ZINIO Logo
ENTDECKENBIBLIOTHEK
stereoplay

stereoplay 03/2021

stereoplay ist das führendes Test- und Technik-Magazin für qualitätsbewusste und wissensdurstige HiFi- und Surround-Enthusiasten. stereoplay ist ideal für alle, die ganz genau verstehen wollen, wie HiFi funktioniert. In jeder Ausgabe gibt es zahlreiche Tests edler Hardware und unglaublich gut klingender Lautsprecher aller Preisklassen. Zahlreiche, in Zusammenarbeit mit der TESTfactory entwicklte Messungen, belegen, was die erfahrenen Experten und Autoren in den redaktionseigenen Screening-Räumen hören. Wer guten Sound liebt, braucht stereoplay.

Mehr lesen
Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
Weka Media Publishing GmbH
Erscheinungsweise:
Monthly
5,49 €(Inkl. MwSt.)
54,99 €(Inkl. MwSt.)
12 Ausgaben

in dieser ausgabe

1 Min
piano trio

Die kleine Form als großes Thema Es vergeht kaum ein Monat, in dem auf den Jazzseiten von stereoplay nicht ein Piano-Trio rezensiert wird. Das Genre erlebt seit der Jahrtausendwende eine Blüte – wohl einerseits wegen der künstlerischen Herausforderung und andererseits, weil die meist (zu) niedrigen Gagen nur durch drei geteilt werden müssen. Hinzu kommt, dass sich das Genre erneuerte und die klassische Konzeption vom dominanten Pianisten mit zwei Begleitern, die schon Bill Evans Ende der 1950er-Jahre aufgebrochen hatte, in Richtung einer Gleichberechtigung der Partner weiterentwickelt hat. Die Trios des fünfunddreißigjährigen Norwegers Eyolf Dale und des elf Jahre jüngeren Schotten Fergus McCreadie („Cairn“, M: 8; K:9, 61:22, Edition Records) greifen auf diese moderne Rollenverteilung zurück – wenn auch in unterschiedlichem Maße. So lässt sich McCreadies Kontrabassist David Bowden passagenweise auf die über Jahrzehnte…

1 Min
audiophiler prog rock

Er gehört zu den großen Keybordern des Synth Pop und Prog und hat unter anderem bei Japan, Rain Tree Crow und Porcupine Tree gedient. Auf seinem Soloalbum „Under A Spell“ durchschreitet Richard Barbieri atmosphärisch flirrende, teils surreale bis alptraumhafte Klanglandschaften von rätselhafter Schönheit, die streckenweise eher an einen Chick Corea der 1970er-oder die Pat Metheny Group der 1980er-Jahren erinnert als an die Bands, in denen er selbst gespielt hat. Verfremdete Stimmen tauchen schemenhaft aus dem Hintergrund auf, ohne greifbar zu werden. Auf „Under A Spell“ behauptet sich Barbieri einmal mehr als expressiver Klangmaler. KScope / Edel (49:27)…

3 Min
opas, dacs und dcc

Mit Preisen um 1500 Mark traten vier DAT-Rekorder, davon ein portabler, gegen den 18.000-Mark-Boliden Fostex D 20 an. Dieser war klanglich auch sehr gut aufgestellt, zumindest solange man nicht allzu leise hörte, denn dann traten störende Erscheinungen in Form von Rauschen und Verzerrungen auf. Der Goldstar FG 800 bot als einziger eine 10er-Tastatur, seine Bedienung war einfach, aber manchmal hakte die Technik. Klanglich war alles im Lack: Gegenüber der Sony-Referenz etwas dicker im Bass und weniger druckvoll. Ein klarer Tipp. Der JVC XD Z 505 (diese Namen…) hatte ebenfalls Störgeräusche bei niedrigen Pegeln im Angebot, fand gesuchte Titel aber fast genauso schnell wie der Technics. Er klang sehr gut, trotz geringfügig zischeliger Stimmen. Der Technics SV DA 10 begeisterte mit einer nahezu perfekten Bedienungsanleitung und einer tollen Verarbeitung, vermasselte es…

1 Min
prog pop, rock

Auch schon wieder vier Jahrzehnte her! Anno 1981 stieß Mark Kelly als Keyboarder zu Marillion und es lag nicht zuletzt an seinen, mit Gitarrist Steve Rothery entwickelten Klangarchitekturen, dass die Band zu einer Institution des Prog Rocks wurde. Für sein Soloprojekt „Marathon“ (Deluxe mit Video-DVD) hat er sich bei Peter Gabriels Real World Studios eingemietet, eine ausgezeichnete Mannschaft rund um den Sänger Oliver M. Smith zusammengestellt und Musik geschrieben, die zwischen Rock-Routine und Konzept-Opulenz changiert. Mancher Sound wirkt bekannt, Rothery schaut auch einmal vorbei. Aber das gehört dazu, so wie Kelly zu Marillion. EarMusic / Edel (44:08)…

1 Min
ein manifest der noise-pioniere

Dais / Cargo (59:53) Um den Begriff Industrial ranken sich zahlreiche Stilformen. Für den Techno-Nerd der Gegenwart ist es geräuschbetont treibende Clubmusik, in der Historie hingegen finden sich Seitenlinien von Dark Ambient über Ritual bis hin zu Death Industrial mit Überschneidungen zum Metal. Ursprünglich allerdings sammelten sich in der britisch geprägten Szene Kunstprojekte und Avantgarde-Gruppen von Throbbing Gristle und Psychic TV bis hin zu Cabaret Voltaire oder den Einstürzenden Neubauten. Und natürlich Coil als eines der Mastermind-Projekte im Hintergrund. Entstanden um 1982 als Nebenaktivität von John Balance von Psychic TV, sammelten sich verschiedenen Musiker unter dem Bandsignet, wobei sich der Synthesizerspezialist Peter Christopherson von 1983 an als Konstante herausstellen sollte. Er gehörte zu den ersten Musikern überhaupt, der auf der Bühne live mit Samples experimentierte, und prägte den mit Geräuschen, Drones…

1 Min
bebop

Der Saxophonist Charlie Parker war ein virtuoser Melodiker mit intuitivem Formverständnis. Der Pianist Lennie Tristano abstrahierte das harmonische Gerüst und versuchte, dessen Bauplan hinter sich zu lassen. Sie kannten sich gut, trafen sich aber nur selten auf der Bühne. Die „Complete Recordings“ dokumentieren Radioshows von 1947 und 1949 mit den Metronome Allstars von Dizzy Gillespie und Fats Navarro. Schmuckstücke aber sind zwei Takes auf Charlie Parkers Privat-Bandrekorder von 1951, im Duo mit Lennie und Kenny Clarke, der leise mit Besen auf einem Telefonbuch rührt. Parker, zarttönend wie selten, Tristano akkordisch introvertiert. Bird's Nest / in-akustik (77:21) Musik max. 10 Punkte, Klang max. 10 Punkte erhältlich auf CD erhältlich auf Vinyl erhältlich als Download…