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GEO Epoche PanoramaGEO Epoche Panorama

GEO Epoche Panorama 10/2017

Nichts macht die Vergangenheit so lebendig wie eine Fotografie. Aus diesem Grund widmet sich GEO EPOCHE PANORAMA zweimal im Jahr mit opulenten und packenden Fotografien historischen Themen, die Geschichte schrieben. GEO EPOCHE PANORAMA ist eine Line-Extension von GEO EPOCHE, dem Geschichtsmagazin der GEO-Gruppe.

Land:
Germany
Sprog:
German
Udgiver:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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2 Udgivelser

I DENNE UDGAVE

access_time2 min.
liebe leserin, lieber leser

Fluctuat nec mergitur“, so lautet seit 1853 das Motto auf dem offiziellen Stadtwappen von Paris: „Sie schwankt, aber sie sinkt nicht.“ Und wie diese Metropole durchgeschüttelt worden ist! Dreimal in den knapp 100 Jahren zwischen 1871 und 1968, über die wir in diesem Heft berichten, stand sie am Rande eines Desasters. Doch Frankreichs Kapitale überdauerte die Katastrophen nicht nur – ihre Bewohner nutzten die Krisen, um nach deren Überwindung ihre Heimatstadt immer wieder neu zu erfinden. Und jedes Mal wurde Paris aufs Neue zu einem weltweit bewunderten Vorbild. Die erste Wiedergeburt dieser Art begann, als 1871 im Anschluss an den (verlorenen) Krieg gegen Deutschland ein Bürgerkrieg in der Stadt entbrannte und französische Regierungstruppen jene linke „Kommune“ niederschlugen, die in der Hauptstadt die Macht übernommen hatte; viele Tausend Menschen wurden damals getötet,…

access_time16 min.
1871—1914 die bühne der belle époque

access_time29 min.
1875—1900 die kapitale der kunst

Das Leben ist ein Rausch. Ein Abenteuer, das nach Beifall und Gelächter klingt, nach der blechernen Wucht des Orchesters und dem Stakkatotrommeln von Stiefelabsätzen auf dem Holz des Tanzbodens. Das nach Tabak, Parfüm und Schweiß riecht. Nach der süßen Schwere von Portwein schmeckt, nach bitter-grünem Absinth und Champagner. Er saugt das alles auf, den Spektakelhunger, die trunkene Sorglosigkeit. Ist ganz Auge an diesen Abenden. Ein Sammler von Momenten, Gesten, Posen, flüchtigen Grimassen. Er sitzt am kleinen Tisch auf der Empore, der immer für ihn reserviert ist, und schaut hinunter in den Spiegelsaal, taghell im Schein der Gaskandelaber, vor sich den kleinen Notizblock, auf dem er Eindrücke zu Skizzen formt. Fliegende Rüschenröcke, schwarzseiden aus der Menge ragende Zylinder, Körper, die sich im Tanz verrenken wider alle Moral. Fast jeden Abend kehrt er hier, ein…

access_time10 min.
1914—1939 bewegte jahre

access_time17 min.
1940—1944 unter dem hakenkreuz

Auf der Place Pigalle, im Zentrum des Rotlichtviertels, verschwindet der Wissenschaftler Boris Vildé an einem Frühlingstag 1941 für immer aus dem Leben von Paris. Der 32-jährige Linguist und Ethnologe arbeitet im Musée de l’Homme, einem Museum für Vorgeschichte und Völkerkunde. Die Bäume auf dem Platz, über den er schreitet, tragen nach dem harten Winter wohl noch kein Laub. Der Ruß aus den Kohleöfen überzieht die ziegelroten und cremeweißen Hausfassaden, die Farben der handgemalten Kinoplakate sind ausgewaschen. Grau schimmert das Kopfsteinpflaster der Straßen, über das nur wenige Autos dröhnen. Fahrradfahrer, oft zwei, drei nebeneinander, rattern vorüber, auch vélo-taxis – von Fahrrädern oder Tandems gezogene blecherne Anhänger, auf deren schmale Bänke sich elegante Damen zwängen, die früher ein richtiges Taxi herbeigewinkt hätten. Früher, vor dem Krieg. Paris, 26. März 1941: Frankreichs Kapitale ist eine seltsam entrückte,…

access_time6 min.
1945—1965 ein neuer anfang

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