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Negocis i Finances
Capital

Capital

03/2020

"CAPITAL erzählt Wirtschaft aus überraschenden, ungeahnten Perspektiven und versteht Wirtschaft nicht als nationale Angelegenheit, sondern immer als ein globales System. CAPITAL sieht und erklärt das große Ganze und setzt dabei auf ein ästhetisch anspruchsvolles und elegantes Design mit opulenten, kraftvollen Bildern. CAPITAL bestimmt seit über 50 Jahren den Wirtschaftsjournalismus in Deutschland und hat sich mit dem Relaunch im Mai 2013 zum Ziel gesetzt, Wirtschaft anders zu erzählen. Wirtschaft ist vielschichtiger, komplexer geworden und ist mit allen gesellschaftlichen Bereichen verwoben. Es bedarf einer ganzheitlichen, globalen Perspektive auf Wirtschaft. „Wirtschaft ist Gesellschaft“ heißt das Credo von CAPITAL und ist gleichzeitig ein Versprechen an die Leser. CAPITAL berichtet nicht nur über Wirtschaft, sondern durchdringt Wirtschaft."

País:
Germany
Idioma:
German
Editor:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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2 min.
editorial

Was war der Unterschied zwischen Wolfgang Amadeus Mozart und Antonio Salieri? Nie werde ich diese Frage meines Professors vergessen, als wir in seinem Seminar das Versdrama „Mozart und Salieri“ von Alexander Puschkin lasen. Es ist der Unterschied, sagte er, zwischen Talent und Genie. „Und das Genie schafft nach Regeln, die es selbst nicht kennt.“ Das Talent kann nur versuchen, die Regeln zu erfassen – und nachzuahmen. In der Wirtschaft faszinieren uns seit jeher Menschen und Unternehmen, die Regeln brechen oder neue setzen, bewusst oder unbewusst. Entrepreneure, die herausragen, voranschreiten, Neues schaffen – die innovativ oder disruptiv sind. Gern werden diese Geniestreiche analysiert und gar institutionalisiert. Heerscharen von Wissenschaftlern ergründen, nach welchen Regeln außergewöhnliche Unternehmer handeln – und schreiben dann Bücher mit Geboten, die schnell zu Bibeln werden. Andere Bücher erzählen Heldenstorys über David…

5 min.
betr. capital

ZUR TITELGESCHICHTE „TEURE HEIMAT – WIE DER BERLINER MIETENDECKEL DEN WOHNUNGSMARKT ZERSTÖRT“ (12/2019) Sitzen die früheren Hausbesetzer jetzt im Berliner Senat? Wenn der rot-rot-grüne Senat in Berlin glaubt, mit einem Mietendeckel die Wohnungsnot und das Problem steigender Mieten zu lösen, dann irrt er und macht sich auf den Rückweg in die Wohnraumbewirtschaftung. Wer Investoren den Mietendeckel auf den Kopf haut, der wird keine zusätzlichen Wohnungen schaffen, sondern den Engpass nur vergrößern. Wir brauchen eine neue Regionalpolitik, die eine bessere Verteilung der Menschen erreicht. LOTHAR ULSAMER, via Facebook Diesen Eingriff ins Privateigentum sollte sich niemand gefallen lassen. Würde die Politik nicht so im Finanzmarkt intervenieren (durch Nullzins und Anleihekaufprogramme), hätten wir keine Immobilienblase. Aber nein, schon wieder soll der Staat hineinpfuschen. FINANZ-GUERILLA, via Facebook ZUM CAPITAL-RANKING ÜBER DIE BESTEN VERMÖGENSVERWALTER „ECHTE PROFIS“ (09/2019): Die kurze Stellungnahme eines…

