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A&W ARCHITEKTUR & WOHNENA&W ARCHITEKTUR & WOHNEN

A&W ARCHITEKTUR & WOHNEN 05/2018

A&W ARCHITEKTUR & WOHNEN berichtet umfassend, kompetent und unterhaltend zugleich über die Trends und Tendenzen in den Bereichen Wohnen, Architektur, im Interior- und Produktdesign und in der Gartengestaltung. Das Magazin vermittelt Hintergrundwissen zu internationalen Architekturprojekten und beobachtet die Kunst aus seinem spezifischen Blickwinkel. Dabei ist A&W ARCHITEKTUR & WOHNEN nicht nur Spiegelbild der ästhetischen Tendenzen unserer Zeit, sondern wirkt selbst stilbildend und beweist so seine Rolle als Opinionleader.

País:
Germany
Idioma:
German
Editor:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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aus der redaktion

Die Großstadt lernt derjenige richtig zu schätzen, der in der Provinz aufgewachsen ist. Meine erste war Berlin, der schlafende Riese unter den Weltstädten, jedenfalls im Jahr 1994, als ich dort am Ernst-Reuter-Platz mein Architekturstudium aufnahm. Den Puls des Riesen fühlten wir nachts in den Technoclubs, im Tageslicht präsentierte besagter Riese sich dann ziemlich zahnlos. Mit meinen Kommilitonen turnte ich über die Baustellen am Potsdamer Platz. In Prenzlauer Berg lagen ganze Straßenzüge so brach wie heute das Tempelhofer Feld. Wir redeten uns die Köpfe heiß über die frisch vorgestellten Hochhauspläne von Hans Kollhoff für den Alexanderplatz, die einen Hauch New York versprühten. Genau dort lernte ich später, was Stadtsein im globalen Rahmen bedeutet. Heute scheinen die Pläne fast zu klein. Die Verstädterung schreitet rasant voran. Schon vor zehn Jahren lebte mehr als…

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contributors

JAN VAN ROSSEM, ROBERTINO NIKOLIC Zwei wie Pech und Schwefel: Wenn irgendwo auf der Welt eine gute Geschichte lauert, sind die beiden nicht weit. Nikolic (freier Fotograf) und van Rossem (leitender AW-Redakteur, zuständig für Text und Produktion) haben diesmal in Mexiko-Stadt nach internationalen Trends bei Architektur und Wohnen gefahndet: den AW-Architekten des Jahres zum Interview überredet (S. 20), die Geheimnisse der Mega-Metropole aufgespürt (S. 172) sowie Einblicke in atemberaubende Wohnungen und Häuser bekommen (S. 102). Auf gleicher Fährte waren sie vor Jahresfrist in Kapstadt und sind demnächst in Tel Aviv. REGINA RECHT Sie schaffe es immer, das Wesentliche eines Ortes festzuhalten, hat mal jemand über diese Frau geschrieben. Regina Recht studierte an der Bayerischen Akademie für Fotografie, lebte und arbeitete zehn Jahre in Mailand, wo sie irgendwann ihre Bestimmung fand: die Porträt- und…

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beton mit ganz viel gefühl

„ICH BRAUCHTE EIN REPRÄSENTATIVES BÜRO. EIN ARCHITEKT MUSS SEINE KLIENTEN BEEINDRUCKEN“ Der südliche Rand des Bosque de Chapultepec, des Central Park von Mexiko-Stadt, ist nicht unbedingt die heimeligste Gegend der Riesenmetropole. Auf der sechsspurigen Straße gibt es kaum Lücken zwischen zwei Autos, die selten schneller vorankommen als im Schritttempo. Der Park ist von hier aus nahezu unzugänglich, eingezäunt von hohen schwarz lackierten Eisengittern. Kleine Einfamilienhäuser säumen die Straßen. Schon seit Längerem wissen sie sich nicht mehr gegen den Zahn der Zeit zu wehren. Die Rollläden der Geschäfte und Restaurants bleiben geschlossen. Eine Tankstelle, eine Werkstatt, ein „Oxxo“-Kiosk für das Nötigste – und eine architektonische Offenbarung. Inmitten dieser Melancholie erhebt sich auf einem schmalen Grundstück purer Optimismus – ein zehnstöckiges Haus, ein schlanker Turm auf schiefer dreieckiger Grundfläche. Die kurze Seite ist bis…

access_time8 min.
kann denn zierde sünde sein?

