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Kultur & Literatur
P.M. HISTORY

P.M. HISTORY 07/2020

"P.M. HISTORY ist das vielseitige, lebendige Geschichtsmagazin, das seriös und verständlich informiert, glänzend unterhält und immer wieder überrascht. P. M. HISTORY bietet packende Lesestücke aus allen Epochen – eben die besten Geschichten aus der Geschichte – übersichtlich im Inhaltsverzeichnis in einem Zeitstrahl chronologisch geordnet. P. M. HISTORY konzentriert sich nicht auf ein geschichtliches Thema pro Heft, sondern bietet in jeder Ausgabe eine Fülle von Themen. In jeder Ausgabe von P. M. HISTORY gibt es einen Großen Sonderteil, der sich ausführlich einem geschichtlichen Thema widmet. Das können sowohl historische Persönlichkeiten als auch bestimmte Epochen oder Ereignisse sein. Faszinierende Reportagen, Interviews z.B. mit bekannten Autoren oder Wissenschaftlern sowie Empfehlungsseiten für Bücher und Filme runden das redaktionelle Angebot ab."

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
Erscheinungsweise:
Monthly
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12 Ausgaben

in dieser ausgabe

1 Min.
hier wohnen nur die gespenster der vergangenheit

LIEBE LESERIN, LIEBER LESER, manche der Städte, die wir Ihnen in diesem Heft vorstellen, wirken auf den ersten Blick wie die Kulissen eines Zombie-oder Katastrophenfilms. Leere Straßen, verlassene Autos, überwucherte Häuser. Doch anders als in Hollywood lauern hier keine Monster in den Schatten – sondern nur die Gespenster der Vergangenheit. Diese Vergangenheit wollen wir auf den folgenden Seiten zu neuem Leben erwecken. Es sind die Geschichten von jahrtausendealten Metropolen wie Assur (S. 26), aber auch von modernen Geisterstädten wie Fordlândia im brasilianischen Dschungel (S. 62). Wo sie auch liegen: Sie alle erzählen vom Rhythmus der Geschichte – von Aufstieg, Blüte und Fall. Vom menschlichen Schaffensgeist ebenso wie vom menschlichen Größenwahn. Von Siegen über die Natur und von den Niederlagen, die sie Menschen zugefügt hat. Ein großes Drama also. Vielleicht faszinieren uns…

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website und podcast

Es gibt Zuwachs in der P.M.-Familie: Schon seit 2018 arbeiten wir mit dem österreichischen Sender ServusTV zusammen, wöchentlich können Sie dort das Fernsehmagazin „P.M. Wissen“ schauen. Nun haben die Teams in Salzburg und Hamburg eine gemeinsame Website erstellt. Unter der Adresse www.pm-wissen.com finden Sie Texte aus allen Heften unserer Markenfamilie – natürlich auch aus P.M. HISTORY. Dazu spannende Videos und die Folgen unseres täglichen Podcasts „Schneller schlau“. Schauen Sie doch mal vorbei!…

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glenfinnan

DA SCHLAGEN DIE HERZEN aller Eisenbahn-Nostalgiker höher: Die Route von Fort William nach Mallaig in Schottland zählt zu den schönsten Strecken der Welt. Sie führt nicht nur mitten durch die Highlands, sondern überquert auch den 1901 eingeweihten Glenfinnan-Viadukt. Die 380 Meter lange und bis zu 30 Meter hohe Brücke war eine der ersten, die komplett aus Beton gebaut wurde. Noch heute verkehrt auf den Schienen der alte, schwarz-rote Jacobite Steam Train, der im wahrsten Sinne des Wortes magisch ist: Mit ihm reiste der berühmte Zauberlehrling Harry Potter in der gleichnamigen Filmreihe nach Hogwarts, der Schule für Hexerei und Zauberei.…

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es ist ein mensch!

Ein verlassener Straßenzug? Von wegen. Auf dem Gehweg am Bildrand links unten ist tatsächlich eine Person zu erkennen. Das war 1838, als die Aufnahme vom Pariser Boulevard du Temple entstand, ein Novum. Denn die Belichtungszeiten waren so lang, dass Spaziergänger und Kutschen eigentlich längst verschwunden waren, wenn der Fotograf die Aufnahme beendete. Doch hier hatte der Pionier Louis Daguerre mit seiner Camera Obscura Glück (oder er hat die Szene inszeniert). Ein Mann, der sich die Schuhe polieren ließ, hielt lang genug inne – und wurde als wohl erster Mensch auf einem Foto scharf abgelichtet. Der Schuhputzer dagegen ist kaum zu erkennen. Daguerre revolutionierte die Fotografie mit einem neuen Verfahren. Er belichtete eine Jodsilberplatte, machte das entstandene Bild mit Quecksilberdampf sichtbar und verkürzte die Belichtungszeit von acht Stunden auf etwa sieben…

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falsch meldung

IM SOMMER 1969 sind Volkspolizei und Staatssicherheit der DDR alarmiert. Sie haben von einem Gerücht erfahren, das unter Jugendlichen kursiert. Erstmals heißt es am 13. September in einer Akte: „Der Beschuldigte schrieb in der Straße am Schenkenbusch in Dessau auf die Asphaltdecke: ‚Rolling Stones Fans fahrt nach Ber…‘. Durch sich nähernde Passanten nahm er davon Abstand, das Wort Berlin zu vervollständigen.“ Angeblich soll die britische Rockband am 7. Oktober 1969 auf dem Westberliner Springer-Hochhaus ein Konzert geben. Das Verlagsgebäude steht direkt an der Mauer. Zehntausende ostdeutsche Stones-Fans könnten sich auf DDR-Seite versammeln, um das Konzert zu verfolgen – ausgerechnet am 20. Jahrestag der DDR! In Ostberlin tauchen sogar Flugzettel auf: „Die Rolling Stones kommen nach Westberlin.“ Daraufhin bestellt die Polizei überall im Land – so drückt sie es aus – „Jugendliche mit…

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kleopatras schlangenbiss

WAS SAGT DIE LEGENDE? Alexandria ist im August 30 v. Chr. in den Händen der Römer, Kleopatras Geliebter Mark Anton hat sich umgebracht, sie selbst soll von Octavian als Kriegsbeute nach Rom verschleppt werden. Da lässt Kleopatra lieber durch einen Bauern eine Kobra in einem Feigenkorb an den Wachen vorbei in ihr Gemach schleusen, um sich von der Schlange beißen zu lassen und so über ihr Schicksal selbst zu bestimmen. Ihr Plan geht auf: Schnell und schmerzlos stirbt Ägyptens Königin. Ein letzter Triumph über Rom. WIE WURDE SIE ÜBERLIEFERT? Bald nach Kleopatras Tod finden sich erste Andeutungen bei Vergil und Horaz, aber erst Plutarch schmückt die Geschichte 100 Jahre später aus. Wobei er bereits damals Zweifel sät, dass Kleopatra an Schlangengift starb. Als man sie fand, sei keine Kobra im Zimmer gewesen. Die…