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29/2020

"Große, aktuelle und exklusive Geschichten, eine klare Haltung zu den relevanten gesellschaftlichen Fragen, vielfach ausgezeichnete Optik sowie das ausgeprägte soziale Engagement machen den STERN einzigartig in der deutschen Medienlandschaft. Große Geschichten erzählt der STERN – das Magazin steht für emotionale Intelligenz. Der STERN bringt die starken, investigativen Reportagen, die den Blick auf die Welt öffnen. Dabei ist die Berichterstattung immer nah am Menschen, empathisch und konkret. Große Bilder zeigt der STERN groß. Für seine Titel, Reportagen und Fotografien erhält das Magazin regelmäßig nationale und internationale Auszeichnungen. Zur DNA des STERN gehören seine Opulenz, seine klare Bildsprache und visuelle Kraft. Mit einer Kombination aus aktueller Berichterstattung, Nutzwertbeiträgen und klassischem Reportage-Journalismus bietet der STERN seinen Lesern Orientierung – in einer Welt, die sich laufend verändert. Der STERN legt Wert darauf, auch die menschliche Seite einer Nachricht zu zeigen. Seine bereits mehrfach ausgezeichnete Reportage-Fotografie bildet ein festes Element in jeder Ausgabe. Der STERN filtert, wertet und interpretiert. Die Einordnung hilft dem Leser, Zusammenhänge zu verstehen. Das klare Layout und die Auswahl der Inhalte, die moderne Formen der Info-Grafik sowie Einblicke aus dem Datenjournalismus erweitern diesen journalistischen Anspruch."

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tässä numerossa

2 min
liebe leserin, lieber leser!

Unsere Sprache bildet die Wirklichkeit ab, ohne dass wir uns dessen immer bewusst sind. Und so sagen und hören wir immer mal „tut mir leid!“ oder immer öfter auch dieses schrecklich belanglose „sorry!“ – immer wenn ein Fehler passiert ist oder eine Verärgerung stattgefunden hat. Im schlimmsten Fall beides zusammen. Dahinter steckt ja nichts anderes, als dass der Verursacher sich selbst von seiner Schuld freispricht. Indem ich „sorry!“ rufe, ist für mich der Fall erledigt. Ich habe mich doch entschuldigt, wo ist jetzt das Problem? Wer da nicht sofort versöhnlich wird, ist nachtragend und auch sonst sowieso echt kompliziert. Und schon herrscht verkehrte Welt: Der Beleidigte muss sich rechtfertigen, dass er beleidigt ist. Das alles passt zu einer Gesellschaft, in der der Gemeinsinn immer weniger zählt und das Individuum triumphiert. Ich kann…

3 min
echo

REDE UND ANTWORT Liebe stern-Redaktion, man hört kaum etwas über die 17-jährige Darnella Frazier, die den Tod von George Floyd per Video aufgenommen und gepostet hat. Das war sehr mutig, aber mit Sicherheit auch gefährlich für sie. Weiß man, ob sie und ihre Familie vor Anfeindungen geschützt werden? Gisela Herrendörfer, per E-Mail Sehr geehrte Frau Herrendörfer, gut zehn Minuten lang ist Darnella Fraziers Video, es brachte Millionen Menschen weltweit auf die Straße zu Protesten gegen Polizeigewalt und Rassismus. Und es brachte ihr eine weltweite Aufmerksamkeit, die sie gar nicht haben will. Sie selbst ist nicht zu sprechen. Ihr Anwalt Seth Cobin beschreibt sie als eher schüchtern, er sagt, sie sei keine Aktivistin, sondern einfach jemand, der im richtigen Moment das Richtige tat. Ihr Video brachte ihr auch Kritik in den sozialen Medien.Drohungen,…