Drei Musliminnen im Tschador betreten das Möbelgeschäft. Sightseeing in Konjic ohne Männer. Stumm tasten ihre Augen ab, was sich im Raum befindet. Erst die Hocker mit orientalisch geschweiften Rändern, das kaiserlich-osmanische Kastensofa und die vielen Kästen, alles mit eingekerbten Kreisen, Sonnen und Rauten bedeckt. Dann die modernen Stücke, Stühle, Tische, Regale, auch sie mit Kerbschnitt versehen, aber so, als koste jemand an den alten Mustern, probiere ihre Wirkung, hier an einem Bein, dort an einer Kante. Die Damen zucken mit keiner Wimper. Schwer zu sagen, was sie reizt. ZANAT heißt die Firma mit dem Showroom in Konjic. Sie ist der Nebenzweig einer bald 100 Jahre alten Kerbschnitt-Manufaktur. Zanats rasanter Aufstieg beginnt 2015 mit dem ersten Auftritt auf der Kölner Möbelmesse. Das Erfolgsrezept: Entwürfe bekannter skandinavischer Designer wie Monica Förster und Harri…

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notizen

POLSTER UND POESIE Das Leben ist hart – bis der Abend beginnt. Bis der Mensch in seinen Sessel sinkt, umschmeichelt, verwöhnt und getröstet. Die üppig gepolsterte „Cipria“ in weichem Samt zum Beispiel (übrigens auch in anderen Farben zu haben). Oder „Sade“, ein Lounge Chair, dessen luxuriös quellende Kissen nur mit Lederriemen zu bändigen sind. Der Hersteller Edra arbeitet in der Toskana, doch die Designer Fernando und Humberto Campana sind Brasilianer. Sie kennen sich aus mit Urwuchs und Wildheit … edra.com FOLKLORE? KONZEPTKUNST? Manchmal tüftelt Richard Landis monatelang an Kontrasten und Korrespondenzen, bevor er sich an seinen Webstuhl setzt. Japanische Kimonos waren es, die den 1931 geborenen Amerikaner früh für das Medium Stoff begeisterten – doch seine geometrisch-abstrakten Kompositionen ähneln der gewebten Volkskunst nur oberflächlich. Tatsächlich erkundet Landis in seinen hochkomplexen Arbeiten Rhythmus, Dynamik…

access_time1 min.
3 bücher

DIE WAHRE SCHÖNHEIT … … äußert sich im Detail. In Stickereien, Porzellan, Intarsien. So lebt, pardon, ein Gott in Frankreich. Wie passend, dass es eine Australierin ist, die erst ein verlassenes Château in der Normandie entdeckte – und dann ihr Gespür für Noblesse, für die Delikatesse der Materialien. Jane Webster: French House Chic. Thames & Hudson, 256 Seiten. 39 Euro. DIE WAHRE LEHRE… … bleibt sich selber treu. Mehr als ein Jahrhundert, nachdem Adolf Loos seinen Abscheu gegenüber jeglicher Dekoration zum ersten Lehrsatz der Moderne verdichtet hatte – treten zwei britische Architekturhistoriker den Beweis an: Die Moderne lebt! Matt Gibberd & Albert Hill: Ornament is Crime. Phaidon, 224 Seiten. 39,95 Euro. DER WAHRE SCHRECKEN … … verbirgt sich hinter einem Lächeln. Klopft freundlich an die Tür. Ist zart wie Mousse au Chocolat. Dabei konnte das…

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