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P.M. MagazinP.M. Magazin

P.M. Magazin 09/2019

"P.M. berichtet informationstief und gedankenscharf über die spannendsten Ereignisse der Wissenschaft in einer ganz besonders unterhaltenden Art und Weise. P.M. erzählt aus den Werkstätten der Zukunft. Faszinierend und begeisternd. P.M. bietet emotionalen Mehrwert, denn P.M. ist das einzige seriöse Magazin im Wissenssegment, das nicht nur verständlich sondern auch unterhaltsam ist. Die Artikel gehen den Dingen auf den Grund und vermittelt Wissen leidenschaftlich – immer auf Augenhöhe mit seinen Lesern und stets aus überraschender Perspektive. Dabei liefert das Magazin immer wieder neues Wissen, spannende und außergewöhnliche Geschichten und gibt Antworten auf die großen Fragen unserer Zeit. Der Claim ""Neugierig auf morgen"" spiegelt sowohl das Interesse der Leser als auch den Antrieb der Redaktion perfekt wider."

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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12 Ausgaben

IN DIESER AUSGABE

2 Min.
wie wir das altern verstehen

Liebe Leserin, lieber Leser, uralt ist die Vorstellung, es könne irgendwo auf der Welt einen Jungbrunnen geben. Eine Art Quelle der ewigen Jugend, aus der ein Zauberwasser sprudelt, das jeden verjüngt und revitalisiert, der es trinkt oder darin badet. Schon Lucas Cranach der Ältere malte im Jahre 1546 eine Szenerie mit Badenden, die sich in solch einem Jungbrunnen tummeln. Variationen des mystischen Volksglaubens finden sich auch in noch älteren, mittelalterlichen Schriften aus Persien. Und mal ehrlich: Glauben wir nicht bis heute, vielleicht etwas zu inbrünstig, an die Wirksamkeit von verjüngenden Essenzen, wenn wir viel Geld für blumig beworbene Cremes und Tinkturen ausgeben, die das Altern in Schach halten sollen? Aber auch hochmoderne Forschung widmet sich dem Jungbleiben. Wobei Konsens ist, dass man fürs Verjüngen zuerst den gegenteiligen Prozess besser verstehen muss: das…

1 Min.
zitate

»Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel.« BERTRAND RUSSELL (1872–1970), britischer Philosoph Eingesandt von Dennis Schilling, Itzehoe »Musik beginnt nicht mit dem ersten Ton, sondern mit der Stille davor. Und sie endet nicht mit dem letzten Ton, sondern mit dem Klang der Stille danach.« GIORA FEIDMAN (* 1936), argentinischer Klarinettist Eingesandt von Eckhard Leuchtenberger, Aachen »Die edelste Kunst ist die, andere Leute glücklich zu machen.« PHINEAS TAYLOR BARNUM (1810–1891), US-amerikanischer Schausteller Eingesandt von Jacob Gerdemann, Ebersberg »Es ist eine Schwäche der Männer, Frauen gegenüber stark erscheinen zu wollen.« HILDEGARD KNEF (1925–2002), deutsche Schauspielerin und Sängerin Eingesandt von Monika Wilms, Speyer »Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.« SENECA (um 4 v. Chr.–65 n. Chr.), römischer Philosoph Eingesandt von Elvis…

2 Min.
reaktion

P.M. 08/2019 Biologie Da ist der Wurm drin! Danke für den aufschlussreichen Bericht. Welch faszinierende Lebewesen Regenwürmer sind! Im ländlichen Raum gibt es noch den Platz für sie, an die Oberfläche zu kommen. Zurück an die Jugend denkend: Wir Buben holten uns die Regenwürmer aus Omas Garten. Eine Schnur, dran ein selbst gefertigter Angelhaken – der Wurm das Objekt der Fresslust einiger Forellen. Dieter Brauner, per E-Mail P.M. 07/2019 Visionen Bauernschlau Seit Jahren verpasse ich keine Ausgabe Ihres sehr informativen Magazins. Zum Artikel »Bauernschlau« möchte ich ergänzen, dass am Leibniz-Institut für Nutztierbiologie ebenfalls ein Frühwarnsystem für die Erkrankung von Klauen und Gliedmaßen entwickelt wurde. Das System beruht auf einer Trittschallplatte, die den akustischen Fußabdruck der Tiere misst und Veränderungen der Signale erkennt. Dipl.-Ing. agr. Simone Witzel, Rostock P.M. 07/2019 Wie jetzt? Im Stich lassen Zuerst möchte ich sagen, dass mir euer Heft sehr…

