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A&W ARCHITEKTUR & WOHNENA&W ARCHITEKTUR & WOHNEN

A&W ARCHITEKTUR & WOHNEN

05/2019

A&W ARCHITEKTUR & WOHNEN berichtet umfassend, kompetent und unterhaltend zugleich über die Trends und Tendenzen in den Bereichen Wohnen, Architektur, im Interior- und Produktdesign und in der Gartengestaltung. Das Magazin vermittelt Hintergrundwissen zu internationalen Architekturprojekten und beobachtet die Kunst aus seinem spezifischen Blickwinkel. Dabei ist A&W ARCHITEKTUR & WOHNEN nicht nur Spiegelbild der ästhetischen Tendenzen unserer Zeit, sondern wirkt selbst stilbildend und beweist so seine Rolle als Opinionleader.

País:
Germany
Idioma:
German
Editor:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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EN AQUEST NÚMERO

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editorial

W er die aktuelle Nachhaltigkeitsdebatte aufmerksam verfolgt, wird sich des Eindrucks nicht erwehren können, dass jeder mittelfristig mit seiner persönlichen CO 2 -Bilanz dahin zurückmuss, wo seine Großeltern herkommen. Das hat mich im doppelten Sinne umgehauen. Zum einen konnte ich mir nicht vorstellen, dass Oma Kengelbach im frühen 20. Jahrhundert mit Brikett-Ofenheizungen, fehlender Gebäudedämmung und nicht vorhandener Energie-Optimierung besser dastand als heute ihr Enkel. Zum anderen war mir die Dramatik unseres Freizeitverhaltens nicht bewusst: Jeder, der nur einmal im Jahr eine Flugfernreise bucht, ruiniert seine Bilanz: Der Weltklimarat will jedem Menschen durchschnittlich jährlich 2,3 Tonnen des Klimagases genehmigen, ein Flug von München nach New York und zurück verschlingt aber 3,2 Tonnen. Was hat das alles mit dem Bauen zu tun? Ich bin in einem Haus aus Kalksandsteinmauerwerk aufgewachsen, mit Luftschicht und…

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contributors

DANIEL KRIESL Der Mann glaubt fest daran, dass Meinungen eine Frage der Perspektive sind. Um immer neue aufzutun, reist er als Fotograf und Video-Produzent von seiner Wahlheimat Barcelona aus in die Welt und riskiert für einen guten Schuss schon mal einen Sturz von einer 200-Meter-Klippe und Angriffe aufgescheuchter Turmfalken. In seine Bilder bringt er die Erfahrung aus Motorsport, Tourismus und Skateboarding ein – besonders wenn es um neue Blickwinkel auf bekannte Architekturen in Metropolen geht. Für AW hat er in Südfrankreich eine französische Legende getroffen, die seinen Blick auf ganz normale Straßen verändert hat. Ab Seite 162 PETRA SADOWSKY Sie hat Architektur studiert und ist diplomierte Hochbauingenieurin. Für uns beschreibt die Autorin, wie es sich in einem brutalistischen Backstein-Juwel in Mailand wohnt (ab Seite 66). Sie selbst lebt abwechselnd in Wiesbaden, nahe dem…

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neue stein zeit

Ziegel waren die ersten künstlich hergestellten Mauersteine. Bereits den Römern galten sie als praktischer Ersatz, wenn – in der richtigen Konsistenz, Farbe, Härte – kein Naturstein in der Nähe war. Jahrhundertelang wurden Backsteinmauern als Sinnbild für Dauerhaftigkeit und Regelmaß betrachtet, denen eine selbstverständliche Geometrie innewohnte. Doch warum suchen heute die besten Architekten – wieder, muss man sagen – die Gestalt von rotem oder mehrfarbigem Sichtmauerwerk, das aus Lehm, Ton und diversen Zusatzstoffen in der Brennzone zwischen 900 und 1200 Grad Celsius verbacken wird? Und weshalb wollen sogar weltberühmte Künstler wie Olafur Eliasson neuerdings Ziegel-Baumeister werden? Vielleicht wegen der Doppelwirkung aus Würde und Signalhaftigkeit. Mauern aus Fugen und Backsteinen – egal ob rote Ziegel, Lehmziegel, Klinker oder glasierte Terrakotten – bedienten seit eh und je verlässlich die klassische Ästhetik. Sie sahen eben…

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teppich sucht partner

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das kissen kamasutra

Kann ein Sofadesigner ein Poet sein? Und kann eine Möbelfir ma wie ein Herausgeber sinn licher Gedichtbände agieren? In den meisten Fällen nicht, im Falle von Edra jedoch schon. Francesco Binfaré atmet tief in sich hinein, bevor er seinen Worten voller Verve freien Raum lässt. Er spricht, wie er seine Entwürfe zeich net: intellektuell und sensibel, archaisch und impulsiv… Aber vor allem immer wieder überraschend. So schickte Binfaré, 1939 in Mailand geboren und heute Spiritus Rector für Edra, eine seiner vielen Skizzen schon mal am Weihnachtsmorgen an Valerio Mazzei, der Edra zusammen mit seiner Schwester Monica führt. Nicht irgendeine Zeichnung, sondern eine Skizze wie ein Wirbelsturm, bei der man sich Mühe geben muss, um von der Strichgewalt nicht mitgerissen zu werden. Zumal darauf schemenhaft ein nacktes hingefläztes Paar mit weit gespreizten…

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in den raum gezeichnet

MÖBEL MIT MEHRWERT Einrichtungen sollen „nicht mehr massig, monumental, festgewachsen“ sein, postulierte Marcel Breuer, sondern „luftig, durchbrochen, sozusagen in den Raum gezeichnet.“ Das Paradebeispiel ist der Hocker „B9“, den Breuer 1926 für die Bauhaus-Mensa entwarf. Schon vor dem exemplarischen Objekt hatte er für die Konstruktion von Möbeln Präzisionsstahlrohr aus den Junkers Flugzeugwerken in Dessau genutzt, zuerst für die Klappsessel in der Bauhaus-Aula mit der Kennziffer „B1“, dann für seinen „B3“, den berühmten „Wassily“-Sessel (heute bei Knoll International). Gefertigt wurden die Stücke erst außerhalb der Kunstschule, danach in Breuers eigener Firma Standard-Möbel und ab 1929 – zum Teil – von Thonet. Alter und Herkunft eines „B9“-Hockers erkennt man an den Verbindungen: Während die frühen Exemplare dort, wo die Rohre aufeinanderstoßen, geschraubt sind, präsentiert sich „B9“ heute fugenlos puristisch.…

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