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sternstern

stern 13/2019

"Große, aktuelle und exklusive Geschichten, eine klare Haltung zu den relevanten gesellschaftlichen Fragen, vielfach ausgezeichnete Optik sowie das ausgeprägte soziale Engagement machen den STERN einzigartig in der deutschen Medienlandschaft. Große Geschichten erzählt der STERN – das Magazin steht für emotionale Intelligenz. Der STERN bringt die starken, investigativen Reportagen, die den Blick auf die Welt öffnen. Dabei ist die Berichterstattung immer nah am Menschen, empathisch und konkret. Große Bilder zeigt der STERN groß. Für seine Titel, Reportagen und Fotografien erhält das Magazin regelmäßig nationale und internationale Auszeichnungen. Zur DNA des STERN gehören seine Opulenz, seine klare Bildsprache und visuelle Kraft. Mit einer Kombination aus aktueller Berichterstattung, Nutzwertbeiträgen und klassischem Reportage-Journalismus bietet der STERN seinen Lesern Orientierung – in einer Welt, die sich laufend verändert. Der STERN legt Wert darauf, auch die menschliche Seite einer Nachricht zu zeigen. Seine bereits mehrfach ausgezeichnete Reportage-Fotografie bildet ein festes Element in jeder Ausgabe. Der STERN filtert, wertet und interpretiert. Die Einordnung hilft dem Leser, Zusammenhänge zu verstehen. Das klare Layout und die Auswahl der Inhalte, die moderne Formen der Info-Grafik sowie Einblicke aus dem Datenjournalismus erweitern diesen journalistischen Anspruch."

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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52 Ausgaben

IN DIESER AUSGABE

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liebe leserin, lieber leser!

Bevor ich eine Geschichte lese, blättere ich immer erst weiter: Wie viele Seiten hat sie? Dann wäge ich ab, ob ich sie sofort oder später lese. (Und leider findet das „später“ viel zu selten statt.) In dieser Ausgabe drucken wir eine Reportage, die wahrscheinlich zu den längsten gehört, die der stern je veröffentlicht hat. Mein Kollege Dominik Stawski und der Fotograf Patrick Junker haben ein Jahr lang vier Menschen begleitet, die in einer Klinik in der Lüneburger Heide auf ein Spenderherz warteten. Ein Jahr, das bedeutet: Stawski hat zig Tage dort verbracht und ununterbrochen sein Telefon bei sich gehabt, um informiert zu werden, wenn ein Spenderherz kam. Junker sagte Urlaube ab, die Recherchen prägten die Gespräche beim Abendbrot zu Hause. Nachts eilten die beiden los, um im OP dabei zu sein.…

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echo

Während die Spitzen unserer Gesellschaft mithilfe findiger Berater Steuern sparen, werden Hartz-IV-Empfänger auf jeden Euro kontrolliert.Bernhard Pfeiffer, Creußen Reichtumspflege stern Nr. 12/2019, „Unverschämt reich“ – wie sich deutsche Milliardäre aus ihrer Verantwortung stehlen Es hilft nur eines: Umverteilung! Reichtum muss durch faire Steuerpolitik abgeschöpft, große Erbschaften und Vermögen begrenzt werden. Die Regierung muss die Reichtumspflege endlich beenden. Doris Fürbeth, Zornheim Solidarität sieht anders aus Mir wäre es lieber, der Bundesfinanzminister könnte mit verlässlichen Steuereinnahmen rechnen, um die Infrastruktur zu verbessern, Schulen mit ausreichend Lehrern und Sozialpädagogen auszustatten und benachteiligten Kindern einen guten Start ins Leben zu ermöglichen. Stattdessen können die Superreichen ihr ach so soziales Engagement steuerlich geltend machen. Solidarität sieht für mich anders aus. Andrea Bell, per E-Mail Alle wieder da! stern Nr. 12/2019, „Ein Quantum Trost“ – Humor-Seite Ich bin sicher nicht die Einzige, die sich so darüber…

