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Business et Finance
Capital

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01/2021

"CAPITAL erzählt Wirtschaft aus überraschenden, ungeahnten Perspektiven und versteht Wirtschaft nicht als nationale Angelegenheit, sondern immer als ein globales System. CAPITAL sieht und erklärt das große Ganze und setzt dabei auf ein ästhetisch anspruchsvolles und elegantes Design mit opulenten, kraftvollen Bildern. CAPITAL bestimmt seit über 50 Jahren den Wirtschaftsjournalismus in Deutschland und hat sich mit dem Relaunch im Mai 2013 zum Ziel gesetzt, Wirtschaft anders zu erzählen. Wirtschaft ist vielschichtiger, komplexer geworden und ist mit allen gesellschaftlichen Bereichen verwoben. Es bedarf einer ganzheitlichen, globalen Perspektive auf Wirtschaft. „Wirtschaft ist Gesellschaft“ heißt das Credo von CAPITAL und ist gleichzeitig ein Versprechen an die Leser. CAPITAL berichtet nicht nur über Wirtschaft, sondern durchdringt Wirtschaft."

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Pays:
Germany
Langue:
German
Éditeur:
DPV Deutscher Pressevertrieb
Fréquence:
Monthly
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12 Numéros

dans ce numéro

3 min.
editorial

Wenn sehr viel und vor allem Außergewöhnliches passiert in einem Jahr, dann sollte man sich noch mal fragen, was eigentlich passiert ist. Und wenn Sie jetzt sagen: Na ja, was wohl, eine Pandemie eben, die die Welt in Chaos und Elend, in Stille und Starre gestürzt hat, dann ist das natürlich richtig. Aber wenn wir etwas größer Bilanz ziehen und den Blick ins neue Jahr richten, geht es doch eher um das: um die Bewältigung einer Pandemie in Rekordzeit. Ich möchte hier nichts vorwegnehmen, abhaken oder schönreden, was noch unerreicht ist, zumal Sie diese Zeilen vermutlich eher in angespannten als in besinnlichen Tagen lesen. Die Stille bedeutet am Ende dieses schweren Jahres nicht nur Innehalten und Einkehr, sondern noch einmal Rückzug und Bedrohung. Aber schauen wir nach vorn: Wir sehen inzwischen viel…

3 min.
betr. capital

ZU LARS VOLLMERS GASTBEITRAG ÜBER DIE GRENZEN DES HOMEOFFICE ( CAPITAL.DE ) „Die Schwierigkeit ist: Alle Aktivitäten, die im Unternehmen auf der Hinterbühne laufen, kommen nahezu vollständig zum Erliegen“, schreibt der Autor. Wenn das der Fall ist, hat das Unternehmen ganz andere Probleme als Homeoffice! Im Homeoffice kann man genauso innovativ sein wie im Büro – wenn nicht noch besser. Dieser Artikel spiegelt aber gut das extrem verstaubte Denken vieler Entscheidungsträger wider, die nicht begriffen haben, dass die Arbeitswelt einem stetigen Wandel unterliegt. REINER MÜLLER, via Xing Digitalisierung bedeutet nicht nur, dass man Meetings durch Video-Chats ersetzt. Man sollte auch Prozesse anpassen. Beispiel: Mit einem virtuellen Coffee-Talk, bei dem Mitarbeiter per Zufall vernetzt werden, spricht der Nerd aus der IT mit dem Anzugträger aus dem Marketing. Im Büro laufen sie eher stumm aneinander…

2 min.
robo-kunden alarmiert

Nach dem Datenangriff auf den größten deutschen Robo-Advisor Scalable Capital verdichten sich Hinweise, dass die Diebe die erbeuteten Kundenprofile für kriminelle Geschäfte nutzen. So zirkulieren nach Capital-Informationen Kundendaten im Netz. Capital konnte selbst einen Datensatz einsehen und überprüfen, ein Kunde gab dabei sogar an, erpresst worden zu sein. Mitte Oktober hatte Scalable öffentlich gemacht, dass 30 000 Kunden von einem Datenklau betroffen seien, und Anzeige erstattet. Erbeutet wurden demnach Ausweiskopien, Gesichtsfotos, Kontaktdaten, Kontonummern und Steuer-Identifikationsnummern. Solche Daten können im Netz dazu genutzt werden, um weitere Daten und Passwörter zu stehlen oder Waren zu bestellen. Vor genau solchen Risiken hatte Scalable nach dem Vorfall gewarnt – und betont, dass Depotdaten nicht betroffen gewesen seien. Gegenüber Capital erklärte Scalable, es arbeite „in enger Abstimmung mit den Behörden und externen Beratern an der Aufklärung…

