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Nachrichten & Politik
stern

stern 03/2020

"Große, aktuelle und exklusive Geschichten, eine klare Haltung zu den relevanten gesellschaftlichen Fragen, vielfach ausgezeichnete Optik sowie das ausgeprägte soziale Engagement machen den STERN einzigartig in der deutschen Medienlandschaft. Große Geschichten erzählt der STERN – das Magazin steht für emotionale Intelligenz. Der STERN bringt die starken, investigativen Reportagen, die den Blick auf die Welt öffnen. Dabei ist die Berichterstattung immer nah am Menschen, empathisch und konkret. Große Bilder zeigt der STERN groß. Für seine Titel, Reportagen und Fotografien erhält das Magazin regelmäßig nationale und internationale Auszeichnungen. Zur DNA des STERN gehören seine Opulenz, seine klare Bildsprache und visuelle Kraft. Mit einer Kombination aus aktueller Berichterstattung, Nutzwertbeiträgen und klassischem Reportage-Journalismus bietet der STERN seinen Lesern Orientierung – in einer Welt, die sich laufend verändert. Der STERN legt Wert darauf, auch die menschliche Seite einer Nachricht zu zeigen. Seine bereits mehrfach ausgezeichnete Reportage-Fotografie bildet ein festes Element in jeder Ausgabe. Der STERN filtert, wertet und interpretiert. Die Einordnung hilft dem Leser, Zusammenhänge zu verstehen. Das klare Layout und die Auswahl der Inhalte, die moderne Formen der Info-Grafik sowie Einblicke aus dem Datenjournalismus erweitern diesen journalistischen Anspruch."

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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52 Ausgaben

in dieser ausgabe

3 Min.
liebe leserin, lieber leser!

Eines der besten Bücher, die ich im vergangenen Jahr gelesen habe, trägt den merkwürdigen Titel „Der Wal und das Ende der Welt“. Der Autor heißt John Ironmonger, ich kannte ihn vorher auch nicht. Der Roman erzählt die Geschichte eines kleinen Dorfes in Cornwall in Zeiten der Katastrophe: In London bricht ein Grippevirus aus, das die Bevölkerung Großbritanniens peu à peu dahinrafft. Kurz zuvor ist die gesamte Versorgungskette zusammengebrochen, weil die Straße von Hormus blockiert und infolgedessen die globale Ölversorgung kollabiert ist. Wie die Menschen in dem Dorf an der äußersten Südwestküste überleben, sei hier nicht verraten. (Lesen Sie es!) Darum geht es mir auch nicht. Vielmehr: Ironmonger beschreibt sehr realistisch, wie nah unsere Zivilisation am Rand der Klippe steht. Und wie sehr alles mit allem zusammenhängt. Und das ist beängstigend. Ich hoffe…

3 Min.
echo

Ich habe gelernt, Nein zu sagen. Es geht gut, sehr gut sogar. Viel schwieriger ist es, ein Neinsagen nicht zu begründen oder zu rechtfertigen.Heiko Seip, Gambach REDE UND ANTWORT Liebe stern-Redaktion, es ist sehr schön, dass Sie auf die letzten zehn Jahre zurückblicken. Kalendarisch endet das derzeitige Jahrzehnt allerdings erst am 31.12.2020. Sie haben also noch ein ganzes Jahr Zeit für den Rückblick auf das Jahrzehnt. Norbert Benecke, per E-Mail Sehr geehrter Herr Benecke, Sie haben recht, wir hätten uns also gar nicht so beeilen müssen. Geht man von der Zeitrechnung aus, die die Jahre in „vor Christus“ und „nach Christus“ einteilt, beginnt das neue Jahrzehnt am 1. Januar 2021. Denn nach Christi Geburt beginnt direkt Jahr 1 und nicht das Jahr 0. Das im Mittelalter noch weitverbreitete römische Zahlensystem kennt auch gar keine…

