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Nachrichten & Politik
stern

stern 14/2020

"Große, aktuelle und exklusive Geschichten, eine klare Haltung zu den relevanten gesellschaftlichen Fragen, vielfach ausgezeichnete Optik sowie das ausgeprägte soziale Engagement machen den STERN einzigartig in der deutschen Medienlandschaft. Große Geschichten erzählt der STERN – das Magazin steht für emotionale Intelligenz. Der STERN bringt die starken, investigativen Reportagen, die den Blick auf die Welt öffnen. Dabei ist die Berichterstattung immer nah am Menschen, empathisch und konkret. Große Bilder zeigt der STERN groß. Für seine Titel, Reportagen und Fotografien erhält das Magazin regelmäßig nationale und internationale Auszeichnungen. Zur DNA des STERN gehören seine Opulenz, seine klare Bildsprache und visuelle Kraft. Mit einer Kombination aus aktueller Berichterstattung, Nutzwertbeiträgen und klassischem Reportage-Journalismus bietet der STERN seinen Lesern Orientierung – in einer Welt, die sich laufend verändert. Der STERN legt Wert darauf, auch die menschliche Seite einer Nachricht zu zeigen. Seine bereits mehrfach ausgezeichnete Reportage-Fotografie bildet ein festes Element in jeder Ausgabe. Der STERN filtert, wertet und interpretiert. Die Einordnung hilft dem Leser, Zusammenhänge zu verstehen. Das klare Layout und die Auswahl der Inhalte, die moderne Formen der Info-Grafik sowie Einblicke aus dem Datenjournalismus erweitern diesen journalistischen Anspruch."

Land:
Germany
Sprache:
German
Verlag:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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52 Ausgaben

in dieser ausgabe

2 Min.
liebe leserin, lieber leser!

Wir wissen derzeit so gut wie gar nichts. Bei aller Informationsflut: Wie lange haftet das Virus auf einer Oberfläche? Hängt von der Oberfläche ab. Sichere Erkenntnis gibt es nur aus dem Labor, aber haben Laborbedingungen viel mit unserer Wirklichkeit zu tun? Sind jetzt wirklich hauptsächlich Alte und Menschen mit Vorerkrankung bedroht? Offenbar nicht, wenn Ärzte sagen, es könne jeden treffen. Und, vor allem: Was passiert hier gerade? Wie lange bleibt das so? Sicher ist nur, wie Christian Drosten im stern- Gespräch sagt (S. 40): „Das wird sehr viele Biografien prägen.“ Drosten, Chefvirologe an der Berliner Charité, ist derzeit unser aller Wegweiser. Man kann seinen fundierten und besonnenen Einschätzungen gar nicht dankbar genug sein. Was wir wissen, wissen wir vor allem von ihm. Es sind die vielen, vielen Fragen, die auf unserer Seele…

3 Min.
echo

Großes Lob für die sachlichen Berichte und das geniale Titelbild. Als 60-plus-Bürgerin muss ich zu Hause bleiben. Da kam der stern gerade richtig.Sabine Müller, Köln stern Nr. 13/2020, „Das Leben in den Zeiten von Corona“ – Wie das Virus unser Land verändert Danksagung Ein kleines Virus mit dem Namen Corona versetzt die Menschheit in Angst und Schrecken. Die Entwicklung ist schon sehr beängstigend, und keiner weiß, wie es weitergeht. Aber es bedarf auch eines großen Danks an alle Personen, die versuchen, das Gesundheitssystem aufrechtzuerhalten, und die vielen Arbeitnehmer, die unsere Versorgung mit den Waren des täglichen Bedarfs absichern. René Osselmann, Magdeburg An der europäischen Grenze Wir schließen „aus gesundheitlichen Gründen“ die Grenzen Europas, konzentrieren uns alle auf die Solidarität füreinander und vergessen hierbei die ebenso lebensnotwendige Humanität gegenüber den Kindern, Frauen und Männern, die an der…