1 min.
„die deutschen haben sich durch den lockdown getrunken“

Alle erzählen, in der Corona-Krise hätten die Deutschen deutlich mehr Alkohol getrunken. Die Statistik bildet das aber nur zum Teil ab. Sicher ist, dass in Kneipen und Restaurants wegen des Lockdowns weniger Wein und Bier ausgeschenkt wurde. Ob die Menschen dafür nun zu Hause mehr getrunken haben, ist unklar. Die Zahlen aus dem Haushaltspanel von Nielsen, das rund 20 000 Haushalte erfasst, zeigen deutliche Aufs und Abs beim Weinkonsum. Während die Zahl der Käufer und die Absätze in den ersten drei Monaten deutlich zurückgingen, stiegen sie im zweiten Quartal stark an, während der Konsum im dritten Quartal nur mehr leicht über dem des Vorjahres lag. „Anhaltspunkte für einen erhöhten Konsum von Alkohol in Zeiten von Corona“ sieht die Gesellschaft für Konsumforschung unterm Strich darin nicht.…

2 min.
mehr als 30 millionen für corona-berater

Zur Bewältigung der Corona-Pandemie hat die Bundesregierung bislang mindestens 33 Mio. Euro an Honoraren für Berater bezahlt. Das geht aus der Antwort auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, die Capital vorliegt. Darüber hinaus hat der Bund weitere Leistungen beauftragt, bei denen die Rechnungen noch ausstehen: Insgesamt beträgt das Vertragsvolumen laut Gesundheitsministerium 41,5 Mio. Euro. Dabei seien aber eventuell nicht alle Aufträge erfasst. Tatsächlich ergibt sich bereits aus einigen publik gewordenen Großaufträgen, dass die Gesamtausgaben für sogenannte Beratungsund Unterstützungsleistungen in der Corona-Krise noch größer ausfallen dürften als angegeben. Schon im April hatte das Gesundheitsressort die Prüf- und Beratungsfirma EY ohne Ausschreibung eingeschaltet, um den Einkauf von Schutzmasken in den Griff zu kriegen. Dafür fielen bis zum Herbst knapp 10 Mio. Euro Honorar an. Kürzlich erhielt EY auch den Folgeauftrag bis Ende 2021…

1 min.
gute ideen und die köpfe dahinter

MICHAEL CASSAU zeigt mit Grover, dass man Techprodukte nicht immer neu kaufen muss: Das Start-up verleiht Unterhaltungselektronik DAS PROBLEM Im Durchschnitt alle zweieinhalb Jahre kaufen sich Verbraucher ein neues Smartphone – besonders nachhaltig ist das nicht. Dass dafür der volle Kaufpreis gezahlt oder sogar ein Konsumentenkredit aufgenommen wird, findet Michael Cassau unverständlich. DIE LÖSUNG Der Ex-Rocket-Internet-Manager hat dafür 2015 ein flexibleres Modell entwickelt: Bei Grover kann man Unterhaltungselektronik mieten, für eine monatliche Gebühr, die günstiger wird, je länger man ein Produkt ausleiht. Ein Gerät wird dabei nacheinander an bis zu zehn Kunden vermietet. Aktuell laufen 120 000 Mieten über das Berliner Start-up: von Handys über Spielkonsolen bis zu E-Bikes. DER MARKT Der deutsche Markt für Unterhaltungselektronik umfasst etwa 80 Mrd. Euro, der europäische ist fast viermal so groß. Das Unternehmen, das 150 Mitarbeiter beschäftigt, ist neben Deutschland…