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Estilo de Vida Femenina
Flow

Flow

06/2020

"FLOW bietet Inspiration, Einblicke und positive Denkanstöße und steht für bewusstes Leben mit Aufmerksamkeit für den Moment. FLOW ist das Magazin für gebildete, kreative und neugierige Frauen. Es beschäftigt sich nicht mit schnelllebigen Trends, sondern mit Themen, die im Leben wichtig sind. FLOW zeichnet sich durch liebevolle Gestaltung, viele Illustrationen und eine eigene Sprache aus. Dabei besticht es durch sein Papiererlebnis: Aufwendige Ausstattung und Papier-Extras machen das Magazin einzigartig."

País:
Germany
Idioma:
German
Editor:
DPV Deutscher Pressevertrieb
Periodicidad:
Bimonthly
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8 Números

en este número

2 min.
für mich da sein

Es macht mich glücklich, für andere zu sorgen. Morgens als Erste aufzustehen, damit die Kinder ein leckeres Frühstück in der Küche erwartet, wenn sie verschlafen in den Tag starten. Stunden neben meinem Mann in einer stickigen Halle zu verbringen, um ihn beim Rudermarathon anzufeuern und ihm den schmerzenden Rücken zu massieren. Oder einfach nur mit einer Freundin spazieren zu gehen und ihr zuzuhören, weil ihr Hund gestorben ist. Da zu sein für andere ist sehr schön und gibt mir selbst viel Kraft. Was mir aber schwerfällt, ist für mich selbst da zu sein – zu merken, wann ich mal Anschub, eine Rückenmassage oder Trost brauche. Für mich und meine Bedürfnisse scheine ich oft genug taub zu sein. Mir selbst höre ich meist erst zu, wenn mein Körper laut um Hilfe ruft,…

1 min.
hinter den kulissen

ALLES ERLAUBT Die Journalistin Sara Madou kennt keine Scheu: „In meinem Beruf kann ich alles fragen, was ich wissen will“, sagt sie. Doch nicht nur ihre Gesprächspartner offenbaren sich, auch sie erzählt bereitwillig Dinge aus ihrem Privatleben: In ihrem Essay über Beziehungen (ab S. 110) durchleuchtet sie, wie unterschiedlich sie und ihr Freund ticken – den sie inzwischen geheiratet hat. Gegensätze ziehen sich eben doch an. BLUMIGE AUSSICHT Wenn das Wetter es zulässt, setzt sich die Illustratorin Oana Befort mit ihrem Grafik-Tablet am liebsten in den Hinterhof ihres Hauses im Mittleren Westen der USA. Umgeben von Blumen, fließen die Ideen quasi von selbst; manchmal schauen auch ein paar Hasen und Rehe vorbei. Neben Naturmotiven tauchen in den Arbeiten der gebürtigen Rumänin auch folkloristische Elemente ihrer Heimat auf. Mit der Illustration auf unserem Titel…

1 min.
die zeit

Diesmal stammen die Bilder auf unseren Trennerseiten von einem Freundinnen-Duo. Célia Amroune und Aline Kpade kennen sich schon aus Kindertagen. Bereits damals liebten die beiden Französinnen das Zeichnen. 2016 kam ihnen bei einem Glas Minztee eine Idee: Warum nicht aus dieser Freundschaft und der geteilten Liebe zu Grafiken und Farben ein gemeinsames Projekt machen? Das war die Geburtsstunde von Sacrée Frangine, was grob übersetzt so viel wie „Heilige Schwester“ bedeutet.…

10 min.
glück im unglück

„Wie lange sitzen Sie pro Tag am Computer?“, fragt mich die Optometristin, die gerade ausführlich meine Augen getestet hat. „Gute Frage“, antworte ich. „Acht Stunden? Zehn?“ Dass dabei die Handyzeit nicht eingerechnet ist, traue ich mich gar nicht zu sagen. Die Frau runzelt ihre Stirn und sagt: „So werden Sie nie mehr arbeiten können.“ Seit Monaten war mir ständig übel gewesen, ich litt unter Kopfschmerzen und hatte einfach nicht herausgefunden, was mit mir los war. Ich merkte nur, dass die Beschwerden schlimmer wurden, sobald ich las oder am Computer saß. Es erleichtert mich, endlich zu erfahren, dass ich meine Augen durch zu viel Computerarbeit überanstrengt habe. „Betrachten Sie es als eine Art visuelles Burn-out“, sagt die Augenexpertin. „Bis auf Weiteres dürfen Sie nicht länger als zwei Stunden pro Tag am…

6 min.
was machst du gerade?

JOURNALISTIN CIANI-SOPHIA Weberin KAYLA GRAFIKDESIGNERIN Nataša Ciani-Sophia Hoeder „GEMEINSAM LERNEN WIR MIT AUSGRENZUNG UMZUGEHEN, UNS ZU EMPOWERN.“ 30 Jahre in Berlin am Waldrand mit ihrem Hund Polly freie Journalistin rosa-mag.de Was machst du gerade? Ich komme gerade von einem Fotoshooting zurück, bei dem es um Wellness und Spiritualität für uns Schwarze Frauen ging. Wir fragen uns: Wie können wir, die täglich Rassismen ausgesetzt sind, innehalten, auf unsere Gesundheit achten? Wie kamst du auf die Idee, das Online-Lifestyle-Magazin RosaMag zu gründen? Ich habe mir 17 Jahre lang chemisch die Haare geglättet, weil ich mich dem eurozentrischen Ideal anpassen wollte. Dann stieß ich auf Studien, die besagen, dass die aggressiven Glättungscremes Krebs begünstigen können. Um einem Ideal zu entsprechen, gefährden wir unsere Gesundheit? Und das, um dann trotzdem Rassismus zu erfahren, wenn uns zum Beispiel Menschen in unsere „schönen“ Haare fassen? Es gab hierzulande…

8 min.
der gute beutel

In den Achtzigerjahren war er so etwas wie das Markenzeichen der Weltverbesserer: der Stoffbeutel über der Schulter. Die Vorderseite zierte der Spruch „Jute statt Plastik“ der Fair-Trade-Organisation GEPA als Sinnbild für einen umweltbewussten Lebenswandel oder eine lachende Sonne und der Slogan „Atomkraft? Nein danke“. Spätestens nach den großen Anti-Atomwaffen-Demonstrationen im Jahre 1983 liefen viele mit diesem politischen Statement auf der Schultertasche herum. Wer die Tasche hübscher machen wollte, schmückte sie zusätzlich mit Buttons oder eigenen Texten und Zeichnungen, die mit bunten Filzstiften auf den Stoff gemalt wurden. Natürlich gab es auch Taschen mit dem Logo der Lieblingsband. Kurioserweise sind Aufdrucke von Bands wie The Police, Joy Division, The Clash, Sex Pistols und Ramones auf T-Shirts und Beuteln heute wieder genauso angesagt wie damals. Und auch die Tragetaschen aus Leinen, Jute…