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„Mancher in Europa, der die deutsche Rolle nicht schätzt, wird klammheimliche Freude empfinden.“ Altkanzler Gerhard Schröder über den Streit zwischen CDU und CSU (Seite 38) Es gab Zeiten, da konnte man sich Sorgen machen um den Altkanzler Gerhard Schröder. Diejenigen, die Zugang zu ihm hatten, berichteten Dinge, die nach einem unglücklichen Lebensabend klangen. Kommt man heute zu ihm, begegnet einem ein ausgesprochen fröhlicher, ja, glücklicher Mensch. In seiner Anwaltskanzlei in Hannover begegnet man ihm eigentlich sogar mehrfach. Schon im Hausflur begrüßt er die Gäste aus einem großen Wandgemälde. Im Arbeitszimmer blickt er sehr kanzlerhaft aus Bronze gegossen, hinter seinem Schreibtisch hat er die „Kanzlerbilder“ des Fotografen Konrad R. Müller aufgerahmt. Beginnend mit Adenauer und, ein Schelm, der sich dabei etwas denkt, endend mit Schröder. Er ist offensichtlich mit sich im…
Die Kämpferin? Merkel sitzt in einem Monat mehr aus als Helmut Kohl in seiner gesamten Amtszeit. Andre Nordhaus, via Facebook Wenig Verständnis stern Nr. 28/2018, „Knall und Fall“ – die Eskalation zwischen Merkel und Seehofer; Editorial von Christian Krug Seehofer weiß genau, wie sehr es der CSU in Bayern schaden würde, käme es durch ihn zu einem Ende der Koalition. Die CSU und ihre Wähler hätten wenig Verständnis für einen Rückzug aus der Bundespolitik. Manfred Bräuer, Braunschweig Fegefeuer Ich konnte Merkel nie was abgewinnen – bis zum Herbst 2015: Da reagierte ein Mensch, keine Machtmaschine. Sie wagte ihre Macht zu gebrauchen, für Menschen in Not, bevor einer dieser Bedenkenträger auch nur papp sagen konnte. Und seitdem: Fegefeuer. Ich finde nicht gut, dass die großen Baustellen unserer Republik…
Gratis-Curry im Dschungel Raphael Geiger (r.) und Fotograf Nicolas Axelrod reisten in den Dschungel von Nord-Thailand, zur Tham-Luang-Höhle, in der zwölf Jungen und ihr Fußballtrainer eingeschlossen waren. Die beiden erlebten nicht nur eine professionelle Rettungsaktion, sondern auch, wie Thailand und die ganze Welt um die Gruppe bangte. Hunderte Reporter berichteten live, wie ein Junge nach dem anderen ins Freie gelangte. Währenddessen kochten die Thais für die Journalisten und Rettungskräfte Gratis-Currys, ein Friseur bot kostenlose Haarschnitte an. Aus dem ganzen Land kamen Freiwillige, die irgendwie helfen wollten, und sei es, um im Camp vor der Höhle den Müll wegzuräumen. Starke Typen Bei ihrer Recherche für die Titelgeschichte trafen Christian Ewers und Gunnar Herbst elf ganz unterschiedliche Menschen an der Ostsee, die eines vereint: Sie machen das, woran sie glauben, und gehen…
Die Helfer tragen Schutzmasken, aber natürlich schützt das bisschen Stoff nicht vor dem Eindruck unvorstellbarer Zerstörung, der ihnen hier begegnet. Nach heftigen Unwettern haben Überschwemmungen einen Straßenzug in der Stadt Kumano verwüstet. Liegt auf der Trage ein weiteres Opfer? In der ganzen Präfektur Hiroshima im Westen des Landes brachte das Wasser Häuser zum Einsturz, verursachte Erdrutsche und zerschmetterte Autos wie lästig gewordenes Spielzeug. Mehr als 120 Menschen starben, viele werden noch immer vermisst. Etwa 54 000 Rettungskräfte bemühen sich, das Leid zu lindern.…
Die Szene wirkt fast wie ein Gemälde von Caspar David Friedrich. Zwei Männer im Kornfeld, dahinter nicht etwa das Meer, sondern verkohlte Erde. Bei Brehna, nordwestlich von Leipzig, ist ein Feld in Brand geraten. Die beiden Feuerwehrleute versuchen zu löschen, so gut es geht. Aber die Flammen, die noch am Horizont lodern, zeugen von der ganzen Kraft des Feuers. Rettender Regen? Nicht in Sicht. Die extreme Dürre hat besonders im Osten Deutschlands zu zahlreichen Bränden geführt. Der Deutsche Wetterdienst registrierte für diese Region eine der schlimmsten Trockenperioden seit mehr als 55 Jahren.…
Es ist eng. Es ist laut. In der Luft liegen Anspannung und Angst, Schweiß und Testosteron. Und ganz am Schluss fließt Blut, sterben Tiere. Kein schöner Tag für die Stiere, die beim Fest „San Fermín“ durch die engen Gassen der Altstadt von Pamplona zur Stierkampfarena getrieben werden. Die Wurzeln dieser Tradition sind fast 700 Jahre alt. Beim „Encierro“ genannten Stierlauf versuchen die weiß-rot gekleideten Männer, ein kurzes Stück mit den rasenden Tieren mitzulaufen. Die Mutprobe, die über eine Strecke von 875 Metern führt, ist hoch umstritten. Bilanz bisher: mehrere Verletzte. Tiere nicht mitgezählt.…