2 min.
diskreter abgang

Im Digitalrat von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat es einen hochkarätigen Abgang gegeben. Wie Capital erfuhr, hat der frühere Chief Scientist des US-Internetkonzerns Amazon, Andreas Weigend, das Gremium bereits im vergangenen Jahr verlassen. Auf Anfrage bestätigte ein Regierungssprecher die Personalie. Die Trennung hatten bislang weder die Bundesregierung noch Weigend selbst kommuniziert. Seine Position wurde auch nicht neu besetzt. Merkel hatte den Digitalrat im August 2018 ins Leben gerufen. Er ist das jüngste von diversen Gremien, die die Regierung in Fragen der Digitalisierung beraten – weshalb manche Experten den Rat mit Skepsis sehen. Zu den anfangs zehn Mitgliedern zählen führende Wissenschaftler und Digitalunternehmer. Die Vorsitzende ist Ex-Verteidigungsstaatssekretärin Katrin Suder. Ex-Amazon-Chefwissenschaftler Weigend beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema „Social Data“ und künstlicher Intelligenz. Er lehrt an den US-Eliteuniversitäten Stanford und Berkeley und…

1 min.
„regional ist klimafreundlich“

Der Weg vom Hof zum Supermarkt ist kurz, der Energieverbrauch gering, also ist regionale Ware klimafreundlicher – klingt schlüssig. Doch so einfach ist es nicht. Addiert man den Energieverbrauch von Anbau, Transport und Lagerung, so kann Importware je nach Jahreszeit und Produkt klimafreundlicher sein. Während zum Beispiel deutsche Äpfel im Herbst eine bessere Energiebilanz als Importäpfel aufweisen, zeigen Studien, dass Äpfel aus Neuseeland im März energiesparender sein können. Der Grund: Die energieintensive Kühlung der Herbsternte verhagelt regionalen Äpfeln die Bilanz. Eindeutiger ist es beim Kopfsalat aus Spanien: Inklusive Transport entsteht weniger CO₂ als beim regionalen Salat aus beheizten Treibhäusern. Wer im Winter klimafreundlich speisen will, sollte saisonale Ware kaufen. Bei der gilt wirklich: Regional ist klimafreundlich.…

2 min.
warnung vor ölpreis-crash

Internationale Ölkonzerne und ihre Aktionäre müssen herbe Verluste fürchten, sollten Regierungen ihre Klimapolitik wie angekündigt verschärfen, um die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens einzuhalten. Der Wert neuer Förderprojekte könne sich in diesem Fall innerhalb der kommenden fünf Jahre halbieren, errechnete das Londoner Analysehaus Carbon Tracker. Grundlage der Studie ist das von den Vereinten Nationen und von Finanzinvestoren entwickelte „Inevitable Policy Response“-Szenario. Ihm zufolge müssen Regierungen bis 2025 einschneidende Maßnahmen ergreifen, um die globale Erwärmung auf maximal zwei Grad zu begrenzen. Unter anderem könnten Staaten CO₂-Emissionen mit Zusatzsteuern massiv verteuern. Je später die Kehrtwende, umso abrupter träfe sie die Ölkonzerne, sagt der Carbon-Tracker-Analyst Andrew Grant. Umso größer sei dann auch das Risiko, dass die Multis auf „Stranded Assets“ sitzen bleiben – also auf Vermögenswerten wie Ölfeldern, die niemand mehr ausbeuten darf oder will. Selbst…

1 min.
aufbrecher

CHRISTIAN ZENGER hat mit seinem Bochumer Startup Physec einen neuartigen Schutz gegen Angriffe im Internet der Dinge entwickelt DAS PROBLEM Immer mehr Geräte sind vernetzt, damit steigen auch die Sicherheitsrisiken. Drahtlosschlüssel moderner Autos etwa lassen sich trotz Schutz und Codierung hacken – die Diebe verlängern das Funksignal vom Haus bis ins Auto und gaukeln dem System vor, der Eigentümer wolle den Wagen starten. DIE LÖSUNG Der gelernte Nachrichtentechniker hat an der Uni Bochum eine Lösung gefunden, die nicht auf der digitalen Ebene ansetzt, auf der Verschlüsselung sonst stattfindet, sondern an den physikalischen Eigenschaften vernetzter Systeme. Mithilfe von elektromagnetischen Radiowellen kann Physec feststellen, ob diese verändert werden – und dann Alarm schlagen. Das kann Autodiebstähle verhindern, aber auch Manipulationen an Elektroladesäulen oder Angriffe auf Industriesysteme. DER MARKT Zu den Physec-Kunden gehören Miele, Viessmann und Bosch. Ohne Investorenkapital…