniker röhren sollte. Sein Vorgänger blieb im Film – mangels Ton – noch stumm. In „Weiße Schatten“ feierte das Brüllen Premiere: Es wurde von einem Phonographen zum Vorspann abgespielt. Aus einer Familie von Show-Löwen stammend und jahrelang dressiert, trat Jackie in mehr als 100…

access_time2 Min.
falsch meldung

SEIT MONATEN bemüht sich London, China auf die Seite der Entente zu ziehen. Noch Anfang 1917 hält sich Peking aus dem Krieg in Europa heraus. Da berichtet die englischsprachige „North China Daily News“, dass im Deutschen Reich „Glyzerin aus toten Soldaten“ gewonnen wird. Die Nachricht der einflussreichen Zeitung in Shanghai spricht sich rasch herum. Britische Blätter, darunter die „Times“, drehen die Horrorgeschichte weiter. Bald ist die Rede von einer deutschen „Kadaververwertungsanstalt“. Dort würden aus dem Fett der Soldatenleichen etwa Seife und Tierfutter hergestellt. Die Arbeiter in diesen „Fabriken“ seien quasi Gefangene und von ihrer Tätigkeit traumatisiert. Vergeblich protestiert die deutsche Regierung gegen die „widerlichen und lächerlichen“ Berichte. Die Artikel liefern einen – vermeintlichen – Beleg für die Ruchlosigkeit der Deutschen und ihre barbarischen Sitten. Tatsächlich erklärt China am 14. August 1917 dem…

access_time1 Min.
hamlet

WAS SAGT DIE LEGENDE? „ Etwas ist faul im Staate Dänemark“: Prinz Hamlet will seinen Vater rächen, der von dessen Bruder Claudius ermordet wurde. Dieser übernimmt nun die Macht und heiratet auch noch die Witwe des getöteten Königs. Leider stellt sich Hamlet, angestiftet vom Geist seines Vaters, bei der Ausführung seiner Rachepläne nicht sehr geschickt an. Dadurch stürzt er die gesamte Verwandtschaft ins Verderben, sich selbst natürlich auch. Am Ende fällt das Dänenreich tränenreich an den Prinzen von Norwegen. WIE WURDE SIE ÜBERLIEFERT? Shakespeares Drama wird seit 1602 gespielt. Seine Wurzeln hat es, mit etwas anderen Konstellationen, in der „Amlethus“-Erzählung des dänischen Geschichtsschreibers Saxo Grammaticus um 1200. Der Dichter François de Belleforest veröffentlichte 1570 eine französische Fassung. Außerdem wird seinem Zeitgenossen, dem Dramatiker Thomas Kyd, ein „Ur-Hamlet“ zugeschrieben, der allerdings nicht erhalten ist.…

access_time3 Min.
tupaias karte

Als James Cook im April 1769 auf seiner ersten Südseereise vor Tahiti ankerte, traf er auf einen polynesischen Meisternavigator: Tupaia. Cook nahm ihn mit an Bord der Endeavour. Dort zeichnete er drei Versionen einer Seekarte, welche die Inseln Polynesiens zeigt. Lange galt „die Karte von Tupaia“ als unlesbar. Dieses Jahr haben die beiden Anglisten Anja Schwarz und Lars Eckstein die Karte neu interpretiert – und einige ihrer Rätsel gelöst. Wie kam es dazu, dass Sie alte Seekarten enträtselten? Anfangs zeigten wir Tupaias Karte einfach in unseren Vorlesungen zur postkolonialen Literatur, als Beispiel für alternative Vorstellungen von Subjektivität und Raum. Die polynesische Seefahrt hat einen ganz anderen Zugang zur Räumlichkeit: Nicht der Reisende bewegt sich durch eine statische Welt, sondern eine dynamische Welt bewegt sich um ihn herum. Inseln tauchen aus dem Meer…

help