13 Min.
alpha

Wasserläufer METEOROLOGIE Ungewöhnlich warm war es am 13. Juni 2019 im Nordwesten Grönlands: 17 Grad Celsius herrschten im Inglefield-Fjord. Die Oberfläche des Meereises, auf dem man sonst trockenen Fußes den Fjord überqueren kann, taute. Als der dänische Klimaforscher Steffen Olsen mit seiner Expedition dort vorbeifuhr, um Messinstrumente einzusammeln, wateten seine Schlittenhunde durch stehendes Schmelzwasser. Das Foto ist spektakulär. Doch ein Beweis für den Klimawandel ist es nicht: Es zeigt ein außergewöhnliches Ereignis an einem besonders warmen Tag. Dass der Eisschild in Grönland tatsächlich immer kleiner wird, beweisen hingegen die langfristigen Messdaten, die Klimaforscher sammeln. Zurück in der Zukunft: Telearbeit 2000 Die Vision: Innerhalb von zehn Jahren würden viele Arbeitnehmer nicht mehr ins Büro gehen, sondern von zu Hause aus arbeiten. Der »elektronische Videokonferenz-Koordinator« mache die »Telearbeit« möglich – »ins Büro geht man nur…

20 Min.
wird altern heilbar? 150 jahre

David Sinclair geht es einfach gut. »Mein Ruhepuls liegt bei 57, habe ich heute Morgen gecheckt. Das entspricht der Herzfrequenz eines Athleten. Ich bin aber keiner. Mein Cholesterinspiegel und mein Blutdruck wären selbst für einen jungen Erwachsenen sehr gut. Vom Gewichtheben erhole ich mich so rasch, als wäre ich 30 Jahre jünger. Und wenn ich laufe, bin ich regelmäßig schneller gelangweilt als erschöpft.« Kein Zweifel, der 50-jährige Genetiker der Elite­Universität Harvard ist fit. Er joggt, hält Diät. Und: »Ich nehme täglich drei Wirkstoffe zu mir. Wir haben sie im Labor getestet.« Sinclairs Medikamentenmix gegen das Altern: Resveratrol, Metformin und NMN. Mit der genauen Dosierung dieser Anti­Aging-Mittel rückt er nicht heraus – schließlich will er niemanden dazu verleiten, ohne ärztliche Aufsicht Medikamente zu schlucken. Bekannt ist: NMN ist ein Molekül, das Körperzellen…

10 Min.
wand des todes

Vulkanologe Ulrich Küppers trägt Schutzbrille und geräuschdämmende Kopfhörer. Noch zehn Sekunden, dann wird der Vulkan explodieren. Eine Hochgeschwindigkeitskamera wird den Ausbruch mit 10 000 Bildern pro Sekunde dokumentieren. Küppers zählt laut herunter: »Zehn, neun … drei, zwei, eins …« Eine Explosion erschüttert den Kellerraum CU127B unter dem Vorlesungssaal der Fakultät für Geowissenschaften der Münchener Ludwig-Maximilians­Universität (LMU). Eine Gaswolke schießt mit Überschallgeschwindigkeit sieben Meter hoch an die Betondecke. Als der Knall verhallt, nimmt Küppers den Hörschutz ab. Er nickt zufrieden. Versuch gelungen. Später wird er mit einem Kollegen die Fotos und die Daten der Sensoren analysieren, die rund um die Versuchsanordnung aufgebaut waren. Was da explodierte, ist einer von nur fünf künstlichen Vulkanen weltweit. Alle fünf stehen im Untergeschoss des LMU-Departments für Geo- und Umweltwissenschaften, mitten im Münchner Museumsviertel. Sein Direktor, der Kanadier Donald…