1 min
betrifft: stern

Im Gefängnis für IS-Kämpfer Kurz bevor auch im Nahen Osten die Grenzen schlossen, reisten Raphael Geiger und die Fotografin Nicole Tung nach Syrien. An russischen und US-amerikanischen Militärkonvois vorbei fuhren sie in die Stadt Hasaka. Sie wird zum Teil vom Assad-Regime kontrolliert, teilweise aber auch von der kurdisch dominierten SDF-Miliz. Das Ziel des stern-Teams: ein Gefängnis, in dem 5000 mutmaßliche IS-Kämpfer einsitzen. Zwei Tage sprachen Geiger und Tung mit Wärtern (Foto) und Häftlingen. Sie hörten von Aufständen, von Tuberkulose-Toten. Und sie spürten die Ratlosigkeit: Was soll geschehen mit den Gefangenen, den Fanatikern? Gibt es ein Mittel gegen den Hass? (Seite 74) Keine Angst vor großen Tieren Lorenz Wolf- Doettinchem (r.) hat vom Homeoffice aus die große Nachhaltigkeitsstudie des stern koordiniert. Als der Gewinner feststand, freute er sich, dass er nicht nur mit Managern…

1 min
bilder der woche

HONGKONG DIE MUTIGEN Wer weiß schon, wie lange es noch Menschen wie sie geben wird, die sich trauen, in Hongkong zu demonstrieren, jetzt, da das chinesische Regime mit neuen Gesetzen und Gewalt die Demokratiebewegung stoppen will. Die Finger stehen für ihre fünf Forderungen, von denen sie, daher der eine Finger, nicht eine aufgeben: 1. Keine Auslieferungen nach China. 2. Eine Untersuchung zur Polizeigewalt. 3. Ein neues Wahlrecht. 4. Die Freilassung festgenommener Demonstranten. 5. Die Proteste vom Juni 2019 dürfen nicht mehr als „Unruhen“ bezeichnet werden. Doch nie schien unwahrscheinlicher, dass man ihnen Gehör schenkt. ITALIEN SONNENHUT Viele Menschen haben schmerzhaft gelernt, dass es lohnt, sich mit Cremes und Hüten vor Sonne und Hitze zu schützen. Auch die Erde, auf der wir leben, braucht Schutz. Also setzen Spezialisten inzwischen Gletschern einen Sonnenhut in Form unzähliger Textilmatten…

3 min
zwischenruf aus berlin totentanz im warenhaus

Mit ihrer Unbotmäßigkeit war sie schon wieder vorbildlich. Seit Ende April gilt in Deutschland die Maskenpflicht, doch von der Kanzlerin gab es über zwei Monate hinweg kein einziges Foto, keine Videosequenz, keinen Fernsehschnipsel, der sie mit dem Gesichtslappen zeigte. „Wenn ich alle Abstandsregeln einhalte, brauche ich die Maske nicht aufzusetzen“, gab Angela Merkel zum Besten. Beim Einkaufen trage sie Maske. Im Foyer des Parlaments aber war sie im Gedränge ganz ohne zu sehen. Eine höchst eigenwillige Praxis – so unhaltbar, dass sie sich schließlich zu einer demonstrativen Verhüllungsshow im Bundesrat entschloss. Merkel hätte besser bei ihrem freihändigen Umgang mit dem Schnauftuch bleiben und die Deutschen zu Beginn der heißen Jahreszeit in eine coolere Existenz führen sollen. Von der würgenden Maskenpflicht zur klugen Eigenverantwortung nach Lebenslage, beim Einkaufen jedenfalls. Denn was die…

17 min
die kraft des verzeihens

„Meine Schwester und ich haben uns verziehen. Auch uns selbst. Dass wir so lange nicht in der Lage waren, den ersten Schritt aufeinander zuzugehen. Heute fragen wir uns: Warum haben wir dafür 20 Jahre gebraucht?“ Reinhard, 77 Reinhard hat seine Schwester wiedergefunden. Im Grunde war sie nie weg. Reinhard sah sie sogar gelegentlich, wenn sie zufällig gemeinsam irgendwo eingeladen waren. Aber immer schien es dann, als trennten sie Welten. Reinhard und Helene, seine Schwester, sprachen kein Wort miteinander. Warum? Die Erinnerung ist ein unzuverlässiger Begleiter. Sie fügt hinzu, was nie war. Dafür verdrängt sie Bedeutsames. Helene sagt, sie wisse gar nicht mehr so genau,was eigentlich vorgefallen sei.Warum sie Reinhard,ihren Bruder,mit der Zeit verlor. „Es ging einfach auseinander. Irgendwann hatten wir den Punkt verpasst, uns wieder anzunähern. Und dabei blieb es.“ Reinhard, heute…