Liebe Leserin, lieber Leser, es sind keine alltäglichen Fragen, die Gesa Gottschalk für unsere österliche Titelgeschichte beschäftigt haben: Liegt am Ende des Lebens das Geheimnis für das glückliche Leben? Können wir, anders gesagt, vom Sterben das Leben lernen? Wir werfen solche Fragen selten auf. Zu selten vielleicht, aus nachvollziehbarer Scheu.
Ungewöhnlich waren dementsprechend die Orte, die Gottschalk aufgesucht hat, „Todes-Cafés“ etwa oder Friedhöfe, auf denen Studenten an Veranstaltungen teilnehmen. Anfangs war sie verblüfft vom Frohsinn, der dort herrschte, später merkte sie: Wer übers Ende nachdenkt, verliert nicht die Angst vor ihm – aber mehrt die Freude über die Gegenwart.
Vor mehr als 2000 Jahren schrieb Sokrates, der griechische Freidenker: „Das ungeprüfte Leben ist nicht lebenswert.“ Es könnte die Überschrift zu Gottschalks Geschichte sein.
IN EIGENER SACHE – und gut geprüft…
