DER FEINSCHMECKER 02/2021

"DER FEINSCHMECKER informiert sachkundig und amüsant über attraktive Reiseziele, neue Trends in der Gastronomie, Hotellerie und im Weinbau ebenso wie über regionale Spezialitäten bester Qualität. Die Redaktion und ihre Autoren betreiben weltweit Recherchen vor Ort – unbestechlich und immer genussorientiert. Durch seine Kompetenz in allen kulinarischen Belangen im In- und Ausland ist der FEINSCHMECKER für anspruchsvolle Individualisten ein unentbehrlicher Wegweiser."

Pays:
Germany
Langue:
German
Éditeur:
DPV Deutscher Pressevertrieb
Fréquence:
Monthly
8,58 €(TVA Incluse)
90,64 €(TVA Incluse)
12 Numéros

dans ce numéro

1 min
editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser, ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich habe wohl noch kein neues Jahr so herbeigesehnt wie dieses. Natürlich in der Hoffnung, dass es uns möglichst bald die Rückkehr in einen unbeschwerten Alltag ermöglicht – und vor allem der gebeutelten Gastronomie endlich wieder eine Perspektive schenkt. Die Redaktion startet jedenfalls nicht nur mit vielen Plänen in dieses Jahr, sondern auch mit einer ganz besonderen Neuerung: Wir haben den FEINSCHMECKER Premium Club gegründet – und Sie können dabei sein! Was Sie in der exklusiven Community erwartet, stellen wir Ihnen in Kürze auf feinschmecker.de vor sowie in der Februar-Ausgabe. Sie dürfen gespannt sein. Für alle, die es in den ersten Wochen des Jahres etwas leichter angehen lassen möchten, haben wir verführerische Fischrezepte zusammengestellt (S. 60). Und wer jetzt eine…

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1 min
rote bete mit upgrade

MIRAZUR Menton, Frankreich Der Zeitaufwand, der in diesem Gericht steckt, ist ihm nicht anzusehen. Die Rede ist nicht von der Zubereitungszeit, auch der Kaviar ist nicht gemeint, den Störe erst nach vielen Jahren bilden. Das Besondere ist der Anbau der Rübe. Denn nach der Ernte im eigenen Garten wurde sie im Keller gelagert, im Frühjahr erneut eingepflanzt und im Herbst geerntet – und erst dann für drei Stunden in Salz gegart. Hauchdünn gehobelt, getoppt mit Sauce Caviar, kombiniert Küchenchef Mauro Colagreco das vermeintlich Simple mit dem Exklusiven und beweist nebenbei, was jeder weiß, aber allzu oft vergessen wird: Gut Ding will Weile haben.…

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6 min
das beste im februar

Auf die Spitze getrieben Auf 3303 Metern hat auf dem Corvatsch bei St. Moritz jüngst die höchstgelegene Whisky-Destillerie der Welt eröffnet, wo nun der Single Malt „Orma“ entsteht. Die Höhe hat Einfluss auf den Brand: Er findet bei rund zehn Grad tieferer Temperatur statt als auf Meereshöhe, was zu mehr Aromen und höherer Komplexität des Whiskys führen soll. Es gibt Führungen mit Degustation. www.orma3303.ch ENDLICH WIEDER … JAKOBSMUSCHELN. Frisch und in der Schale gibt es sie nur im Winter zu kaufen (z.B. www.deutschesee.de). Die zarte, helle Nuss schmeckt am besten sanft angebraten, der orangerote Corail mit seinem intensiven Meeresgeschmack eignet sich gut für den Saucenfond. SCHOKO MIT SCHUSS Chocolate Tree in Edinburgh kreiert seit 2012 sehr erfolgreich preisgekrönte Schokoladen. Für die alkoholischen Sorten werden die (Biound Fairtrade-)Schoko-Bohnen in Spirituosen eingelegt und schmecken dann intensiv nach…

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2 min
aus aller welt

FRANKREICH Der bibliophil gestaltete Band ist eine Liebeserklärung des französischen Kochs Jean Imbert an seine beiden Großmütter, den mamies, die ihm einst die Freude am Kochen vermittelten. Siebzig ihrer Originalrezepte hat er zusammengestellt, von Hühnchen mit Zitrone bis Crêpe Suzette, viele davon serviert er bis heute in seinen Restaurants. 160 Seiten, € 24,99, Christian Verlag MALLORCA Die Münchnerin Caroline Fabian lebt seit 2006 auf der Insel, wo sie einen Privatkoch-Service betreibt. In ihrem Buch nimmt sie den Leser mit auf Streifzüge zu Produzenten von Olivenöl, Sobrasada oder Wein und präsentiert Rezepte aus der traditionellen Küche der Region, wie Pa amb Oli, Frit mallorqui oder mallorquinische Nudeln mit Rinderragout. 240 Seiten, € 28, Dorling Kindersley Verlag AUF DEN SPUREN DES GINS Als leidenschaftlicher Fan hat sich Peter Jauch (www.aboutgintonic.com) auf die Spur des Wacholderschnapses begeben, er besucht…

derfeinde2102_article_015_01_04
2 min
neues aus der redaktion

EIN PAAR MUNDSCHUTZ, BITTE! Fürs Shooting des Take-Five-Rezeptes „Pochiertes Ei mit Schnittlauch, Rahm und Blumenkohl“ gingen Fotografin Vivi d’Angelo und Chefkoch Simon Schlachter auf Nummer sicher – und trugen Maske. Vivi konnte die traumhafte Aussicht in Schlachters Burghotel Falkenstein im Allgäu dennoch genießen: „Toller Sonnenaufgang!“ 254 REZEPTE SIND INZWISCHEN AUCH ONLINE AUF DER FEINSCHMECKERWEBSITE ZUGÄNGLICH: ALLE EXKLUSIV PRODUZIERT, WIE DAS TITELREZEPT VON TIM RAUE. WWW.FEINSCHMECKER.DE Menü in der Box Das war auch für unseren Autor Stefan Elfenbein (l.) eine Premiere: ein Restaurant zu testen, dessen Gerichte man selbst erwärmt. Der Umstand war dem zweiten Lockdown geschuldet, in dem Arne Anker (r.) sein neues Berliner Restaurant „BRIKZ“ eröffnet hat. Sowohl der Tag der Eröffnung als auch ein alternatives Take-away-Konzept standen lange vor dem Lockdown fest. Gut für Stefan Elfenbein, der seine Box mit nach Hause…

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12 min
fernost in berlin

EINE ABENDS WENIG BELEBTE STRASSE in Mitte, ein altes Backsteingebäude, kein Schild, kein Hinweis auf den Eingang. Leicht ist das „Zenkichi“ wahrlich nicht zu finden, und das erinnert in der Art dann doch sehr an Tokio, wo die lohnendsten Restaurants oft die am besten versteckten sind. Hat man die Tür endlich gefunden und ist die spärlich beleuchtete Treppe in den Keller hinabgestiegen, wähnt man sich in einer anderen Welt: Die Empfangsdame flötet japanische Willkommensgrüße und führt durch eine Art unterirdischen Bambuswald zum Tisch. Der ist hier grundsätzlich ein mit Bastvorhängen abgetrenntes Separee, wie in Tokio üblich. „Wir sind nicht das typische deutsche Japan-Restaurant“, sagt Patronin Motoko Watanabe. „Bei uns gibt es kein Sushi, keinen Wein, keine Cocktails.“ Stattdessen ein an der strikt jahreszeitlich ausgerichteten Kaiseki-Küche ihrer Heimat orientiertes Omakase-Menü mit sorgfältig…

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