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sternstern

stern 19/2019

"Große, aktuelle und exklusive Geschichten, eine klare Haltung zu den relevanten gesellschaftlichen Fragen, vielfach ausgezeichnete Optik sowie das ausgeprägte soziale Engagement machen den STERN einzigartig in der deutschen Medienlandschaft. Große Geschichten erzählt der STERN – das Magazin steht für emotionale Intelligenz. Der STERN bringt die starken, investigativen Reportagen, die den Blick auf die Welt öffnen. Dabei ist die Berichterstattung immer nah am Menschen, empathisch und konkret. Große Bilder zeigt der STERN groß. Für seine Titel, Reportagen und Fotografien erhält das Magazin regelmäßig nationale und internationale Auszeichnungen. Zur DNA des STERN gehören seine Opulenz, seine klare Bildsprache und visuelle Kraft. Mit einer Kombination aus aktueller Berichterstattung, Nutzwertbeiträgen und klassischem Reportage-Journalismus bietet der STERN seinen Lesern Orientierung – in einer Welt, die sich laufend verändert. Der STERN legt Wert darauf, auch die menschliche Seite einer Nachricht zu zeigen. Seine bereits mehrfach ausgezeichnete Reportage-Fotografie bildet ein festes Element in jeder Ausgabe. Der STERN filtert, wertet und interpretiert. Die Einordnung hilft dem Leser, Zusammenhänge zu verstehen. Das klare Layout und die Auswahl der Inhalte, die moderne Formen der Info-Grafik sowie Einblicke aus dem Datenjournalismus erweitern diesen journalistischen Anspruch."

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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52 Ausgaben

IN DIESER AUSGABE

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liebe leserin, lieber leser!

Da stimmt etwas nicht. Trotz aller Bemühungen, ein gesundes und achtsames Leben zu führen, zählt die Lebenserwartung in Deutschland zu den niedrigsten in Westeuropa. Gleichzeitig gehen wir immer häufiger zum Arzt – und sorgen uns insbesondere um unser Herz. So ist etwa die Zahl der Herzkatheteruntersuchungen hierzulande besonders hoch. „Wir gehen nicht gut mit unserem Herzen um“, zitiert mein Kollege Tobias Schmitz den Internisten, Nierenfacharzt und Intensivmediziner Gustav Dobos in unserer Titelgeschichte. (Seite 26) Wir essen viel. Fett. Süßes. Wir bewegen uns nicht genug. Und wir tun zu wenig gegen den Stress. Solange unser Körper funktioniert, blenden wir alle Risiken aus. Bis etwas passiert. Dann gehen wir zum Arzt: Der wird uns schon wieder heil machen. Wie ein Auto in der Werkstatt. Irgendein Medikament oder eine passende OP wird er schon im…

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echo

Für das längst überfällige Umdenken ist es wichtig, den Verbrauchern Gewissheit zu verschaffen, dass Bionahrungsmittel ihren Preis wert sind.Willi Böttger, Balge Gesundheitsvorsorge stern Nr. 18/2019, „Sieg der Biobauern“– das blühende Geschäft mit Ökoprodukten Es gibt bei uns Familien, die leichthändig 30 000 Euro für eine Kücheneinrichtung und 60 000 Euro für einen SUV ausgeben – sich aber außerstande sehen, für ihren Vierpersonenhaushalt die Mehrkosten für Biolebensmittel in eigenverantwortliche Gesundheitsvorsorge zu „investieren“. Diethard Mai, Merzhausen Mit Genugtuung stern Nr. 18/2019, „Verkommene Welt“ – der Dieselskandal: Einblicke ins Innerste des VW-Konzerns Dass eine Person wie Martin Winterkorn Urheber einer derartigen Unternehmens-Unkultur ist, kann nur erschüttern, denn eine Führungsfigur eines Weltkonzerns lebt ein unmoralisches geschäftliches Verhalten vor, das unweigerlich von den Untergebenen kopiert wird. Die arrogante Mentalität des „Mir kann niemand etwas anhaben“ hat bei VW zu einem über Jahre…

