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P.M. Magazin

11/2021

"P.M. berichtet informationstief und gedankenscharf über die spannendsten Ereignisse der Wissenschaft in einer ganz besonders unterhaltenden Art und Weise. P.M. erzählt aus den Werkstätten der Zukunft. Faszinierend und begeisternd. P.M. bietet emotionalen Mehrwert, denn P.M. ist das einzige seriöse Magazin im Wissenssegment, das nicht nur verständlich sondern auch unterhaltsam ist. Die Artikel gehen den Dingen auf den Grund und vermittelt Wissen leidenschaftlich – immer auf Augenhöhe mit seinen Lesern und stets aus überraschender Perspektive. Dabei liefert das Magazin immer wieder neues Wissen, spannende und außergewöhnliche Geschichten und gibt Antworten auf die großen Fragen unserer Zeit. Der Claim ""Neugierig auf morgen"" spiegelt sowohl das Interesse der Leser als auch den Antrieb der Redaktion perfekt wider."

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
Erscheinungsweise:
Monthly
2,99 €(Inkl. MwSt.)
34,99 €(Inkl. MwSt.)
12 Ausgaben

in dieser ausgabe

2 Min
utopie oder dystopie?

Liebe Leserin, lieber Leser, kennen Sie den wunderbar verrückten Roman »Qualityland« des Autors Marc-Uwe Kling? In dieser Dystopie, die in einer nahen Zukunft spielt, bekommt die Hauptfigur ein rosafarbenes Sexspielzeug in Form eines Delfins zugeschickt. Unaufgefordert – denn die künstliche Intelligenz des mächtigen Online-Versandhändlers hatte ermittelt, dass der junge Mann genau dieses Produkt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in naher Zukunft gerne haben möchte. Das stimmte aber nicht. Als der Kunde den Vibrator zurückgeben will, löst er dadurch eine Systemkrise aus. Denn er behauptet etwas, was in Qualityland nicht sein darf: Die KI hat sich geirrt. Manchmal bleibt einem bei der Lektüre dieses eigentlich sehr munteren Buches das Lachen im Halse stecken. So sehr drängt sich der Eindruck auf, die absurden Szenarien könnten in Wahrheit nur einen erschreckend kleinen Schritt von…

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1 Min
zitate

»Das Schlimmste an den Rednern ist, dass sie nicht sagen, worüber sie sprechen.« HEINZ ERHARDT (1909–1979), deutscher Komiker und Kabarettist Eingesandt von Klaus P. Jaworek, per Mail »Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.« ALBERT EINSTEIN (1879–1955), ein Physiker, den wir alle kennen Eingesandt von Petra Decker, per Mail Träumen ist Lesen mit geschlossenen Augen. UNBEKANNT Eingesandt von Stefanie Runkel, per Mail »Fallen ist weder gefährlich noch eine Schande. Liegenbleiben ist beides!« KONRAD ADENAUER (1876–1967), erster Kanzler der Bundesrepublik Deutschland Eingesandt von Mitch Wesseling, per Mail »Karriere ist etwas Herrliches, aber man kann sich nicht in einer kalten Nacht an ihr wärmen.« MARILYN MONROE (1926–1962), US-amerikanische Schauspielerin Eingesandt von Ursula Heinz, per Mail D RE I SAT Z SCHWEIGEN »Um etwas zu sagen, ist immer Zeit vorhanden, aber…

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2 Min
zuschriften

P.M. 10/2021 Titel/Mobilität Zu viel gewollt Wir Deutschen scheinen wohl dazu zu neigen, nur die komplette Perfektlösung haben zu wollen und alles andere vollständig zu ignorieren. Wir hoffen auf das autonom fahrende Auto, anstatt simple und einfache Lowtech-Lösungen umzusetzen. Wir brauchen keine neuen Daten und keine neue Technologie, um zu erkennen, dass bestehende Radwege zu schmal und in zu schlechtem Zustand sind. Es hilft wenig, eine Linie auf die Straße zu malen und zu behaupten, das sei jetzt der Radweg. Torsten Pohling, Haigerloch P.M. 10/2021 Forschung/Statistik Sprachlos Seit über 40 Jahren bin ich Abonnent Ihrer Zeitung, aber jetzt reicht es mir. Grund: der unsäglich einseitige Beitrag »WAHR(scheinlich)« auf den Seiten 59 ff. über Statistik. Einseitig nicht vom Fachlichen her, aber in Bezug auf die Verbiegung der deutschen Sprache. Man mag über den Genderwahn streiten, ich persönlich halte ihn…

