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GEOkompakt

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66/2021
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"GEO KOMPAKT stellt ein großes Thema der Allgemeinbildung umfassend und verständlich dar - begleitet von exzellenten Fotos und aufwändigen Illustrationen. GEO KOMPAKT bereitet etabliertes Wissen und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse so auf, dass der Spaß beim Lesen nicht verloren geht. Statt trockener Fakten werden erstaunliche Zusammenhänge geschildert und ungewöhnliche Geschichten erzählt. Erfahrene Journalisten und die Mehrfachprüfung aller Fakten garantieren die Verständlichkeit und hohe Verlässlichkeit der Inhalte."

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Land:
Germany
Sprog:
German
Udgiver:
DPV Deutscher Pressevertrieb
Frekvens:
Quarterly
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editorial

Liebe Leserin, lieber Leser, es sind schon mehr Menschen zum Mond aufgebrochen, als zu den tiefsten Stellen der Erde – etwa 11 000 Meter unter der Wasserlinie. Das zeigt, wie unerschlossen die Ozeane zum Teil noch sind, wie wenig wir über dieses unermessliche Reich jenseits der Küsten wissen. Von jeder neuen Expedition kehren Forscher mit spektakulären Entdeckungen zurück, finden etwa Korallengärten vor der Westküste Grönlands, begegnen leuchtenden Haien, filmen unbekannte Gallertwesen, die geisterhaft über den Tiefseegrund schweben. Die Formenvielfalt der marinen Tierwelt ist beinahe grenzenlos. Fast scheint es, als hätte die Evolution sich in den Meeren von allen Fesseln gelöst. Und: Ein Gutteil der Arten ist noch gar nicht bekannt. Umso mehr gilt es, diesen gewaltigen Kosmos weiter zu erforschen, seine verborgenen Schätze zu entdecken. Zumal sich die Welt unter Wasser…

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abtauch en in eine and ere welt

Zurück ins Wasser Meereschildkröten sind perfekt an das nasse Element angepasst – ihre Vorfahren stapften allerdings auf dem Trockenen umher DIE WELT DER TIERE entstand vor vielen Jahrmillionen im Meer. Später eroberten sie auch die Kontinente. Und einige hat es dann wieder zurück in den Ozean gezogen: etwa die Vorfahren der Meeresschildkröten. Die Reptilien, von denen heute sieben Arten leben – hier eine Grüne Meeresschildkröte –, haben ihre Beine zu effizienten Flossen umgewandelt, und sie können bis zu einer Dreiviertelstunde die Luft anhalten, schlafend sogar einige Stunden. Auch die Fortpflanzung findet im Meer statt. Nur zur Eiablage hieven sich die Weibchen an Land, um im Sand ihre Gelege zu errichten. Auch wenn sie teils Tausende Kilometer zurücklegen müssen, kehren die Mütter erstaunlicherweise immer genau dort an den Strand zurück, wo sie Jahre zuvor…

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das große fressen

DAS MEER SCHEINT ZU BRODELN, wenn vor Südafrikas Küste Tölpel wie Pfeile ins Wasser schießen, Haie und Delfine durch die Fluten schnellen. Sie haben es auf reiche Beute abgesehen: Unmengen von Sardinen. Die Fische sammeln sich zum Laichen vor der Küste und ziehen teils in kilometerlangen Schwärmen von Abermillionen Tieren gen Norden. Dass sich die Sardinen (wie viele andere Fischarten auch) zu Schwärmen versammeln, ist nicht zuletzt eine Verteidigungsstrategie: Optisch verschwimmen die Fische zu einer verwirrenden Masse; der Räuber verliert nicht selten vor lauter Schwarm das einzelne Beutetier aus den Augen. Daher versuchen die Jäger oft einen Schwarm in kleinere Gruppen zu zerteilen oder einzelne Fische zu isolieren – um dann zielsicherer zuschnappen zu können.…

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unterseeische gärten

IN TROPISCHEN MEEREN erschafft eine Symbiose aus winzigen Polypen und Mikroalgen atemberaubend schöne Bauten: Korallenriffe. Die vielgestaltigen Kalkgebilde sind Lebensgrundlage Abertausender Arten. Hier leben zahllose Seeigel und Seegurken, Kraken und Krabben, Muscheln und Schildkröten, Haie, Muränen, Riffbarsche, Clownfische – um nur ein paar zu nennen. Doch die einzigartigen Hotspots der Biodiversität sind in Gefahr. Angetrieben durch den Klimawandel erwärmen sich die Meere so stark, dass die Zusammenarbeit zwischen Polyp und Alge nicht mehr funktioniert: Infolgedessen sterben die Korallen und mit ihnen ein Großteil jener Spezies, die dieses vielschichtige Ökosystem bevölkern.…

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die klugheit der kopffüßer

MIT IHREN FLEXIBLEN ARMEN können Kraken die unterschiedlichsten Aufgaben bewältigen: Sie bewegen sich mit ihnen fort, stöbern in Felsspalten nach Fressbarem, pflücken Parasiten von ihrer Haut. Oder sie schleichen sich – vorsichtig auf den Armspitzen tippelnd – an eine Krabbe heran. Und stürzen sich dann urplötzlich auf die Beute. Um all das zu bewerkstelligen, verfügen die Weichtiere über einen außerordentlichen Scharfsinn. Manche Spezies täuschen etwa potenzielle Räuber, indem sie die Gestalt eines giftigen Tieres imitieren. Zudem besitzen die Mollusken ein hervorragendes Gedächtnis, einen ausgeprägten Spieltrieb und höchst individuelle Persönlichkeiten: von schüchtern bis draufgängerisch. Forscher gehen davon aus, dass die Kopffüßer die intelligentesten wirbellosen Tiere der Welt sind.…

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ein maul voll eier

IM WASSER IST MAN SELTEN SICHER. Überall lauern Feinde: Gefräßige Räuber, die sich das Maul vollschlagen wollen. So wie dieser Kardinalbarsch? Nicht ganz: Der bis zu 14 Zentimeter lange Riffbewohner hat seine eigene Brut im Mund – Eier, aus denen bald winzige Tiere schlüpfen werden. Solange der Fisch nicht selbst gefressen wird, ist sein Nachwuchs im Maul am besten geschützt. Es ist übrigens der Barschvater, der sich so liebevoll um die Kleinen kümmert. Männliche Brutpflege ist bei Fischen nicht ganz unüblich. So reifen etwa die Eier von Seepferdchen in speziellen Bauchtaschen der Väter.…