1 Min.
betrifft: stern

Die lange Suche nach Zeugen Die Welt der Flüchtlingslager ist keine Welt der Dokumente. Vor diesem Problem standen die Reporter Julia Amberger (l.) und Jonas Breng (r.), als sie ihre Recherche zur Korruption beim UNHCR, dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen, begannen. Wie konnten sie belegen, was sie vermuteten, nämlich dass sich UNHCR-Mitarbeiter von Afrikanern bestechen lassen, die in den Westen umgesiedelt werden wollen? Ein Dreivierteljahr suchten die Reporter Zeugen, interviewten über 60 Flüchtlinge, UNHCR-Mitarbeiter und Whistleblower aus zehn Ländern. In Dänemark trafen sie den Arzt Omari Elethere Kikombe (M.), der selbst Bestechungsgeld zahlte. Er wurde einer ihrer Zeugen. (Seite 98) Dorade im Rampenlicht Stundenlang arrangierten Fotograf Christian Lohfink und Foodstylistin Katja Baum die Lebensmittel für das Titelmotiv dieser stern-Ausgabe. Als am Ende alles perfekt ausgerichtet war, hatte die arme Dorade im heißen Studiolicht…

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bilder der woche

USA RAUB DER NATUR Das Haus hat ihrer Familie gehört, über fünf Generationen. 1890 erbaut, stand es ewig am Lake Michigan, mit Blick über den See und die Sanddünen. Doch die wurden mit den Jahren immer weniger, erinnert sich Patricia Gancer. Sie hatte Glück, sie war nicht dort, als nun auch ihr Haus verschwand: Es rutschte einfach ab – ein Opfer der Erosion, die mit jedem Sturm schlimmer wurde, der hier tobte. Der Wasserspiegel der Großen Seen im Nordosten der USA steigt seit Jahren, am Lake Michigan liegt er derzeit fast einen Meter über dem Durchschnitt. Gancer hatte noch versucht, ihr Haus zu stabilisieren. Doch die Natur war zu schnell für sie. SCHWEIZ NEUE PERSPEKTIVE Eine Drohne mit Kamera, acht Radfahrer, etwas Sonne und Schnee – mehr braucht man nicht, um ein Foto mit ungewöhnlicher…

3 Min.
weltkrieg ums geld

Es steht Spitz auf Knopf. Sie lassen es darauf ankommen. Auf eine Machtprobe ungekannter Dimension. Hier die Staaten. Dort der Staat im Staat, der Staat in allen Staaten: Facebook. 2,8 Milliarden Nutzer rund um den Globus zählt das Imperium des Internetgiganten. Er hat den Hass, die Desinformation und die Propaganda in die Welt geblasen. Die Demokratie unterspült. Donald Trump an die Macht befördert und die Briten raus aus der EU. Nun greift der Internetgigant nach der Weltmacht. Denn Facebook will die Bank der Welt werden, das mächtigste Finanzimperium der Erde, mit einer eigenen Währung, der Libra. Die soll weder Münzen noch Scheine kennen, sondern nur im immateriellen Reich des Internets existieren und damit Grenzen, Kontrollen und Gebühren leichthin überwinden können. Im Juni soll das Projekt starten. Von Genf aus, wo sich…

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die welt ist ein merkwürdiger ort

Wir möchten uns hier jetzt mal vor allem an unsere Leserinnen wenden: Sie kennen das, nicht wahr? Männer, die nicht zuhören oder Dinge tun, obwohl irgendwo steht, dass sie sie nicht tun sollten. Diese Herren hier im indischen Bundesstaat Punjab sind Paradebeispiele für dieses Phänomen. Die bibbernden Kerle treiben Sport in einem Garten im neblig-kalten Amritsar. Und zwar dort, wo die Körperertüchtigung ausnahmslos Frauen vorbehalten ist, wie das doch ziemlich große Schild hinter ihnen unmissverständlich kundtut. Männer halt ……