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P.M. HISTORYP.M. HISTORY

P.M. HISTORY 11/2019

"P.M. HISTORY ist das vielseitige, lebendige Geschichtsmagazin, das seriös und verständlich informiert, glänzend unterhält und immer wieder überrascht. P. M. HISTORY bietet packende Lesestücke aus allen Epochen – eben die besten Geschichten aus der Geschichte – übersichtlich im Inhaltsverzeichnis in einem Zeitstrahl chronologisch geordnet. P. M. HISTORY konzentriert sich nicht auf ein geschichtliches Thema pro Heft, sondern bietet in jeder Ausgabe eine Fülle von Themen. In jeder Ausgabe von P. M. HISTORY gibt es einen Großen Sonderteil, der sich ausführlich einem geschichtlichen Thema widmet. Das können sowohl historische Persönlichkeiten als auch bestimmte Epochen oder Ereignisse sein. Faszinierende Reportagen, Interviews z.B. mit bekannten Autoren oder Wissenschaftlern sowie Empfehlungsseiten für Bücher und Filme runden das redaktionelle Angebot ab."

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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12 Ausgaben

IN DIESER AUSGABE

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auf der suche nach versteckten schätzen

LIEBE LESERIN, LIEBER LESER, jeder Kontinent hat seinen Star. Rein archäologisch gesprochen. Wenn ich Südamerika sage, dann wette ich mit Ihnen, dass Sie an die mächtigen Inka denken. Und wahrscheinlich geht auch gleich das Kopfkino los. Vielleicht sehen Sie Machu Picchu vor sich – es gibt ja kaum etwas Imposanteres als diese Ruinenstadt in den Anden. Nur die Chimú werden Ihnen nicht in den Sinn kommen. Dabei hat dieses Volk im 14. Jahrhundert die damals größte Stadt Südamerikas errichtet. Bis zu 100 000 Menschen sollen in Chan Chan gelebt haben. Rund hundertmal so viele wie in Machu Picchu! Die Chimú sind eine jener weniger berühmten Kulturen, die wir in diesem Heft vorstellen (Seite 62). Schon ihre Namen klingen rätselhaft: Cahokia, Maurya oder gar Majapahit. Was mag sich dahinter verbergen? Die Antwort:…

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šiauliai

KRUZIFIXE, WOHIN DAS AUGE SCHAUT. Der Berg der Kreuze nördlich von Šiauliai macht seinem Namen alle Ehre. Darüber, wann und warum die Tradition des Kreuzeaufstellens begann, gibt es verschiedene Versionen. Einer zufolge haben auf dem Hügel Aufständische, die im 19. Jahrhundert gegen die russische Herrschaft rebellierten, ihre gefallenen Angehörige begraben. Zu Sowjetzeiten drückten Litauer ihren Widerstand gegen die Fremdherrschaft aus, indem sie Kruzifixe in den Boden rammten. Die kommunistische Regierung ließ die christlichen Symbole mehrfach niederreißen. Vergebens. Die Anwohner stellten einfach immer wieder neue Kreuze auf – und heute ist das Denkmal ein nationales Heiligtum.…

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unter waffen

Belfast, 6. Mai 1981. Am Tag zuvor hatte es Bobby Sands erwischt. Der IRA-Untergrundkämpfer war nach 66 Tagen Hungerstreik im berüchtigten Maze-Gefängnis in Nordirland gestorben. Nun entlädt sich in den Straßen der Hass: Katholiken gegen Protestanten, Republikaner gegen Unionisten, Iren gegen Briten. Dazwischen die Armee. Und die Kinder. Für sie ist Gewalt schon lange Alltag. Gewalt durch nationalistische Bombenleger, Gewalt durch Paramilitärs, die ihre Gegner mit Knieschüssen einschüchtern. Gewalt durch die Armee, die auch Unbewaffnete tötet, wie 1972 beim „Bloody Sunday“. Erst die europäische Einigung und das Karfreitagsabkommen von 1998 machten dem Sterben ein Ende: Aus der umkämpften Demarkationslinie wurde eine grüne Grenze. Doch das könnte sich jetzt mit dem Brexit wieder ändern. Die radikalen Katholiken jedenfalls bomben schon wieder. Sie nennen sich jetzt „Neue IRA“.…

