Der Wind, der den ganzen Ärger in Borchen erst verursacht hat, kommt an diesem Freitagnachmittag mit einer Geschwindigkeit von 10,9 Kilometern pro Stunde aus Südost. Er ist leise, kaum spürbar, zu schwach, um den Nebel über den Hügeln und Feldern zu vertreiben. Doch die Windräder, die in Kolonnen in Borchen stehen und die Gemeinde entzweien, drehen sich, langsam und beständig.
„Die Windräder“, sagt Gudrun Ponta, Gründerin der Borchener Bürgerinitiative „Gegenwind“, „die meine Heimat zerstören, meinen Lebenstraum und meine Gesundheit.“
„Die Windräder“, sagt Hartmut Oster, Gemeinderatsmitglied der Grünen, „die unverzichtbar sind, wenn wir die Energie-wende schaffen wollen, und die hier aufgestellt werden müssen, weil die Bedingungen gut sind.“
So sind derzeit in Borchen die Positionen zur Windkraft verteilt, in Dafür und Dagegen, und dazwischen gibt es wenig.
Es ist ein Streit,…