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betrifft: stern

„Das war das vorerst letzte Meeting mit echten Menschen“, rief uns einer der Chefs am vergangenen Freitag nach, als die letzten stern-Kollegen das Verlagshaus in Richtung Homeoffice verließen. Von jetzt an sind wir also: getrennt. Wir reagieren traurig, orientierungslos, dann aber auch – frühlingshaft Neues liegt in der Luft – ein bisschen übergeschnappt. Ein Kollege meldet sich als Cartoon-Hund „Chase“ (sein Dreijähriger guckt „Paw Patrol“ in Dauerschleife). Erste Erkenntnis: Videokonferenzen sind verblüffend effizient. Zweite Erkenntnis: Man kann zugleich Schalotten anschwitzen oder Wäsche sortieren. Genau das ist aber auch das Problem: Berufliches und Privates vermischen sich jetzt auf chaotische Weise. Man hat die Chefin am Ohr, der Paketbote klingelt. Und das Kind sucht sein Einhorn. Kaum einer von uns hat gelernt, sich abzugrenzen. Nun hängt mancher 18 Stunden täglich vor dem…

3 Min.
corona-kapitalismus

Die Katastrophe ist die Jagdsaison des Raubtier-Kapitalismus. Das weiß man. Es konnte also nicht überraschen, dass an den Börsen Beute gerissen und Blut gesoffen wurde, als Corona den Globus überzog. Die Politik aber stand abseits. Alles wurde geschlossen, bloß die Börsen nicht. Das ist unverzeihlich. Denn es wurden Werte vernichtet, die im Zusammenbruch als Reserven und danach dem Neuanfang hätten dienen können. Nur die Philippinen setzten der Raserei ein Ende. Was geht mich die Börse an, mag mancher denken.Ich besitze weder Aktien noch Anleihen. Welcher Irrtum! Die meisten Deutschen sind über Lebensversicherungen, betriebliche Altersvorsorge oder Riester-Renten sehr wohl in Wertpapieren investiert. Alle haben verloren. Jogi Löw, der Bundestrainer, warb überaus sympathisch für eine Rückbesinnung auf die Menschlichkeit. „Für mich zählt jetzt, was ist mit der Familie, mit Freunden, wo kann ich die…

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das sind ja mal gute nachrichten

LEBENSRETTUNG AUS DEM 3-D-DRUCKER Als in einem Krankenhaus in der italienischen Provinz Brescia die Ventile einiger Atemgeräte fehlten, rief das den Werkstoffingenieur Cristian Fracassi auf den Plan. Er entwarf mit einem 3-D-Drucker taugliche Kopien für die Ventile, die später bei zehn Patienten zum Einsatz kamen. CORONA GEGEN DEN TERROR Kaum zu glauben, aber die Corona-Krise hat auch positive Seiten: Die Terrororganisation IS warnte ihre Kämpfer in einem nun publik gewordenen geheimen Brief wegen der Pandemie davor, nach Europa zu reisen. MOBILITÄT 24 Cent pro Kilometer erhalten Bürger in Belgien, wenn sie sich bereit erklären, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. PUTZTEUFEL Weniger Plastik, mehr Glanz: Die Berliner Firma „Ecotab“ verkauft Reinigungsmittel zum Selbermischen. Die brausetablettengroßen Tabs verwandeln Wasser in Allzweckreiniger, der nach Zitrone riecht. GRÜNER WIRD’S NICHT Der englische Club Forest Green Rovers ist der erste klimaneutrale Fußballverein:…

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bilder der krise

BRASILIEN VOLLES HAUS Pater Reginaldo Manzotti hat die Bänke seiner Kirche Santuário Nossa Senhora de Guadelupe mit Fotos der Gläubigen behängt. Die Gemeinde kann seine Messe nur per Fernsehübertragung verfolgen, weil der Erzbischof im südbrasilianischen Curitiba den Kirchgang wegen der Infektionsgefahr verboten hat. Der Priester hatte die Gläubigen im Radio aufgerufen, Bilder von sich zu schicken, damit die Kirche nicht leer bleibt. Indes verspottet Präsident Jair Bolsonaro Covid-19 als „kleines Grippchen“ – obwohl es schon Dutzende Tote im Land gibt. Schutzmaßnahmen werden in Brasilien noch immer nur regional erlassen. AUS ALLER WELT CORONA-KARNEVAL Auf Pro Sieben läuft gerade eine Show, in der Prominente vermummt in Ganzkörperkostümen einen Gesangswettstreit austragen. „The Masked Singer“ nennt sich das. Wie bizarr – bei allem, was draußen gerade passiert. Und damit wären wir beim eigentlichen Thema, nämlich bei den bizarren…