pmmagde2111_article_008_01_01
9 Min
alpha

Schönes Scheitern BIOLOGIE Der Romanesco hat eine faszinierende Form: Die Blumenkohlsorte setzt sich aus zahllosen kleinen Pyramiden zusammen, die wiederum aus Ebenbildern ihrer selbst bestehen. Dem Grund dafür ist nun ein Team der französischen Universität Lyon auf die Spur gekommen. Die bestechende Geometrie ist das Ergebnis einer gestörten Gen-Regulation: Ein Gen, das den Blühprozess stoppt, ist verstärkt aktiviert, während andere Gene, die für die Entstehung der Blüte verantwortlich sind, herunterreguliert sind. So bilden sich aus Knospen lediglich Stängel, die wiederum neue Knospen hervorbringen – und immer so weiter. Eine solche Selbstähnlichkeit tritt auch bei den typischen Fibonacci-Spiralen auf (kleines Bild). Moose als Luftfilter für die Stadt TECHNIK Mit Pflanzen die Luft säubern – diesem Ziel hat sich das junge Team des Start-ups Green City Solutions in Berlin verschrieben. Auf rund 1000 vertikalen Quadratmetern…

pmmagde2111_article_010_01_01
2 Min
aus dem labor ... … in die wohnung

Wie gut ist die Luft um Sie herum? Um diese Frage zu beantworten, sollten Sie nicht Ihrer Nase vertrauen. Denn die liegt allzu oft falsch. Der menschliche Geruchssinn ist nämlich das, was Biologen einen »phasischen Sinn« nennen: Einen neuen Reiz gibt er intensiv weiter. Nach einer gewissen Zeit aber nimmt die Aktivität der Rezeptoren ab – fortwährende Gerüche nimmt man nicht mehr wahr. Wer mal länger in einer verrauchten Kneipe gesessen hat, kennt das: Geht man kurz raus und kommt wieder rein, kann man kaum glauben, dass man es vorher so lange im Mief ausgehalten hat. Vielleicht führt diese Eigenschaft des Geruchssinns dazu, dass viele Menschen zu selten lüften. Dabei gibt es in der Corona-Pandemie einen weiteren Grund, regelmäßig das Fenster aufzureißen – um kritischen Virenkonzentrationen vorzubeugen. Technologie soll uns daher…

pmmagde2111_article_018_01_02
18 Min
macht ohne moral

Regierungen, die ihre Bürgerinnen und Bürger rund um die Uhr mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) überwachen: Bis vor wenigen Jahren war das der Stoff dystopischer Zukunftsvisionen. Doch in China werden die Schreckensszenarien von einst gerade Realität. »Sobald ich aus dem Haus gehe, werde ich von einer Kamera erfasst«, berichtete der investigative Journalist Hu Liu im Mai der BBC. Die Kamera filmt ihn nicht bloß. Vielmehr erkennt ein Algorithmus sein Gesicht und ordnet die Aufnahmen seinem persönlichen Profil in den staatlichen Datenbanken zu. »Wenn ich ein Taxi nehme, leitet die Taxifirma meine Daten an die Regierung weiter. Wenn ich Freunde in einem Café treffe, dann wissen das die Behörden – wegen der Kamera im Café«, sagt Hu Liu. Jede Bewegung, jede Zusammenkunft wird analysiert. Er bekomme immer wieder Anrufe von Staatsbediensteten, die ihm…

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