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GEO Epoche PanoramaGEO Epoche Panorama

GEO Epoche Panorama

14/2019

Nichts macht die Vergangenheit so lebendig wie eine Fotografie. Aus diesem Grund widmet sich GEO EPOCHE PANORAMA zweimal im Jahr mit opulenten und packenden Fotografien historischen Themen, die Geschichte schrieben. GEO EPOCHE PANORAMA ist eine Line-Extension von GEO EPOCHE, dem Geschichtsmagazin der GEO-Gruppe.

Land:
Germany
Sprog:
German
Udgiver:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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2 Udgivelser

I DENNE UDGAVE

access_time3 min.
liebe leserin, lieber leser

Natürlich hat es immer auch jene SED-Funktionäre gegeben, die wirklich guten Willens waren. Die mit der Deutschen Demokratischen Republik das bessere Deutschland schaffen wollten, antifaschistisch, friedlich, gerecht. Einen Staat, in dem das Volk das Sagen hat und nicht mehr wie früher Unternehmer, Militärs und Großgrundbesitzer. Doch die Realität sah von Beginn an anders aus. Denn die Gründer der DDR waren keine Idealisten, sondern eiskalte Taktiker der Macht. Ausgebildet in der wohl härtesten aller denkbaren Schulen: der UdSSR zur Zeit des „Großen Terrors“ ab 1937. Hunderttausende Menschen hatte der Sowjetdiktator Josef Stalin in jenen Jahren deportieren oder hinrichten lassen, und auch etwa 150 deutsche Kommunisten im Moskauer Exil vegetierten jahrelang im Klima von Verrat und Niedertracht, mit der täglichen Angst davor, abgeholt zu werden. Als eine Handvoll dieser Emigranten um den sächsischen KPD-Funktionär Walter Ulbricht…

access_time36 min.
einzug der neuen herren

Adolf Hitler schießt sich am 30. April 1945 in seinem Bunker unter dem Boden Berlins eine Kugel in den Kopf. Durch die Trümmer der Reichshauptstadt weht Brandrauch und der Qualm der sowjetischen Geschütze, die auf die letzten deutschen Verteidiger feuern, viele noch halbe Kinder. Mehr als zweieinhalb Millionen Rotarmisten kämpfen im Osten des Deutschen Reiches. Hunderttausende Amerikaner, Briten, Franzosen drängen durch den Westen bis zur Elbe, erobern verwüstete Städte, zerstörte Brücken, zerfetzte Schienenstränge, ausgeglühte Häuser und Fabriken. Frauen, Kinder, Alte irren über die Straßen, Ausgebombte und Flüchtlinge. In den befreiten Konzentrationslagern sind die Angreifer auf Tote und Sterbende gestoßen, deren Anblick schrecklicher ist als alles, was sie je im Krieg gesehen haben. Deutschland kommt an jenem 30. April 1945 der Hölle so nahe, wie ein Ort der Hölle nahe kommen kann. Und…

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wann wir schreiten seit’ an seit’

access_time38 min.
der tag, an dem die panzer rollen

Dienstag, der 16. Juni 1953, 8.30 Uhr. Auf einer Baustelle an der Stalinallee, im Zentrum Ostberlins, wo etliche Monumentalbauten entstehen, greifen sich an diesem Morgen Männer in Arbeitskleidung wütend eines der überall hängenden SED-Propagandatransparente und schreiben auf die Rückseite: „WIR BAUARBEITER FORDERN NORMSENKUNG“. Sie befestigen das Transparent an Stangen und recken es empor. Arbeitsnormen sind ein Herzstück der DDR-Planwirtschaft. Sie legen den Akkord fest, den ein Maurer oder Zimmermann zu erfüllen hat, bevor er Zulagen bekommt. Nun hat die Regierung beschlossen, die Normen zu erhöhen – und die Betriebsleitung der Baustelle hat deshalb am letzten Zahltag, am Mittwoch zuvor, die Löhne schon einmal pauschal um zehn Prozent gekürzt. Ein paar Dutzend Arbeiter stellen sich hinter das Plakat und ziehen über die größte Baustelle der DDR, den halbfertigen Vorzeigeboulevard Stalinallee. Die meisten ihrer…

access_time3 min.
abstimmung mit den füssen

access_time17 min.
die geteilte stadt

Der Lärm von Panzermotoren reißt die Menschen in den Dörfern um Berlin aus dem Schlaf. Kolonnen sowjetischer T-34 und T-54 dröhnen durch die Nacht – und verschwinden im Wald. Zehntausende Rotarmisten sind aus ihren Kasernen ausgerückt und gehen rund um die Metropole in Stellung. Es ist der 13. August 1961, und am Brandenburger Tor schrecken Westberliner Polizisten kurz vor ein Uhr nachts aus ihrer Routine. Normalerweise ist es hier zu dieser Zeit still und leer. Doch nun drängen Scharen von Fußgängern durch die Säulenhallen seitlich des Monuments, einem von 81 Übergängen zwischen dem sowjetischen Sektor und dem von Amerikanern, Briten und Franzosen verwalteten Teil der Stadt. Wie jeden Abend waren viele Westberliner, die sich tagsüber im Osten der Stadt aufhielten, mit der S-Bahn auf dem Heimweg. Doch seit Mitternacht endet die Fahrt…

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