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falsch meldung

DIE FRANZOSEN bleiben misstrauisch. Hat der 1725 verstorbene Zar Peter der Große seinen Nachfolgern wirklich einen detaillierten Plan zur Unterjochung Europas hinterlassen? 1797 überreicht der polnische General Michał Sokolnicki der französischen Regierung eine Denkschrift, in der die Existenz eines solchen Dokuments behauptet wird: Demnach müsse Polen geteilt, Preußen überrannt und das Osmanische Reich erobert werden. Am Ende gelte es, Österreich und Frankreich gegeneinander auszuspielen – und dann anzugreifen. Einen Beweis liefert Sokolnicki nicht. Trotzdem hofft er, dass das sogenannte Direktorium einen Angriff auf Russland beschließt. Dann könnte – das nach drei Teilungen von der Landkarte getilgte – Polen wieder auferstehen. Vergebens. Erst 1812 zieht Napoleon Bonaparte gegen Moskau: Doch auch er rechtfertigt seinen Feldzug propagandistisch damit, die russische Eroberungspolitik zu vereiteln. Schließlich taucht 1836 sogar eine angebliche Abschrift des Testaments auf:…

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die heinzelmännchen

WAS SAGT DIE LEGENDE? Die Heinzelmännchen waren winzige nackte Hausgeister, wohnhaft in Köln. Wenn die braven Bürger schliefen, verrichteten diese Kobolde oder auch Wichtel nützliche Hausarbeiten für sie. Bäckermeister mussten niemanden zum Backen anstellen – das erledigten die Heinzelmännchen alles. Superpraktisch. Man durfte es nur nicht darauf anlegen, sie dabei zu beobachten. Denn so verschwanden sie und sind auch nie wiedergekommen. Superärgerlich. Was die Zwerge antrieb, darüber schweigt die Legende. WIE WURDE SIE ÜBERLIEFERT? Die Brüder Grimm verschriftlichten 1816 die Sage „Des kleinen Volkes Hochzeitsfest auf der Eilenburg“. Aus ihr entwickelte der Kölner Schriftsteller Ernst Weyden 1826 die Heinzelmännchensage und ließ die Wichtel von Sachsen an den Rhein umziehen. 1836 wurde die Gedichtfassung von August Kopisch populär, der dafür Anleihen bei Goethes „Hochzeitslied“ nahm. Engere Verwandtschaft: Gartenzwerge, die ZDF-Mainzelmännchen (seit 1963), Loriots Saugbläser…

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rache im alten rom

Was tun, wenn man sich in seiner Ehre gekränkt fühlt? Vergeltung üben – oder lieber den Zorn zügeln? Die Römische Republik kannte ein ausgeklügeltes System von Riten, um Rache für erlittenes Unrecht zu nehmen. Bastian Schenk von der TU Dresden hat für seine Promotion römische Geschichtswerke, Literatur, Dichtungen und antike Graffiti ausgewertet – und herausgefunden: Rache war in Rom ein höchst öffentlicher Akt. Warum gab es in Rom eine regelrechte Pflicht zur Rache? Die Gesellschaft der Römischen Republik basierte auf Ehre. Ein Senator, der sein Gesicht verloren hat, weil er etwa verleumdet wurde oder seine Gesetze im Senat blockiert wurden, büßte an Ehre und damit an politischer Macht ein. Diese Schande musste er wiedergutmachen. Deshalb wurde von ihm erwartet, dass er Rache an demjenigen nimmt, der seine Ehre beschmutzt hat. Dieses Prinzip…

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