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betrifft: stern

Recherche am offenen Herzen Ein Jahr lang recherchierte ein stern-Team für eine dreiteilige Serie zum Thema Organspende. Die erste Folge widmet sich vier herzkranken Menschen. Reporter Dominik Stawski (2. von links) schlief in diesem Jahr immer mit dem Handy am Kopfkissen, weil er ständig mit den Anrufen von Chirurgen und Patienten rechnete, dass endlich ein Herz da sei und gleich die Transplantation beginne. Mit dem Fotografen Patrick Junker (ganz links) verbrachte er mehrere Nächte im OP. Auf dem Foto oben verfolgen sie eine Herztransplantation. Die beiden wurden auch Zeugen einer Hirntoddiagnostik und einer Organentnahme. Am Ende hatten sie fast 10 000 Fotos, mehr als 30 Stunden Interviewaufnahmen und einen Stapel vollgeschriebener Notizbücher. (Seite 76) Entlang der Front „Kontaktlinie“ heißt die Grenze zwischen der Ukraine und den Separatistengebieten, das klingt friedlicher, als es ist.…

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bilder der woche

NEUSEELAND IN TRAUER VEREINT Zwei Frauen umarmen sich. Sie betrauern gemeinsam mindestens 50 Tote. Die eine ist eine muslimische Bürgerin von Christchurch, die andere die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern. Sie hält ihr Haar mit einem Kopftuch bedeckt, wie es viele gläubige Musliminnen tun. Ich bin eine von euch, sagt diese Geste. Das Land steht unter Schock, seit der mutmaßliche Täter, ein 28 Jahre alter Rassist namens Brenton Tarrant, in zwei Moscheen das Feuer auf Gläubige eröffnete. Die Regierung will jetzt die Waffengesetze verschärfen. Und die bisher so häufig strahlende Ardern muss den Menschen nun Trost, Halt und Hoffnung geben. FRANKREICH MANN GEGEN MANN Auf den Pariser Champs-Élysées greift ein Demonstrant einen Polizisten an. Um sein Handgelenk hat er ein Stück Stoff gebunden, das ihn als Anhänger der „Gelbwesten“ ausweist. Aber ist er das wirklich? „In…

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schamlos

Kritik verstummt vor Krankheit. Die ist wie eine Schutzweste. Man kann sie sich umlegen und unantastbar machen. So wie Sahra Wagenknecht das getan hat, als sie aus der Führung ihrer „Aufstehen“-Bewegung davonlief, am 10. März, und einen Tag später ihr Ausscheiden aus der Fraktionsführung der Linken ankündigte.Sie sei ziemlich ausgebrannt gewesen, sagt sie.Aber auch,es sei Zeit,„Verantwortung abzugeben“ bei „Aufstehen“, die Bewegung denen zu übergeben, „die sie an der Basis ohnehin tragen“. Das klingt nach Aufbau, nach zweiter Entwicklungsstufe. Doch das ist eine Lüge. „Aufstehen“ ist als linke Sammlungsbewegung schon nach einem halben Jahr gescheitert. Was eine Wagenknecht-Partei werden sollte, gegen die Linke, in der sie sich gemobbt fühlte, war ein einziges Chaos. Und isoliert obendrein. Selbst isoliert. An der „Unteilbar“- Kundgebung von 240 000 Menschen im Herbst in Berlin – gegen…

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wogegen demonstrieren die da?

Für Samstag haben Internetaktivisten unter dem Motto #Safeyourinternet in ganz Europa zu Demonstrationen aufgerufen.Worum geht’s? Um eine Reform des europäischen Urheberrechts und da vor allem um die knifflige Frage: Wer haftet, wenn Rechte von Urhebern im Internet verletzt werden – die Leute, die das tun, oder die Plattformen, auf denen das geschieht, also etwa Youtube? Die Antwort lautet jetzt: Unter bestimmten Anforderungen haften auch die Plattformen. Das steht in dem berüchtigten Artikel 13. Die EU-Regierungen haben das durchgewinkt. Jetzt kommt’s auf das EU-Parlament an. Das könnte noch im März abstimmen. Was ist das Problem? Kritiker fürchten sogenannte Uploadfilter. Sie erwarten, dass die Plattformen Filter installieren, die automatisch verhindern, dass geschützte Inhalte überhaupt erst hochgeladen werden– und dass diese Filter dann etwa Satire vorab löschen. Also Meinungsfreiheit einschränken ? Ja. Youtube wird trotz mancher Angst-mache zwar…

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