Cultura y Literatura
P.M. HISTORY

P.M. HISTORY

04/2020

"P.M. HISTORY ist das vielseitige, lebendige Geschichtsmagazin, das seriös und verständlich informiert, glänzend unterhält und immer wieder überrascht. P. M. HISTORY bietet packende Lesestücke aus allen Epochen – eben die besten Geschichten aus der Geschichte – übersichtlich im Inhaltsverzeichnis in einem Zeitstrahl chronologisch geordnet. P. M. HISTORY konzentriert sich nicht auf ein geschichtliches Thema pro Heft, sondern bietet in jeder Ausgabe eine Fülle von Themen. In jeder Ausgabe von P. M. HISTORY gibt es einen Großen Sonderteil, der sich ausführlich einem geschichtlichen Thema widmet. Das können sowohl historische Persönlichkeiten als auch bestimmte Epochen oder Ereignisse sein. Faszinierende Reportagen, Interviews z.B. mit bekannten Autoren oder Wissenschaftlern sowie Empfehlungsseiten für Bücher und Filme runden das redaktionelle Angebot ab."

País:
Germany
Idioma:
German
Editor:
DPV Deutscher Pressevertrieb
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12 Números

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2 min.
irland ist ein sehnsuchtsort

LIEBE LESERIN, LIEBER LESER, die Insel Skellig Michael im äußersten Südwesten Irlands könnte der Schauplatz eines Fantasyromans sein: ein mehr als 200 Meter hoher Felsen, der schroff aus dem Meer emporragt. 600 Stufen führen zu seiner Spitze. Dort haben sich einst fromme Einsiedler kleine Hütten aus Stein gebaut, die ein bisschen an Bienenkörbe erinnern. Heute ist das Kloster längst verlassen – und doch umgibt es noch immer eine besondere Aura. Kein Wunder, dass sich hier in den „Star Wars“-Filmen der Held Luke Skywalker versteckt. Für mich macht gerade das den Reiz Irlands aus: Die Insel liegt zwar am Rande unseres Kontinents, zugleich aber ist sie ein kultureller Mittelpunkt. Sie ist ein Sehnsuchtsort. Auch für viele Menschen, die noch nie einen Fuß auf die Grüne Insel gesetzt haben. Die Strahlkraft der irischen…

1 min.
timgad

Wie ein Tor ins Nirgendwo mutet der mächtige Triumphbogen im Nordosten Algeriens an. Doch als die Römer unter Kaiser Trajan hier im Jahr 100 n. Chr. ihre Militärkolonie Thamugadi gründeten, lag das Areal mitten in einer grünen, fruchtbaren Landschaft. Die Stadt sollte die südlichen Grenzen des Imperiums sichern und wuchs im 2. Jahrhundert rasant: Die Römer bauten Forum, Tempel, Marktplätze, Bäder, Theater und drei Tore, darunter diesen zwölf Meter hohen Trajansbogen. Nach der arabischen Invasion im 7. Jahrhundert verließen die letzten Einwohner Thamugadi: Die Stadt wurde von der Sahara verschluckt – und erst 1765 wiederentdeckt.…

1 min.
die brooklyn bridge

Höhenangst durften die Arbeiter wahrlich nicht haben, die New Yorks Brooklyn Bridge bauten. Dabei war die Arbeit an den Fundamenten eigentlich noch viel gefährlicher. Um sie im East River zu verankern, mussten die Menschen in hölzernen Senkkästen auf dem Grund des Flusses arbeiten. Der dort herrschende Überdruck wurde vielen zum Verhängnis: Wenn man beim Verlassen keinen Druckausgleich durchführt, kann man die sogenannte Taucherkrankheit bekommen. Insgesamt kostete der Bau der Brücke 20 bis 30 Arbeitern das Leben. Als sie 1883 fertig wurde, war sie das zweithöchste Gebäude der Stadt (das höchste war eine Kirche, die Hochhäuser kamen erst später). Geplant hatte den Bau übrigens ein Deutscher: John August Roebling kam aus Thüringen und war erst 1831 in die USA eingewandert. Als er kurz vor Baubeginn starb, übernahm zunächst sein Sohn Washington…

2 min.
falsch meldung

KANN ES SEIN, dass die Presse des Dritten Reiches einmal nicht lügt? 1943 berichtet die „Deutsche Wochenschau“ von einem Massengrab bei Katyn nahe Smolensk in Russland: „Hier hauchten über 12000 polnische Offiziere ihr Leben aus.“ Dafür kann nur Stalin verantwortlich sein. Doch ist den Nationalsozialisten zu trauen? Oder wollen sie nur Zwietracht unter den Alliierten sähen und von ihren eigenen Verbrechen ablenken? Als die polnische Exilregierung eine Untersuchung durch das Rote Kreuz fordert, bricht Stalin alle Kontakte zu der Gruppe ab. Und im US-Außenministerium heißt es: Man verstehe nicht, warum man Beschuldigungen untersuchen solle, die von der deutschen Propagandamaschine erhoben werden. Im Herbst 1943 erobern sowjetische Truppen die Region zurück. Nun lässt Stalin das Massengrab von einer eigenen Kommission untersuchen, angeführt von Nikolai Burdenko, dem Chefchirurgen der sowjetischen Armee. Sein Urteil ist…

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der fluch des pharao

WAS SAGT DIE LEGENDE? Die Grabkammern der ägyptischen Pharaonen sind mit Flüchen belegt: Wer die Totenruhe stört, stirbt alsbald unter mysteriösen Umständen. Solche altägyptischen Drohungen an die Wächter der Nekropolen gab es tatsächlich. Auf dem Höhepunkt der britischen Ägyptomanie wurde daraus eine populäre Legende – befeuert von den Ereignissen im Tal der Könige: der Entdeckung der Grabstätte Tutanchamuns durch den Archäologen Howard Carter 1922. Der Finanzier Lord Carnarvon starb kurz darauf. WIE WURDE SIE ÜBERLIEFERT? Im 19. Jahrhundert waren Partys, bei denen Mumien ausgewickelt wurden, der letzte Schrei in der Londoner Gesellschaft. Verschiedene Schriftsteller, darunter Arthur Conan Doyle, verfassten Mumien-Gruselgeschichten. Zudem war der Okkultismus schwer angesagt, als das Grab des Tutanchamun gefunden wurde. Nachdem sich unter den beteiligten Forschern Todesfälle häuften, schlachtete die britische Presse das Thema weidlich aus. Literatur und Film strickten…

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die welt im album

Sie waren über Jahrzehnte hinweg der letzte Schrei: Vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts hinein jagten Millionen Menschen wie verrückt Sammelbildern nach, die Firmen ihren Produkten beilegten – von Schokolade über Kaffee bis Margarine. Legendär wurden vor allem die Kärtchen für Liebigs Fleischextrakt. Die Historikerin Judith Blume hat für eine Studie 2500 Sammelbildalben sowie 320 Patentschriften aus Deutschland, der Schweiz, Frankreich, England, Kanada und den USA analysiert und miteinander verglichen. Seit wann gibt es Sammelalben überhaupt? Das früheste Patent, das ich gefunden habe, stammt aus dem Jahr 1860. Davor gab es nur Grafikmappen und Kladden. Dazu muss man wissen: Im 19. Jahrhundert ermöglichten neue Drucktechniken wie die Chromolithografie es erstmals, massenhaft – auch bunte – Bilder in Umlauf zu bringen. Und irgendwie mussten all diese…