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betrifft: stern

Tierisch ernster Spaß Eigentlich hatten sich Fotograf Henning Ross und Reporter Rolf-Herbert Peters (Mitte, v.l.) auf die Freizeitparks gefreut. Achterbahn fahren, Giraffen streicheln, auf Riesentrampolins springen – das klang attraktiv. Bald stellten sie fest: Spaß kann verdammt anstrengend sein. Die Anbieter fordern im harten Wettbewerb um Kunden Körper und Geist immer raffinierter heraus. Was Parkgäste wirklich wollen und schätzen, hat der stern gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut YouGov untersucht. Herausgekommen ist eine Rangliste der besten deutschen Parks – versehen mit dem stern-Qualitätssiegel. (Seite 52) Ein Blick ins Fremde Zu ihrem Fotoprojekt „Die Amischen im Urlaub“ wird Dina Litovsky oft gefragt, wie sie Zugang zu der verschlossenen Gemeinschaft gefunden hat. Ihre Antwort: Es war ganz einfach. So einfach, dass sie selber erstaunt war, wie selbstverständlich sich Alt und Jung fotografieren ließen. Litovskys Erklärung: „Ich war…

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bilder der woche

BRASILIEN PROTESTREGEN Sein Blick ist entschlossen, das Wasser lässt ihn kalt. Der Mann steht unter einer Fontäne, die aus einem Brunnen vor einem der Regierungsgebäude in Brasília schießt. Er ist einer von 4000 Menschen, die zu den indigenen Völkern des Landes gehören und für drei Tage in die Hauptstadt gekommen sind, um gegen Jair Bolsonaro zu demonstrieren, den Präsidenten. Der hält nichts vom Schutz ihrer Lebensräume und möchte ein Naturreservat dem Bergbau opfern. „Wir haben es satt, ermordet zu werden“, rufen die Indigenen, die bis heute in Brasilien um ihre Rechte kämpfen müssen. Unter dem Rechtspopulisten Bolsonaro vermutlich mehr denn je. FRANKREICH ZELTPLATZ DE LUXE Ein bisschen scheint es, als folge auf den Gelbwesten- Protest nun die Gelbhemden-Bewegung, die sich gegen überteuerte Mieten positioniert – an der Hauswand. Doch eine politische Botschaft sucht man bei…

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votre-dame

Eine Kirche hat ihre Würde. Stark und eigenwillig stemmt sich das Schiff des Sakralen gegen die Wogen des Profanen, die es umspülen. Ihre Mauern verweigern sich als Werbeflächen, Stille hebt den Eintretenden aus dem Lärm des Alltäglichen, dem Tumult des Kommerzes. Frankreichs erste Kirche, Notre-Dame de Paris, ist dieser Tage zweimal beschädigt worden. Erst hat ein Feuer die Kathedrale verwüstet. Dann wurde die Würde der Wehrlosen besudelt vom eitlen Gewese der Milliardäre, die sich mit horrenden Spenden für den Wiederaufbau unsterblich machen wollen, eingeschrieben in die Geschichte dieser besonderen Kirche. Die Welt mag daraus lernen. Ach ja, wenn die Bibel noch etwas gelten würde in den vorgeblich christlichen Gesellschaften, dann hätte man gleich gewusst, wie umzugehen ist mit der Bedrängung des Geldes. Jesus selbst wäre zu hören gewesen mit jenen Sätzen,…

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welternährung ohne glyphosat

Frau Michelsen, wie realistisch ist es, 7,6 Milliarden Menschen ohne Pflanzenschutzmittel satt zu bekommen? Wir haben ein Verteilungsproblem, kein Produktionsproblem. Rein rechnerisch produzieren wir heute im Schnitt 2800 Kalorien pro Person pro Tag. Nur 43 Prozent der weltweiten Ernten fließen unmittelbar in die menschliche Ernährung, 35 Prozent landen in den Trögen von Tieren, und der Rest wird für industrielle Zwecke wie Biotreibstoffe verwendet. Wenn wir politisch umsteuern würden, könnten wir viel mehr Menschen satt bekommen. Aber die Weltbevölkerung steigt, Ackerland wird knapp – ohne mehr Effizienz geht es nicht, oder? Produktivitätssteigerungen sind wichtig, aber bei den Kleinbauern, damit deren Einnahmen verbessert werden – sie erzeugen mehr als zwei Drittel aller Lebensmittel weltweit, nicht die Konzerne. Wir müssen stärker in die agrarökologische Forschung investieren, zum Beispiel in ohne Gentechnik hergestelltes, dürreresistentes Saatgut – und…

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